Kinder des Ostens

"Kinder des Ostens" : Ihre Anregungen, Meinungen & Geschichten

Siegfried aus Vogelsberg schrieb uns am 29. März:

Sehr geehrte Damen und Herren,

leider habe ich keinen Kontakt zur Dokumentation "Kinder des Ostens" gefunden. Darum möchte ich meine Anfrage hier stellen und bitte Sie um Weiterleitung an die zuständigen Mitarbeiter. Vielen schon jetzt dafür! Mit Interesse habe ich bisher die Dokumentation "Kinder des Ostens" verfolgt! Manche Darstellung ist sehr weitschweifig und weicht vom eigentlichen Thema, von  der Zeit des Ostens ab! Weiterhin stellen manche Aussagen nur Halbwahrheiten! Besonders verwundert mich das Zeigen einer Dokumentation "Kinder des Ostens" in einem 3. Programm der neuen Bundesländer! Wir wissen doch zum Thema bescheid; sind dort aufgewachsen. Ich selbst bin Jahrgang 1950. Wann dürfen wir eine  Dokumentation "Kinder des Westens" in einem 3. Programm der neuen Bundesländer erwarten? Ein Wunschthema oder besser Idee hätte ich für eine möglicherweise neue Dokumentation "Frauen damals in West und Ost"!?

Mit freundlichen Grüßen
Siegfried


Tom aus Berlin schrieb uns am 29. März:

Hallo,

als "Kind des Ostens" habe ich die Schule bei Weitem nicht so erlebt, wie in dem Beitrag geschildert. Vielmehr ist es meine Auffassung, daß auch heute die POS ihre Berechtigung in unserem Schulsystem hätte. Anstatt die Schüler zu Opfern immer neuer pädagogischer Versuche und Reformen zu machen, sollte man doch eher den geraden Weg wählen. Sicher ist es heute nicht mehr politisch korrekt, irgendwas aus der DDR-Vergangenheit gut zu finden. Aber bittere Erfahrung mit dem derzeitigen Schulsystem lassen den Schluß zu, daß nicht alles am Schulsystem der ehemaligen DDR schlecht war. Vielleicht sind einige "Überflieger" nicht ausreichend gefördert worden (das werden sie auch heute nicht), aber das Bildungsniveau war um Klassen besser als es das heute ist!

MfG, Tom


Günther aus Reuth schrieb uns am 28. März:

Hallo,

ich muss leider feststellen, dass die Sendung über das Bildungswesen der toten DDR sehr oberflächlich gestaltet wurde. Diese ist bestimmt von einem "Wessie" produziert worden! So kam es uns hier im kleinen vogtländischen Reuth vor! Die Macher hatten keinen Bezug zum Thema! Die wirkliche Bildung fand keinen Platz, es ist quer Beet alles politisiert dargestellt gewesen! Wir sind enttäuscht! Unsere Allgemeinbildung und auch die handwerklichen Fähigkeiten haben uns im Leben weiterbracht und auch die Machenschaften nach der Wende zu überstehen! Wir haben jetzt den Kapitalismus wie wir ihn in der Theorie in dieser Schule gelernt haben -- hart u. erbarmungslos -- nur das Geld zählt und der Mensch bleibt auf der Strecke! Ich könnte hier Seiten schreiben!


Sven aus Kühlungsborn schrieb uns am 28. März:

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich sehe Ihre Sendung und muss Ihnen mitteilen: ich bin 2 Mal von der Schule geflogen, vom Sportlehrer verprügelt worden, vom Hausmeister (VP-Helfer) außerhalb der Schule verfolgt. Mein gesamter Bildungsweg ist versaut worden. Ich bin heute davon überzeugt, dass das alles passiert ist, weil mein Vater in der falschen Partei war. Sie müssten schon mindestens 20 Jahre senden, um die Hälfte der Meschen zeigen zu können.

