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Schatten der Vergangenheit : Bürgerrechtler und ihre Akten

Gerd Poppe, Bundestagsabgeordneter der Grünen, war am 02.01.1992 neben anderen prominenten Besuchern in die Bundesbehörde zur Verwaltung der Stasi-Akten gekommen, um seine Akte einzusehen, die unter dem Namen "Zirkel" angelegt war. Jeder Bürger hat laut Gesetz das Recht, vom Bundesbeauftragten Auskunft darüber zu verlangen, ob in den erschlossenen Unterlagen Informationen zu seiner Person enthalten sind. Rechte: dpa

Der Bürgerrechtler Gerd Poppe, der mit Robert Havemann und Wolf Biermann befreundet gewesen war, der für Untergrund-Zeitschriften geschrieben und in seiner Wohnung im Berliner Prenzlauer Berg legendäre Lesungen verbotener Autoren veranstaltet hatte, musste nach einer ersten Einsicht in seine Stasi-Akten im Januar 1992 feststellen, dass ihn seit 1970 mehr als 40 Stasi-Spitzel quasi rund um die Uhr überwacht hatten.

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