DOK Leipzig 2011 : Goldene und Silberne Tauben verliehen
Die Preise bei DOK Leipzig sind vergeben. Die Goldenen Tauben in den internationalen Dokumentarfilm-Wettbewerben gehen nach Mexiko, Israel und Großbritannien. Bester deutscher Film ist "Louisa" von Katharina Pethke.
Bei der feierlichen Abschlussveranstaltung des 54. Internationalen Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm sind die Preise vergeben worden. Die Goldene Taube für lange Dokumentarfilme ging an Tatiana Huezo aus Mexiko für ihren Film "The Tiniest Place". Eine Silberne Taube erhielt der polnische Filmemacher Wojciech Staroń für den Film "Argentinean Lesson". Mit einer Goldenen Taube für den besten deutschen Dokumentarfilm wurde Katharina Pethke für ihren Beitrag "Louisa" geehrt. Eine Talenttaube für den besten Nachwuchs-Dokumentarfilm wurde an Tamar Tal aus Israel für "Life in Stills" vergeben. Die Internationale Jury für Animationsfilm vergab eine Goldene Taube an den Briten Will Anderson für "The Making of Longbird" und eine Silberne Taube an Daniela Krajčová aus der Slowakei für den Film "Blue Red".
Der mit 3.000 Euro dotierte MDR-Preis für einen herausragenden osteuropäischen Dokumentarfilm ging in diesem Jahr an die russische Produktion "I Will Forget This Day" von Alina Rudnickaja. Bei der Abschlussveranstaltung im Leipziger Centraltheater wurden zudem weitere Preise vergeben, unter anderem von der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, dem Filmjournalistenverband FIPRESCI und der Ökumenischen Jury. Das Festival selbst geht noch bis Sonntag. Dann werden noch einmal alle Preisträgerfilme gezeigt.
So viele Besucher wie noch nie
Die Besucherzahlen konnten auch in diesem Jahre wieder gesteigert werden. Mit 38.000 Zuschauern wurde ein neuer Rekord erreicht. "Es war eine sehr gute Woche, die Kinos waren rappelvoll, sogar Zehn-Uhr-Vorstellungen waren ausverkauft", sagte Festivalchef Claas Danielsen, der sich von der großen Zahl junger Festivalbesucher beeindruckt zeigte. Nach seiner Ansicht nimmt die Bedeutung von Dokumentarfilme immer weiter zu: "Der Bedarf an Dokumentarfilmen, die uns ein tiefes Verständnis der Welt und der Zeit, in der wir leben, vermitteln, ist enorm – und er wächst stetig."
Neue Rekorde
In diesem Jahr wurden bei DOK Leipzig 341 Filme aus 47 Ländern gezeigt. Eingereicht für den Wettbewerb wurden 3.012 Filme, eine neue Rekordzahl für das Festival. Schwerpunkte der Filme waren: Arbeit, Globalisierung, Migration, Demokratie, Umwelt und Unterdrückung. Insgesamt 45 herausragende Werke haben die Auswahlkommissionen für die vier Dokumentarfilm-Wettbewerbe ausgewählt, 32 für den Animationsfilm-Wettbewerb. Einen neuen Rekord hat DOK Leipzig auch bei der Höhe der Preisgelder zu vermelden: Insgesamt werden die Jurys 74.500 Euro vergeben.



