1. FC Lokomotive Leipzig

Fußballbilder aus dem TV der DDR
Bildrechte: Fußballpanorama | 07.06.1981
alte Tv Bilder Fußball, DDR emblem 1. FC Lokomotive Leipzig
Bildrechte: Sport aktuell | 12.08.1984

Lok-Spieler im Porträt

Legenden des 1. FC Lokomotive Leipzig

René Müller, Lok-Torwart
René Müller In den 1980er-Jahren zählte René Müller – 46-facher Nationalspieler und zweimaliger "Fußballer des Jahres" der DDR – zu den besten Torhütern der Welt. In die Herzen von 110.000 Lok-Fans im Leipziger Zentralstadion spielte er sich im April 1987 beim Elfmeterscheißen im Halbfinalrückspiel im Cup der Pokalsieger gegen Girondins Bordeaux: Zunächst hielt Müller zwei Elfmeter, dann verwandelte er den letzten und alles entscheidenden sicher – er drosch den Ball ins linke obere Eck. Lok stand im Finale. (Aufnahme von 1987) Bildrechte: Deutsches Rundfunkarchiv
René Müller, Lok-Torwart
René Müller In den 1980er-Jahren zählte René Müller – 46-facher Nationalspieler und zweimaliger "Fußballer des Jahres" der DDR – zu den besten Torhütern der Welt. In die Herzen von 110.000 Lok-Fans im Leipziger Zentralstadion spielte er sich im April 1987 beim Elfmeterscheißen im Halbfinalrückspiel im Cup der Pokalsieger gegen Girondins Bordeaux: Zunächst hielt Müller zwei Elfmeter, dann verwandelte er den letzten und alles entscheidenden sicher – er drosch den Ball ins linke obere Eck. Lok stand im Finale. (Aufnahme von 1987) Bildrechte: Deutsches Rundfunkarchiv
Henning Frenzel, Lok-Spieler
Henning Frenzel Mal abgesehen von einem FDGB-Pokalsieg blieben Henning Frenzel mit seiner "Loksche", für die er von 1960 bis 1978 auflief, die großen Titel versagt. Dennoch zählte der filigrane Techniker und Mittelfeldstratege zu den besten Fußballern der DDR in den 60er- und 70er-Jahren. 1966 wurde er auch einmal Oberliga-Torschützenkönig. Sein Spiel, so schwärmten Sportjournalisten damals, lebe von der Improvisation und Überraschung und kenne keine taktischen Zwänge. (Aufnahme von 1977) Bildrechte: Deutsches Rundfunkarchiv
Frank Baum
Frank Baum Von 1978 bis 1989 war er Libero und unumstrittener Abwehrchef. "Sichel von Probstheida" wurde Frank Baum von den Lok-Fans wegen seiner forschen und wenig zimperlichen Arbeitsweise anerkennend genannt. Baum, dem der damalige Lok-Trainer Heinz Joerk eine "Fußballbesessenheit" attestierte, spielte 17 Mal in der Nationalmannschaft und gewann bei den Olympischen Spielen 1980 mit der DDR-Auswahl die Silbermedaille. (Aufnahme von 1987) Bildrechte: DRA
Wolfram Löwe
Linksaußen Wolfram "Wolle" Löwe, der von 1964 bis 1980 für die Blau-Gelben spielte, war in seinen besten Tagen der schnellste Stürmer der Oberliga. Fast blind harmonierte er mit seinem Freund Henning Frenzel. "Wir sind wie ein linkes und rechtes Bein", sagte er einmal. International für Furore sorgte Löwe 1969 in einem Länderspiel der DDR gegen Italien, als er 90 Minuten lang "ganz ohne Sche"" an dem Weltklasseverteidiger Facchetti "vorbeirannte, dribbelte und stürmte". Als einziger Lok-Spieler war Wolfram Löwe bei der WM 1974 in der Bundesrepublik. Zwei Jahre später gewann er mit der Nationalelf die Goldmedaille bei den Olympischen Spielen in Montreal. (Aufnahme von 1980) Bildrechte: dra
