Dabei ab zwei

Dabei ab zwei | 27.09.2011 | 14:00 Uhr : Häufung von "Scareware"-Attacken

Internetbetrüger versuchen mit einer neuen Masche, Usern das Geld aus der Tasche zu ziehen. Wie ein Sprecher der Polizei Saalekreis bestätigte, häufen sich in den vergangenen Wochen die Anzeigen wegen Erpressung.

Eine Hand auf einer Maus vor einem Computermonitor, auf dem eine Virenwarnung angezeigt wird

Betrüger nutzen Angst und Scham der User

In den angezeigten Fällen erhielten die Betroffenen eine Warnmeldung auf dem Desktop ihres Computers. Dabei soll den Opfern Glauben gemacht werden, dass es sich um ein offizielles Schreiben des Bundeskriminalamtes oder der Polizei handelt. In der Meldung wird erklärt, dass der Computer gesperrt wurde, weil angeblich Seiten pornografischen oder Gewalt gegen Kinder verherrlichenden Inhaltes angeklickt worden waren. Gegen eine Zahlung per U-Cash könnte der Computer wieder freigeschalten werden, heißt es dort weiter.

Die Polizei rät, auf keinen Fall auf die Warnmeldung und die Zahlungsaufforderung einzugehen. Zudem solle jeder User seinen Computer stets auf dem neuesten Stand bringen und eine aktuelle Firewall benutzen. Allein im Raum Halle werden laut Polizei bis zu zehn Anzeigen pro Woche aufgegeben. Die Dunkelziffer liegt aber deutlich darüber, glaubt ein Polizeisprecher. "Meist waren die Bürger auf Seiten mit erotischen oder anderen verbotenen Inhalten. Das nutzen die Täter aus, um einen Gewissenskonflikt auszulösen. Viele scheuen sich dann wohl auch, die Öffentlichkeit in Kenntnis zu setzen."

Doch nicht nur die Nutzer von fragwürdigen Seiten haben bereits Erfahrung mit diesem "Scareware"-Programm gemacht. So wurde ein Zwölfjähriger aus Sachsen-Anhalt zum Opfer, als er eine Freundschaftsanfrage bei schueler.cc bestätigte. Im Hintergrund des Computers installierte sich das Programm und eine halbe Stunde später erhielt auch er die Meldung mit der Zahlungsaufforderung.

Zuletzt aktualisiert: 27. September 2011, 12:50 Uhr

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