Dabei ab zwei

Dabei ab zwei | Ratgeber : Deutlich mehr Falschgeld in Deutschland beschlagnahmt

Im vergangenen Jahr sind in Deutschland erheblich mehr gefälschte Euro-Scheine aufgetaucht. Wie die Bundesbank erklärte, wurden rund 60.000 gefälschte Euro-Noten aus dem Verkehr gezogen, 14 Prozent mehr als noch 2009.

50-Euro-Scheine besonders beliebt

Der wirtschaftliche Schaden durch Falschgeld erhöhte sich im vergangenen Jahr auf 3,4 Millionen Euro, 2009 waren es 3,1 Millionen Euro. Meist bleibt dabei der Handel auf dem Schaden sitzen, denn für Falschgeld gibt es keinen Ersatz. Anders als in Deutschland sank im Euroraum im vergangenen Jahr die Zahl der Funde gefälschter Geldnoten. Insgesamt wurden hier 751.000 Blüten aus dem Verkehr gezogen, rund 100.000 weniger als noch 2009.

Besonders beliebt bei den Fälschern sind nach wie vor die 50-Euro-Noten. Diese machten fast 60 Prozent aller Blüten in Deutschland aus. Auch im Euroraum wird auf den falschen Fünfziger gesetzt. 43,5 Prozent aller Blüten-Funde sind hier 50er. In den meisten Fällen handelt es sich um qualitativ hochwertige Druckfälschungen, die im Druckverfahren und großen Stückzahlen hergestellt werden. Dabei werden mehrere Sicherheitsmerkmale der Banknoten imitiert, vorgetäuscht und nachgeahmt. "Derartige Falsifikate werden im Zahlungsverkehr kaum erkannt, sondern erst bei der Geldbearbeitung oder -prüfung durch Banken und Geldbearbeiter", sagte ein Sprecher des Landeskriminalamtes Brandenburg.

Deutlicher Rückgang im zweiten Halbjahr

Der Anstieg an Fälschungen in Deutschland 2010 geht nach Auskunft der Bundesbank vor allem auf einen Ausreißer nach oben im ersten Halbjahr zurück. Die Polizei habe danach schnell reagiert und mehrere Verteilerbanden das Handwerk gelegt. Abgeschreckt durch die Verurteilungen hätten die Fälscher im zweiten Halbjahr Deutschland weitgehend gemieden. "Das zweite Halbjahr geht in die richtige Richtung, die Zahlen sind ermutigend", sagte der Leiter des Zentralbereichs Bargeld bei der Bundesbank, Helmut Rittgen.

Die Gefahr für den Bürger, einen falschen Geldschein untergejubelt zu bekommen, ist rein rechnerisch gering. Auf 10.000 Einwohner kommen sieben falsche Banknoten. Ähnlich gering ist die Gefahr, eine falsche Münze zu bekommen. Im vergangenen Jahr wurden 67.400 Fälschungen eingezogen, so wenig wie seit 2005 nicht.

Zuletzt aktualisiert: 19. Januar 2011, 08:20 Uhr

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