Dieter Kühn, Lok-Spieler
Dieter Kühn Er galt als das "Kopfballungeheuer" der "Loksche", obwohl er eher klein geraten war und den Spitznamen "Zwecke" trug. Kühn hatte das Manko mit einer gewaltigen Sprungkraft ausgleichen können. 1980 war Kühn, der als 18-jähriger 1974 sein erstes Oberligaspiel bestritten hatte, sogar Torschützenkönig der Oberliga geworden. Sein letztes Spiel bestritt Dieter Kühn, der mit der DDR-Nationalelf 1980 in Moskau die Silbermedaille gewonnen hatte, im Oktober 1988. Vor über 80.000 Zuschauern spielte Lok im Europapokal der Pokalsieger gegen den SSC Neapel, die Mannschaft von Diego Maradona. Das Spiel endete 1:1. (Aufnahme von 1978) Bildrechte: Deutsches Rundfunkarchiv
Joachim Fritsche, Lok-Spieler
Joachim Fritsche Er war einer von drei Lok-Spielern, die bei der WM 1974 in der Bundesrepublik dabei waren. Wegen einer Trainingsverletzung konnte Fritsche aber keine einzige Minute spielen. Und so zählen zwei FDGB-Pokalsiege und das Erreichen des Halbfinales im UEFA-Pokal 1974 zu den Sternstunden des rechten Verteidigers, an dem die gegnerischen Stürmer nur schwer vorbeikamen und der überdies einen strammen Schuss hatte. (Aufnahme von 1971) Bildrechte: Deutsches Rundfunkarchiv
Werner Friese, Lok-Spieler
Werner Friese Seinen spektakulärsten Arbeitstag hatte Torwart Werner Friese am 20. März 1974 im Rückspiel des Europapokal-Viertelfinales gegen Ipswich Town im Leipziger Zentralstadion. Nachdem es in der regulären Spielzeit keine Entscheidung gegeben hatte, kam es zum Elfmeterschießen. Friese hielt drei Elfmeter und verhalf seiner Mannschaft so zum Einzug ins Halbfinale. Das war – neben einem Triumph im FDGB-Pokal - gleichzeitig auch einer der größten Erfolge Werner Frieses, der als einer der besten Keeper des Landes galt. In der Nationalelf kam er jedoch nie zum Einsatz – Jürgen Croy war die unangefochtene Nummer Eins. Und so saß Friese auch während der Weltmeisterschaft 1974 in der BRD nur auf der Ersatzbank. 1979, mit 33 Jahren, machte Werner Friese Platz für seinen Nachfolger René Müller. Friese studierte an der DHfK und arbeitete später als Torwarttrainer, unter anderem bei Rot Weiß Erfurt, Bayer Leverkusen und Eintracht Frankfurt. (Aufnahme von 1971) Bildrechte: Deutsches Rundfunkarchiv
Matthias Lindner, Lok-Spieler Lok
Matthias Lindner Er sei ein sehr guter Spieler, lobte Stürmerstar Marco van Basten von Ajax Amsterdam seinen Gegenspieler im Finale des Cups der Pokalsieger 1987, Matthias Lindner. Einmal allerdings unterlief dem Lok-Verteidiger ein winziger Fehler und van Basten erzielte das einzige und alles entscheidende Tor der Partie. Solche Weltklassespieler haben eben immer noch einen Trick auf Lager, meinte der damals gerade erst 21-jährige Lindner, der später noch 22 Länderspiele für die DDR und mit dem VfB Leipzig 1994 eine Bundesligasaison bestritt, nach dem Finalspiel von Athen zerknirscht. (Aufnahme von 1987) Bildrechte: Deutsches Rundfunkarchiv
Matthias Liebers
