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DOK Leipzig | Interview : "Eines der wichtigsten Festivals"

Evelyn Fischer moderiert die DOK-Leipzig-Eröffnung

MDR-Moderatorin Evelyn Fischer wird dieses Jahr nicht nur für "artour" über das Leipziger Dokfestival berichten, sondern hat auch die feierliche Eröffnung des Festivals moderiert. Kurz vor Start nahm sie sich Zeit für unsere Fragen - und wir haben gemerkt: Diese Frau ist ein echter Dokfilm-Fan!

Evelyn Fischer

Frau Fischer, Sie moderieren in diesem Jahr die feierliche Eröffnung von DOK Leipzig. Als "artour"-Moderatorin ist Ihnen eine der wichtigsten Kulturveranstaltungen der Region sicher vertraut - und auch der MITTELDFEUTSCHE RUNDFUNK ist als Kooperations- und Medienpartner schon lange Unterstützer des Festivals. Ein gutes Paar?

Auf jeden Fall: Das Leipziger Dokfilmfestival ist ein cineastischer Höhepunkt. Es ist eins der wichtigsten Festivals dieser Art, und "artour" begleitet es jedes Jahr. Beides - das MDR-Kulturmagazin und DOK Leipzig - regt an, Geist und Seele. Das macht schlauer, macht auch Spaß und das Leben erfahrungsreicher!

Sie klingen ja richtig begeistert. Sie würden das Festival also empfehlen?

Ja. Ich denke, für Kinobesucher gibt keine bessere Möglichkeit, den Genres Dokumentarfilm und Animationsfilm so konzentriert zu begegnen - innerhalb einer Woche - wie jetzt in Leipzig und sie in allen Facetten zu erleben. Kino ist mehr als nur pures Unterhaltungs-Spektakel. Das Festival zeigt das, es bringt alle brennenden globalen Themen nach Leipzig, authentisch erzählt.

Bilder von der Eröffung

Dok Leipzig 2011 Eröffnung Dok Leipzig 2011 Eröffnung Kulturstaatsminister Neumann Dok Leipzig 2011 Eröffnung Claas Danielsen und Evelyn Fischer

Zur Eröffnung von DOK Leipzig trafen sich Filmfreunde aus der ganzen Welt. [Bilder]


Wie sehen Sie die aktuelle Situation des Dokumentarfilms?

Dokumentarfilme haben es in den letzten Jahren glücklicherweise geschafft, aus dem Nischen-Dasein ins Bewusstsein vieler Menschen zu rücken, mitsamt vieler Themen und Sichtweisen jenseits von Hollywood. Denken Sie an Michael Moores Filme "Bowling for Columbine", " Fahrenheit 9/11" oder "Sicko". Oder an Wim Wenders Filme wie "Buena Vista Social Club" - der ja für den Oscar nominiert war - und ganz aktuell "Pina", der gerade erst den Deutschen Filmpreis als bester Dokumentarfilm erhalten hat. Und außerdem sind beide in Leipzig vertretenen Genres überaus spannend: Dok- und Animationsfilme können Kunst sein und eine Plattform für neueste Techniken der Visualisierung.

Was verbinden Sie persönlich mit dem Leipziger Dokfestival?

Wenn ich an das Dokfilm-Festival in Leipzig denke, sehe ich sofort Picassos wunderschöne Taube vor mir, das einstige Symbol der Dokfilm-Woche, das es schon zu DDR-Zeiten gab. Seit einiger Zeit fand es eine moderne, etwas keckere Entsprechung. Nicht mehr so diffizil in der Wirkung, ein wenig offensiver und wohl zeitgemäßer.

Werden Sie es schaffen, das Festival in diesem Jahr auch privat zu besuchen? Welche Tipps haben Sie für User und Zuschauer?

Ich bin gespannt auf Beiträge über die arabische Revolution, von der die meisten hierzulande nur offizielle Nachrichten kennen. Und ich bin wieder sehr neugierig auf die deutschen Filme. Wenn ich es terminlich schaffe, will ich natürlich wissen, was es mit den "Pink Elephants" auf sich hat ...

Zuletzt aktualisiert: 19. Oktober 2011, 08:59 Uhr

Evelyn Fischer

Die gebürtige Weimarerin studierte zunächst Pädagogik, wechselte jedoch bald an die Leipziger Hochschule für Musik "Felix Mendelssohn Bartholdy", um Gesang zu studieren. 1992 wurde Evelyn Fischer Professorin an der HMT Leipzig, unterrichtet seitdem in den Fächern Jazz-, Pop- und Musical-Gesang, war mit verschiedenen Projekten international auf Tour, in Europa und Asien. Ein Lehrauftrag für Gesang führte sie Mitte der 90er-Jahre in die Jazzabteilung an die Hochschule für Musik "Franz Liszt" Weimar. Evelyn Fischer hat als Sängerin mehrere Solo-Alben veröffentlicht, arbeitet derzeit an einem neuen Album und als Vocal-Coach und Komponistin für Pop-Klassik-Projekte in der Schweiz und in Frankreich. Seit April 1997 moderiert Evelyn Fischer das Kulturmagazin "artour" im MDR FERNSEHEN, und seit 1998 den "Kulturreport" im Ersten, der heute "Titel, Thesen,Temperamente" heißt.

Evelyn Fischers Dokfilm-Tipps:

Pink Elephants (Animationsfilme & Party):

Pink Elephants ist die Nacht des unkonventionellen, intelligenten und außergewöhnlichen Animationsfilms.
Freitag, 21. Oktober, ab 22:00 Uhr, Centraltheater

Arabische Filme im "Internationalen Programm"

Täglich (Di-Sa) in CineStar und Passage Kinos Leipzig.

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