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Förderprogramm : Elf Millionen für Sachsen-Anhalts Dorfkirchen

Sachsen-Anhalt hat in den vergangenen fünf Jahren rund elf Millionen Euro in den Erhalt seiner Dorfkirchen gesteckt. Allein im zurückliegenden Jahr 2012 flossen nach Angaben des Agrarministeriums drei Millionen Euro in die Sanierung von Kirchen und kirchlichen Gebäuden im ländlichen Raum. 119 Kirchenbauvorhaben seien damit unterstützt worden. Insgesamt wurden seit 2007 in Sachsen-Anhalt mehr als 500 ländliche Kirchenobjekte mit Hilfe des Agrarministeriums saniert.

Aeikens betont identitätsstiftende Rolle

Die Dorfkirche Bergzow im Jerichower Land (Sachsen-Anhalt)
Auch die Sanierung der Dorfkirche in Bergzow im Jerichower Land wurde mit öffentlichen Mitteln gefördert.

Landwirtschaftsminister Hermann Onko Aeikens sagte anlässlich der Vorstellung der Bilanz am Freitag, mit den auch von der EU finanzierten Mitteln würden das Ortsbild prägende Kirchen oder historisch wertvolle Gebäude erhalten und gestaltet. Der CDU-Politiker unterstrich zudem die besondere identitätsstiftende Rolle von Kirchen und ihren Einrichtungen in ländlichen Regionen. Sie würden dazu beitragen, das dörfliche Gemeinschaftsleben und die Bindung der Bürger an ihren heimatlichen Lebensraum zu stärken.

Als Beispiel nannte das Agrarministerium die Sanierung der Kirche in Dabrun bei Wittenberg, die man mit 36.000 Euro unterstützt habe. Das Gebäude werde auch vom örtlichen Heimatverein unter anderem für Konzerte genutzt. Diese würden einen Publikumskreis anziehen, der weit über die Ortsgrenzen hinausgehe. Als Beleg für die überregionale Bedeutung geförderter Projekte wurde die Kirche in Unterrißdorf im Landkreis Mansfeld-Südharz genannt, die als eine bedeutende Station auf dem Lutherweg gilt.

Meiste Projekte im Landkreis Stendal

Die im Verhältnis meisten Kirchensanierungsprojekte wurden den Angaben zufolge im Landkreis Stendal unterstützt, wo allein 78 Dorfkirchen mit Unterstützung des Agrarministeriums erneuert wurden. Die Gesamtkosten für alle bisherigen Maßnahmen hätten bei rund 35 Millionen Euro gelegen, von denen das Ministerium mit besagten elf Millionen Euro rund ein Drittel getragen habe.

Zuletzt aktualisiert: 21. Dezember 2012, 17:56 Uhr

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