Dabei ab zwei

Dabei ab zwei | 26.09.2011 | 14:00 Uhr : Neue Abzockermasche in Zeitz

Im Burgenlandkreis sind mehrere meist ältere Menschen Opfer eine Abzockermasche geworden. Mindestens 30 Zeitzer haben laut Verbraucherzentrale bereits Briefe mit einer Zahlungsaufforderung von jeweils 90 Euro erhalten. Darin wird den Adressaten vorgerechnet, dass sie von ihrem eigenen Festnetz- bzw. Handyanschluss eine Telefonsex-Dienstleistung in Anspruch genommen haben. Die Verbraucherzentralen sind bereits alarmiert. Diese Briefe sind keine Seltenheit, sagte eine Sprecherin der Zentrale Sachsen-Anhalt in der "Mitteldeutschen Zeitung". Das angegebene Postfach in Petersberg sei ebenso bekannt wie die Firma in Prag, die mit der Abwicklung der finanziellen Angelegenheiten beauftragt ist. Diese sei bereits mit derselben Masche in Erscheinung getreten.

Verbraucherzentrale: Einzelfallprüfung wichtig

Die mutmaßlichen Opfer werden in den Schreiben aufgefordert, die Summe binnen acht Tagen zu zahlen. Andersfalls würden weitere rechtliche Schritte drohen. Viele der Betroffenen erklärten indes, niemals angerufen bzw. eine Dienstleistung in Anspruch genommen zu haben. Allerdings erhielten viele der Betroffenen einen Anruf in Abwesenheit und riefen nach eigener Aussage auch zurück. Erreicht hätten sie dann niemand. Die Verbraucherzentrale bestätigte, dass es in der Vergangenheit ein ähnliches Procedere gegeben hat. Sie rät jenen, die mit Sicherheit keine Telefonsex-Dienstleistung in Anspruch genommen haben, auch nicht zu zahlen. Betroffene sollten allerdings unbedingt den Einzelverbindungsnachweis auf die angemahnte Telefonverbindung hin prüfen. Taucht die Verbindung dort nicht auf, solle man die Forderung mit Einwurf-Einschreiben zurückweisen und die Firma gleichzeitig auffordern, den Beweis für den angeblichen Vertrag zu erbringen.

Zuletzt aktualisiert: 26. September 2011, 16:36 Uhr

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