Einfach genial

Einfach genial | 21.02.2012 | 19:50 Uhr : Atemschutzmaske

In Deutschland werden Atemschutzmasken fast nur von Berufs wegen getragen. Menschen, die wie in Asien in der Öffentlichkeit gefiltert ein- und ausatmen, um sich und andere zu schützen, sind Ausnahmen. Trotzdem ist nicht in Asien, sondern in Börnicke, in sauberer Brandenburger Luft, eine neuartige Atemschutzmaske entwickelt worden. Und zwar von Siegfried Langhein. Bisher hat er in seiner Firma Luftfilteranlagen mit einem sogenannten Breitband-Filter entwickelt. Der soll nicht nur Staub auffangen, sondern auch alle biologischen Schadstoffe aus der Luft unschädlich machen. Als Breitbandfilter funktioniert auch Siegfried Langheins neuartige Atemschutzmaske. Nach seinen Angaben ist es die bislang einzige biologische Atemschutzmaske, die vor Staubpartikeln, insbesondere jedoch vor Keimen, Bakterien, Pollen und sogar Viren schützt. Hundertprozentigen Schutz gegen das Eindringen von Krankheitserregern kann auch diese Maske nicht bieten, dennoch soll sie biologische Schadstoffe stoppen und sogar zerstören können.

Schutzmaske vom Schneider

Die ersten Exemplare seiner Atemschutzmaske lässt Siegfried Langhein in seiner Schneiderwerkstatt herstellen. So ähnlich wie beim Konfektions- oder Maßschneider werden die Teile der Schutzmaske einzeln zugeschnitten. Allerdings wird hier kein Zellstoff verwendet, wie bei Atemmasken sonst üblich. Hier kommen verschiedene  Textilien zum Einsatz. Es sind Strickgewebe und Fliesstoffe, die miteinander vernäht werden. Insgesamt vier Textillagen übereinander. Sie werden sich später ergänzen, denn jede einzelne Textilschicht hat eine besondere Funktion: Die äußerste Lage soll Bakterien wie in einem Netz auffangen und ihre Vermehrung in der feuchtwarmen Atemluft verhindern. Aufgabe der zweiten Filterschicht ist es, Staub und anderen festen Teilchen den Weg zu versperren. Lage Nummer drei ist mit Silber-Ionen beschichtet. Die werden aktiv und zerstören im Flies festgehaltene Viren. Die vierte Textilschicht sorgt für verträglichen Kontakt zur Haut.

"Deshalb können wir diese Bio-Atemschutzmaske bis zu fünf Mal wiederverwenden. Während die üblichen Masken nach einmal nutzen aus hygienischen Gründen entsorgt werden müssen."

Siegfried Langhein, Ingenieur für Luft- und Klimatechnik

Individuell einstellbar

Durch ihren Schnitt, durch Zugbänder und durch den verstellbaren Nasenbügel, passt sich die Maske jedem Gesicht an - egal wie klein oder wie groß der Kopf ist. Und auch mit Brille lässt sich die Maske problemlos tragen. Bleibt die Frage: Wie atmet es sich mit vier Lagen Stoff vor dem Mund?

"Es atmet sich leicht, weil wir nur luftdurchlässige Materialien verwenden, die in der Summe einen sehr geringen Atemwiderstand haben. (…) Trotz Maske vor dem Mund, kann man gut verstanden werden."

Siegfried Langhein, Ingenieur für Luft- und Klimatechnik

Ansprechpartner

Dr. Siegfried Langhein
Tel.: 03841 7582150
E-Mail: info@katfil.de

Zuletzt aktualisiert: 21. Februar 2012, 10:03 Uhr

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