Einfach genial | 13.06.2017 | 19:50 Uhr Die Hausfassade als Algenfarm

Gunnar Mühlstädt au Dresden ist der Erfinder der ersten vertikalen Algenfarm. Ein Prototyp der Anlage hängt seit Juli 2016 an der Fassade eines Bürogebäudes auf dem Berliner EUREF-Campus.

grünes Algenpulver
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

In durchsichtigen Kunststoffröhren zirkuliert Wasser mit der Algensaat und kommt dabei mit Sonnenlicht in Berührung. Das Licht der Sonne liefert die Energie, mit der die heranwachsenden Mikroalgen Schadstoffe aus der Luft binden können. Da die Algenfarm an Hauswänden angebracht ist, werden keine wertvollen Bau- oder Ackerflächen belegt. Hinzu kommt, dass es freie Fassadenflächen hauptsächlich in Großstädten gibt und die Algen hier als Luftreiniger eingesetzt werden können. Wenn das System gesättigt ist, kann geerntet werden. Die gewonnenen Mikroalgen können vielseitig verwendet werden. Sie finden Anwendung in der Pharma- und Kosmetikindustrie,  gelten als einer der aussichtsreichsten regenerativen Energieträger, kommen aber auch als schmackhafte und gesunde Zutat in der Küche zum Einsatz.

Gunnar Mühlstädt wünscht sich, dass seine Erfindung die Hausfassaden der Städte erobert. Mit seiner vertikalen Algenfarm steht er und sein Dresdner Team im Finale beim "IQ Innovationspreis Mitteldeutschland", der am 20. Juni in Zwickau verliehen wird.

Ansprechpartner: Gunnar Mühlstädt
Tel: 0351 49767730
E-Mail: gm@mint-engineering.de

Röhren, die ein grüne Flüssigkeit enthalten
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Zuletzt aktualisiert: 13. Juni 2017, 22:42 Uhr