Echt

Echt | 17.01.2012 | 21:15 Uhr : Wo Fahrstühle entwickelt werden

In einem ehemaligen Berkwerk im Süden Finnlands befindet sich die längste Testanlage für Fahrstühle. In dem 333 Meter tiefen Schacht werden Aufzüge für die höchsten Gebäude der Welt entwickelt.

Fahrstuhl

In einem alten Bergwerk im Süden Finnlands steht die weitweit längste Testanlage für Aufzüge. Sie werden hier, wo einst Kalkstein abgebaut wurde, auf Herz und Nieren geprüft. 333 Meter geht der Testschacht hinab in die Tiefe. Die Aufzugforscher sollen hier Fahrstühle für die höchsten Häuser der Welt entwickeln. Und die Wolkenkratzer werden immer höher: Der Sears Tower in den USA misst 441 Meter, der Petronas Tower  in Malaysia sogar 451 Meter und der Burj Khalifa in Dubai hält mit unglaublichen 808 Metern den Rekord.

Leise ist sicher

Bei ihrer Arbeit am perfekten Aufzug beschäftigen sich Wissenschaftler vor allem mit der Geräuschkulisse. Denn nur ein leiser Aufzug vermittelt das Gefühl von Sicherheit. Wenn die Menschen einen halben Kilometer über der Erde durch den Fahrstuhlschacht schweben, soll sie nichts beunruhigen.

Im finnischen Bergwerk wird der perfekte Aufzug entwickelt, der sich völlig leise bewegt und noch in großen Höhen ohne die geringsten Erschütterungen fährt. Bei dem Test wird mit einem Mikrofon überprüft , dass der Aufzug während der Fahrt nicht lauter wird als ein leises Flüstern. Die größte Aufmerksamkeit der Wissenschaftler aber gilt einem Zwei-Euro-Stück, das aufrecht auf einem Sims in der Fahrstuhlkabine steht. Was aussieht wie eine Spielerei, ist ernsthafte Wissenschaft.

Der Aufzug soll so ruhig fahren, dass diese Münze nicht umfällt. Die Fahrt verläuft elegant, ohne jegliches Rumpeln und Rauschen. Auch die Zwei-Euro-Münze bleibt in ihrer Position, selbst beim Abbremsen. Der Test mit der Münze hat funktioniert und auch mit den Ergebnissen der Messinstrumente sind die Forscher zufrieden.

Weltrekord!

Dabei ist dieser Aufzug kein gewöhnlicher, denn er rast mit dem Rekordtempo von 17 Metern pro Sekunde, rund 61 Kilometern pro Stunde, durch den 350-Meter-Schacht. Denn das Tempo spielt eine immer größer werdende Rolle: Schließlich wollen die Menschen auch in den großen Gebäuden dieser Welt schnell an ihr Ziel gelangen.

Zuletzt aktualisiert: 17. Januar 2012, 19:14 Uhr

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