Matthias Liebers "Ich war nur der Wasserträger, durfte aber bis zum Schluss spielen", erinnerte sich Matthias Liebers stolz an seinen ersten Oberligaeinsatz 1977. Doch schon ein Jahr später war der gerade einmal 20-jährige Liebers Motor des Leipziger Spiels, wobei er kein eleganter Regisseur war, sondern eher mit Kraft, Dynamik und enormer Laufbereitschaft agierte. "Ist immer unterwegs, macht immer Tempo", hieß es in einer Vereinspublikation über Liebers. Als der VfB Leipzig 1993 den Aufstieg in die Bundesliga schaffte, gehörte der mittlerweile 35-jährige Liebers, der für die DDR 59 Länderspiele absolviert hatte, immer noch zur Stammelf. "Er ist ein Mann, der alles kann", begründete Trainer Jürgen Sundermann sein Festhalten an dem Routinier. Erst 1996 beendete Matthias Liebers seine Karriere. (Aufnahme von 1996) Bildrechte: DRA
Heiko Scholz
Heiko Scholz Der Mittelfeldspieler war im Frühjahr 1991 der erste Millionen-Transfer in der Oberliga – für exakt eine Million Mark wechselte der Nationalspieler vom FC Lok, für den er vier Jahre lang im Einsatz gewesen war und mit dem er unter anderem den FDGB-Pokal gewonnen hatte, zur SG Dynamo Dresden. Später spielte Scholz noch sehr erfolgreich für Bayer Leverkusen und Werder Bremen und kam 1992 gar zu einem Einsatz in der deutschen Nationalelf. (Aufnahme von 1986) Bildrechte: DRA
Uwe Zötzsche
Uwe Zötzsche Die Hochachtung der Lok-Fans erspielte sich Uwe Zötzsche – 33-facher Nationalspieler und von 1979 bis 1990 in Diensten der Blau-Gelben - am 22. April 1987 im Leipziger Zentralstadion. In der Verlängerung des Halbfinalspiels im Cup der Pokalsieger gegen Girondins Bordeaux verschoss Zötzsche einen Elfmeter, der das Spiel für die Leipziger hätte entscheiden können. "Mir versagten einfach die Nerven", gab der linke Verteidiger später unumwunden zu. Beim anschließenden Elfmeterschießen bewies Zötzsche dann Mut. Er lief erneut an – und traf. Am Ende gewann Lok und erreichte das Finale. (Aufnahme von 1986) Bildrechte: DRA
Ronald Kreer
Ronald Kreer Der schmächtige, aber drahtige und ungemein zähe Ronald Kreer spielte von 1978 bis 1992 als Vorstopper bei den Probstheidaern. Fußballfachleuten galt der 1959 geborene Kreer in den 1980er-Jahren gar als einer der besten Verteidiger Europas. Loks Anhang sprach anerkennend vom "Abwehrvieh". 65 Mal wurde Ronald Kreer in die DDR-Nationalmannschaft berufen und ist damit der Lok-Spieler mit den meisten Länderspieleinsätzen. (Aufnahme von 1983) Bildrechte: DRA
Manfred Geisler
Manfred Geisler Manfred "Männe" Geisler war ein "Abwehrrecke" par excellence: zäh, kompromisslos und ehrgeizig. 17 Jahre lang versah er zuverlässig seinen Dienst auf der linken Verteidigerposition: das erste Spiel für die Blau-Gelben bestritt er 1959, das letzte 1976, als bereits 35-Jähriger. Seinen größten Erfolg feierte Geisler aber mit der Nationalelf – 1964 gewann er mit ihr beim olympischen Fußballturnier in Tokio die Bronzemedaille. (Aufnahme von 1967) Bildrechte: DRA
Peter Gießner, Lok-Spieler
Peter Gießner Nachdem der großgewachsene und knochige Peter Gießner von 1963 bis 1975 Loks Abwehr dirigiert und lange Jahre auch das Amt des Mannschaftskapitäns inne hatte, wurde er gleich nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn zum Vereinspräsidenten berufen. Mehr als 15 Jahre lang füllte Gießner das Amt mit straffer Hand aus. Von Seiten des Lokalrivalen Chemie wurde ihm dabei immer vorgeworfen, dass er stets versuche, die besten Leutzscher Spieler zu Lok zu holen - ein durchaus berechtigter Vorwurf. 1989 strebte Gießner eine Fusion der beiden Leipziger Clubs an, doch daraus wurde nichts. Peter Gießner, der von 1998 bis 2002 dem inzwischen zum VfB umgetauften Verein noch einmal als Präsident vorstand, starb 2003, an seinem 62. Geburtstag. (Aufnahme von 1980) Bildrechte: Deutsches Rundfunkarchiv
