Billhardts Sibirien 1964 Industrie und Gesellschaft

Studenten auf Lkw
Neulandfahrer in der Tartarenrepublik Zelinograd: Studenten fahren als freiwillige Helfer in das ölreiche Hinterland, um dort Städte zu bauen. Billhardt hat sich für dieses Foto aus einem langweiligen Vortrag geschlichen, um "das Leben zu zeigen, wie es wirklich ist". Bildrechte: CameraWork
Bratsker Staudamm von oben
Thomas Billhardt ist immer auf der Jagd nach dem spektakulärsten Blick – und wagt sich dabei in hoch hinaus auf die wackeligsten Baukräne. Und das, obwohl er nicht schwindelfrei ist. Bildrechte: CameraWork
Wasser bricht aus Staudamm.
Wassermassen strömen aus dem Staudamm von Bratsk – das damals größte Wasserkraftwerk der Welt. Bildrechte: CameraWork
Staudamm von unten
Der Bratsker Staudamm von unten. Zwei Jahre später hat dieser Staudamm - einer der größten der Welt - schon Strom produziert. Die Energie der sibirischen Ströme Ob, Jenissei, Lena und Amur wurde in den 1950er- und 1960er-Jahren mit zahlreichen Staudämmen gebändigt und für den Aufbau neuer Industrien genutzt. Bildrechte: CameraWork
Delegation steht auf Staudamm
Hoch oben auf dem Bratsker Staudamm steht die Delegation der DDR, um sich den industriellen Wandel der Sowjetunion anzuschauen. Hier wird die Angara zu einem riesigen See gestaut. Bildrechte: CameraWork
Strommasten am Staudamm Bratsk
Riesige Strommasten sprießen aus der roten Heidelandschaft in der sibirischen Taiga. Für Thomas Billhardt ist dieses Foto ein Symbol für den kommunistischen Aufbau und Lenins These: "Kommunismus = Sowjetmacht + Elektrifizierung." Es ist eines der ersten Farbfotos des Fotografen. Bildrechte: CameraWork
Studenten auf Lkw
Neulandfahrer in der Tartarenrepublik Zelinograd: Studenten fahren als freiwillige Helfer in das ölreiche Hinterland, um dort Städte zu bauen. Billhardt hat sich für dieses Foto aus einem langweiligen Vortrag geschlichen, um "das Leben zu zeigen, wie es wirklich ist". Bildrechte: CameraWork
Studentenzeltstadt in Neuland
Eine Zeltstadt irgendwo mitten in der Einöde von Neuland. Hier leben die Studenten, die in der ölreichen Region Felder bestellen und das wilde Land urbar machen sollen. Bildrechte: CameraWork
Transsibirische Eisenbahn
Eine Bahnschaffnerin steht vor der Transsibirischen Eisenbahn und lächelt stolz in die Kamera. Im Hintergrund ein sowjetischer Soldat. Bildrechte: CameraWork
Arbeiter im Stahlwerk
Zwei junge Arbeiter in einem russischen Stahlwerk. Ein Symbol der Zukunft. Bildrechte: CameraWork
Elitesoldat bei Moskau
Ein junger Soldat bei einer Eliteeinheit, die die Delegation auf dem Rückweg nach Moskau besuchte. Thomas Billhardt ist beeindruckt von seinem selbstbewussten Lächeln. "In der DDR lebten die sowjetischen Soldaten isoliert in den Kasernen und wurden bei offiziellen Veranstaltungen immer mit DDR-Soldaten auf Fotos gestellt, um die deutsch-russische Freundschaft zu zeigen. Dabei wussten die jungen, schüchternen Menschen gar nicht, wie ihnen geschieht. Und dann wurden sie schon zurück in ihre Kasernen geschickt. Dieser Mann hier, der lächelt selbstsicher, das ist nicht so verlogen. Bildrechte: CameraWork
Reimann mit Kalaschnikow
Schriftstellerin Brigitte Reimann, eine überzeugte Pazifistin, wagt sich an eine schwere Kalschnikow. Bei einem Besuch einer sowjetischen Militär-Eliteeinheit gehörte es zum spaßigen Programmpunkt, sich an die Waffen zu wagen und auf Attrappen in der endlosen Wildnis zu schießen. Thomas Billhardt: "Wir haben jeden Spaß mitgemacht." Bildrechte: CameraWork
Lagerfeuerromatik
Thomas Billhardt fotografiert die schönen Banalitäten des Alltags. Ein Mann grillt einen Fischspieß. Lagerfeuerromantik anstelle von sozialistischem Stahlarbeiterimage, auch wenn das Bild schon fast so anmutet. "Stahlarbeiter habe ich so viele fotografiert, das war Pflicht. Die haben dann extra für die Fotografen posiert und gezeigt, wie toll der Sozialismus ist. Das mochte ich überhaupt nicht." Bildrechte: CameraWork
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