Danke, Sven


Jana aus Lübeck schrieb uns am 28. März:

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit Begeisterung habe ich die Dokumentationsreihe "Kinder des Ostens" am gestrigen Abend verfolgt. Nun ist meine Frage, als Kind des Ostens, kann man diese Dokumentation auch als DVD Reihe erhalten. Für eine kurze Antwort wäre ich Ihnen dankbar und verbleibe

mit freundlichen Grüßen
Jana


Liebe Jana,

gute Nachricht: Ja, es wird eine DVD zur Doku-Reihe "Kinder des Ostens" geben. Allerdings ist die derzeit noch in Produktion. Sie wird voraussichtlich Ende Juni unter anderem auch im MDR-Shop erhältlich sein.

Mit freundlichen Grüßen
die Damals-im-Osten-Redaktion


Claudia aus Aachen schrieb uns am 27. März:

Habe heute den 2. Teil der Doku gesehen. Echt gut u sehr identisch. Im Übrigen gefällt mir Euer Logo ganz toll. Gibt es davon einen aufkleber? Macht weiter so. Bin auch ne OSSI, bin im Eichsfeld im sogenannten Sperrgebiet aufgewachsen. Könnte auch ein Buch darüber schreiben.

claudia.


Brigitta Elisabeth aus Potsdam schrieb uns am 27. März:

Ich, ('49), im Westen in den 60-er die Losung "Bildungschancen für alle" wahrnemend, lebe als Ärztin seit einem halben Jahr von Berlin "übergesiedelt", ganz bewusst aus berufspolitischen Gründen in Potsdam, Kirchsteigfeld und habe mich in den Erzählungen - insbesondere von Jakob wiedererkannt. Damals, als das nicht so "hinhauen" wollte mit meiner Schulbildung - Arbeiterkind einer kinderreichen Familie, wollte ich ca. 17-jährig "nach drüben". Heute endlich habe ich es geschafft und fühle mich sehr wohl und befasse mich wie eh und je mit "kindlichen Entwicklungsmöglichkeiten" im gesamtgesellschaftlichen Zusammenhang.

M.f.G. B.E.G.


Tino aus Leipzig schrieb uns am 27. März:

Hallo MDR Team,

hab soebend Ihre Sendung gesehen, sehr schöne sendung. Auch ich habe damals mitgemacht bei "Machs mit, machs nach machs besser", hab sogar die Urkunde noch. Das war aber damals in Magdeburg, da ich 2008 hergezogen bin. Aber es war nicht alles so rosarot, ich hatte eine echt beschissene Kindheit mit den DDR-Staat. Ich bin nie sitzengeblieben, und bin doch auf eine Sonderschule, ohne ersichtlich Grund gekommen. Dann bin ich in ein Spezialkinderheim nach Calbe gekommen. Dieser schlimme DDR-Staat zieht sich bis heute wie ein Roter Faden durch mein Leben, aber es gab auch mal Lichtblicke ..... Ach, ich könnte soviel erzählen.

Liebe Grüße und weiter so
Tino


Heinz aus Waldburg schrieb uns am 27. März:

Ihre Sendung über die Schule in der DDR ist teilweise ein Beitrag zur DDR-Nostalgie. Vor allem lassen Sie ohne kritische Kommentierung Repräsentanten des DDR-Systems propagandistisch zu Wort kommen. Kein Wort über die Diskriminierung der Schüler bürgerlicher Herkunft beim Übergang zur Oberschule trotz guter Leistungen.


Olaf aus Penig schrieb uns am 14. März:

Ich finde, es wird sehr viel Falsches über die Mitarbeiter des MfS gesagt und geredet. Und Stasi ist nicht gleich Stasi und ich bin immer noch sehr stolz auf meinem Vater, der auch beim MfS war. Ich hatte eine sehr glückliche Kindheit und mein Vater war überaus liebevoll und für uns, seine Familie mit 4 Kindern, hat er das Letzte gegeben. Und ganz ehrlich: In der DDR habe ich 1000 x glücklicher gelebt als jetzt. Also bitte nicht nur das Schlechte über die Stasi berichten.