Bernd Hobsch
Bernd Hobsch In der Knabenelf des MAB Schkeuditz erzielte der 1968 geborene Bernd Hobsch in einer Saison einmal 104 Tore. Von einer Mittelstürmerkarriere träumte er allerdings nie. Stattdessen absolvierte der robuste junge Mann später eine solide Maurerlehre und kickte nebenbei als Torjäger bei der BSG Chemie Böhlen. Als Lok Leipzig 1987 ein Stürmer fehlte, wurde Hobsch verpflichtet. Und der enttäuschte die in ihn gesetzten Hoffnungen nicht. 1992 lockte Otto Rehhagel den Mittelstürmer mit der Zusicherung: "Wenn du mitkommst, spielst du auch immer!", vom VfB Leipzig nach Bremen. Hobsch war tatsächlich vom ersten Tag an Stammspieler, feierte mit Werder eine Meisterschaft und einen Pokalsieg und absolvierte ein Länderspiel mit der DVB-Auswahl. 2001 beendete Bernd Hobsch seine Karriere beim 1. FC Nürnberg. (Aufnahme von 1993) Bildrechte: DRA
Olaf Marschall, Lok-Spieler
Olaf Marschall Er war erst 17, als er 1983 zum ersten Mal für Lok in der Oberliga spielte. Ein Jahr später wurde der talentierte Stürmer mit dem markanten Lockenkopf bereits in die Nationalelf berufen. 1990 ging Marschall, der mit Lok zweimal Pokalsieger und Vizemeister geworden war, zu Admira/ Wacker Wien, später zu Dynamo Dresden und schließlich, 1994, für 2,8 Millionen Mark, zum FC Kaiserslautern – der teuerste Einkauf, den die Pfälzer bis dahin getätigt hatte. Marschall, großes Vorbild eines gewissen Miroslav Klose, schoss Kaiserslautern später zu Meisterschaft und Pokalsieg und erzielte 1998 mit einem spektakulären Fallrückzieher das "Tor des Jahres". 2002 verließ Marschall, der 13 Mal für die DFB-Auswahl aufgelaufen und an der WM 1998 teilgenommen hatte, Kaiserslautern und ließ seine Laufbahn in Katar ausklingen. "Ich hatte eine gute Karriere und ein schönes Leben", resümierte er zufrieden. (Aufnahme von 1984) Bildrechte: Deutsches Rundfunkarchiv
Alle (17) Bilder anzeigen
Fußballbilder aus dem Tv der DDR
Bildrechte: dra
Fußballbilder aus dem Tv der DDR
Bildrechte: Fußballpanorama | 13.02. - 11.09.1977

"Forsch und ehrgeizig", beschreibt Lok-Trainer Heinz Joerk den 23-jährigen Frank Baum - von seinen Fans auch "die Sichel von Probstheida" genannt.

So 31.08.1980 22:41Uhr 01:24 min

http://www.mdr.de/damals/archiv/video91156.html

Rechte: Deutsches Rundfunkarchiv

Video
Fußballbilder aus dem Tv der DDR
Bildrechte: Fußballpanorama | 13.02. - 11.09.1977

Cup der Pokalsieger 1987

Fußballbilder aus dem Tv der DDR
Bildrechte: Fußballpanorama | 1987 Sammelband

Trainer und Stürmer im Interview Im Finale gegen Ajax

Im Finale gegen Ajax

In der 21. Minute schoss Marco van Basten das goldene Tor gegen Lok. Nach dem Spiel zollte er den Leipzigern seinen Respekt: "In der zweiten Halbzeit haben sie besser gespielt."

Mi 13.05.1987 22:24Uhr 04:04 min

http://www.mdr.de/damals/archiv/video91152.html

Rechte: Deutsches Rundfunkarchiv

Video