Als Stadtbezirksbürgermeister von Berlin-Treptow bekommt Günter Polauke im "Roten Rathaus" kurz vor der Wahl einen geheimen Zettel, auf dem bereits das Wahlergebnis steht.
Am 7. Mai 1989 fälscht die SED die Ergebnisse der Kommunalwahl. Doch Bürgerrechtler in der ganzen Republik zählten nach Schließung der Wahllokale mit.
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Bürgermeister Günter Polauke muss sich am 7. Mai 1989 entscheiden, ob er das geforderte oder reale Wahlergebnis weiterleitet. Er meldet die von der Partei geforderten Zahlen.
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In der "Aktuellen Kamera" verkündet Egon Krenz das "eindrucksvolle Votum" für die Kandidaten der Nationalen Front: 98,85 Prozent Ja- und "nur" 1,15 Prozent Gegenstimmen.
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Tobias Hollitzer bekommt am 7. Mai 1989 Besuch von "Wahlschleppern", die ihn zur Stimmabgabe bewegen wollen. Statt zu wählen, will er die Stimmauszählung beobachten.
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Matthias Klipp war 1989 "Kandidat der Nationalen Front". Aber er kandidierte für eine oppositionelle Bürgerinitiative. So etwas hatte es nie zuvor gegeben.
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Der Berliner Matthias Klipp ist der erste unabhängige Abgeordnete der DDR. Er hat sich über den Wohnbezirksausschuss unter die "Kandidaten der Nationalen Front" gemogelt.
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Nach dem Ende der DDR
Modrow: "Kein gerechtes Urteil"
Wegen seiner Verstrickung in die Wahlfälschungen im Mai 1989 wird Hans Modrow, der vorletzte Regierungschef der DDR, 1995 zu neun Monaten auf Bewährung verurteilt.
Die Bürgerrechtler waren die Helden der Friedlichen Revolution vom Herbst 1989. Am Ende blieben jedoch die Gruppen, die sich keine starken Partner im Westen suchten, auf der Strecke.
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In der DDR kursierten seit Mitte der 1960er Jahre Diskussionspapiere zur Kriegsdienstverweigerung. Daraus entstand eine nicht staatlich kontrollierte Friedensbewegung. Deren Symbol war "Schwerter zu Pflugscharen".
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