Mit freundlichen Grüßen
Olaf

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Frank aus Augustusburg schrieb uns am 14. März:

Diese einseitige Betrachtungsweise zum Thema "Bildung in der DDR" spiegelt den Zustand des Gesellschaftssystems wider, in dem wir leben. Oberflächlich, strotzend vor Halbwahrheiten und geschichtsverzerrend. Die sehr merkwürdige Betrachtungsweise "Ferienlager in der DDR" spricht Bände. Immerhin sind Menschen aus dem Bildungssystem der DDR hervorgegangen, die eine friedliche Revolution zustande gebracht haben, ohne Tote!! Das schafft nicht mal eine "Liebesparade" in Duisburg. Leider hat sich bei Vielen die Bildung der letzten zwanzig Jahre an die neuen Fernseher angepasst.

Mit freunlichem Gruß, Frank

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Horst aus Quitzdorf am See schrieb uns:

Eure Dokumentation ist gut, aber ich finde, man sollte nicht nur das Gute sehen. Aber was ist mit den Kindern geworden, die man in Heime gesteckt hat? Ich bin auch in Kinderheimen groß geworden.Ich hatte schöne Heime, aber auch solche, die nicht gut waren. Das Traurige dabei ist, dass es Ämter gibt, die heute noch der Meinung sind, geht es nicht nach Vorstellung des Amtes, das Kind muss ins Heim. Auch meinem Jungen, 10 Jahre alt, ist es jetzt gerade so ergangen. Ich fühle mich total hilflos und hintergangen. Ich würde mich sehr freuen, Eure meinung auch mal zu diesem Abschnitt der DDR-Geschichte zu hören oder zu sehen. Da ich es am eigenen Leib erfahren habe, würde ich euch gern mehr darüber erzählen.

MIT FREUNDLICHEM GRUß  HORST

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Herr C. aus Jahnsdorf schrieb uns am 12. März:

Guten Abend,

ich bin Jahrgang 1954, aufgewachsen in Oelsnitz/Erz., als Kind war ich Pionier, FDJler und später Mitglied der Partei. Die Kind-und Jugendzeit war unbeschwert und schön. Wir haben auch viel Blungödsinn gemacht, aber die Zeit hatte gute und schlechte Seiten. Ich konnte alles nutzen, Ferienspiele für 1,- Mark für Essen, Kino usw. Ferienlager für 12,- Mark mit Vollverpflegung. Ich wünsche mir, die Berichterstattung nicht mit den jetzigen gesellschaftlichen Verhältnissen zu vergleichen. Es bleiben immer nur die schönen Dinge in Erinnerung. Die Medaille hat zwei Seiten. Ich denke, viele Menschen der fünziger Jahre-Generation werden an die schönen Erlebnisse in der damaligen DDR denken.

Mit freundlichen Grüssen
C.


Tino aus den Niederlanden schrieb uns am 9. März:

Tolle Idee, diese Webseite zu gestalten. Selbst 1967 in der DDR geboren, ist es wie eine Reise in die Vergangenheit. Alfons Zitterbacke, Benno Pludra usw. alles Dinge, an die ich lange nicht mehr dachte. Um so erstaunlicher ist es festzustellen, dass man nichts vergessen hat. Viele Dinge wurden im Osten verflucht, aber als Kinder hatten wir ohne diesen Materialkonsum eine Freiheit, die ich mir heute für meinen eigenen Sohn wünschen würde.

Mit freundlichen Gruessen
Tino


Zuletzt aktualisiert: 29. März 2012, 16:26 Uhr

Teil 1: Meine Eltern

Der erste Teil der Dokumentationsreihe blickt auf die Beziehung von Kindern und Eltern. Sehen Sie die Folge im DokuPlayerXXL mit zahlreichem Bonusmaterial. Videos, Fotos und andere Hintergründe gewähren tiefere Einblicke.

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