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EINFACH GENIAL | MDR FERNSEHEN | 01.04.2008 | 19:50 Uhr

Nachgefragt: Frischestäbchen

Diplom-Ingenieur Helrik Bobke hat den Keimen im Kühlschrank den Kampf angesagt. Er vertreibt sie mit giftigem Chlordioxid. Aber keine Angst, die Dosis ist nur für Keime schädlich.

Ein Kühlschrank voller Lebensmittel ist ein Paradies für Bakterien. US-Wissenschaftler haben bei Messungen entdeckt, dass sich selbst in gepflegten Kühlschränken im Schnitt pro Quadratzentimeter 11,4 Millionen Keime tummeln. Sie sorgen dafür, dass trotz Kühlung Wurst vergammelt und Käse schimmelt.

Frischestäbchen in einem Kühlschrank; Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Das Frischestäbchen wird einfach in den Kühlschrank gehängt

Der Erfinder Helrik Bobke wollte sich damit nicht abfinden und sagte den Keimen den Kampf an - mit einem kleinen Stäbchen, das er in den Kühlschrank hängt. Es enthält Natriumchlorit und Salzsäure. Aktiviert wird es erst, wenn man es knickt. Dann bricht im Inneren ein Glaskolben und die zwei Chemikalien reagieren miteinander. Es entsteht Chlordioxid, das über die Kunststoffhülle austritt. Die Dosis ist für Menschen völlig unbedenklich. So wird Chlordioxid bereits zur Trinkwasserdesinfektion eingesetzt und ist als E 926 im Lebensmittelbereich geläufig.

Die chemische Reaktion in Bobkes Stäbchen dauert etwa einen Monat an und tötet in dieser Zeit die Keime im Kühlschrank ab. Die Wirksamkeit in Hinblick auf eine der häufigsten Bakterienarten, die Salmonellen, haben Wissenschaftler der Universität Hannover überprüft und für gut befunden. Die Tests zeigten, dass nach zwei bis drei Tagen keine Salmonellen mehr vorhanden waren. Von dem kleinen Stäbchen sind mittlerweile auch Küchenprofis wie Thomas Busemann überzeugt:

"Seit ich die Erfindung im Kühlschrank verwende, sind empfindliche Lebensmittel wie zum Beispiel Salat und Obst länger frisch und es beeinträchtigt in keiner Weise den Geschmack."

Thomas Busemann
Koch
Deckenmontage; Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Inzwischen gibt es die Erfindung auch im Großformat für Kühlräume

Seitdem EINFACH GENIAL die Frischestäbchen vor einem Jahr vorstellte, ist viel passiert. Die Desinfektion gibt es inzwischen auch im Großformat für Lebensmittellager und Restaurantküchen. Bobke hat zudem einen Preis bei einem Bio-Wettbewerb gewonnen.

Mehr Informationen zu den Frischestäbchen bekommen Sie vom Erfinder:

Ansprechpartner:

Dipl.-Ing. Helrik Bobke
Tel.: (0511) 1 05 85 12
E-Mail: info@knicknclean.de

Zuletzt aktualisiert: 01. April 2008, 14:35 Uhr

 

 
 
 
 
 
 

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