Einfach genial | 29.11.2016 | 19:50 Uhr Heilen mit kaltem Plasma

Plasmaheilung
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Allein in Deutschland leiden fünf Millionen Menschen unter chronischen Wunden. Um ihnen zu helfen, wird eine neue Therapie erprobt: Heilen mit kaltem Plasma. Ein Plasma ist vereinfacht beschrieben ein elektrisch leitfähiges, geladenes Teilchengemisch. Kalten Plasmen, die auch bei Körpertemperaturen bestehen, wird unter anderem eine heilende und antibakterielle Wirkung bestätigt.

Forscherinnen und Forscher am Biotechnikum in Greifswald haben daraus eine spezielle Wundauflage Therapie entwickelt, die diese Fähigkeit nutzt. In der  Wundauflage aus Silikon wird  kaltes Plasma erzeugt und direkt auf die Wunde gebracht. Die Auflage ist flexibel, selbstklebend und in verschiedenen Größen herzustellen. So können auch größere Wunden in einem Schritt behandelt werden können. Durch das spezielle Material werden beim Abziehen der Wundauflage auch keine neuen Schäden an der Haut erzeugt.

Das Team von Coldplasmatech hat lange mit verschiedenen Materialien experimentiert. Ziel war es auch, dass ihre Erfindung für Ärzte und Patienten leicht anwendbar ist. Im Moment befindet sich das System, bestehend aus Spannungsversorger und angeschlossener Wundauflage in der letzten Zulassungsphase. Doch für die Entwicklung ist das junge Team bereits mehrfach preisgekrönt worden. Auch beim diesjährigen Public Value Avard, einem Preis, der Startups für ihre Leistungen für das Gemeinwohl auszeichnet, ist das Team erfolgreich angetreten.

Ansprechpartner Dr. Carsten C. Mahrenholz
Tel.: 01525 9909773
E-Mail: info@coldplasmatech.de

Wundauflage mit kaltem Plasma
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Zuletzt aktualisiert: 30. November 2016, 09:52 Uhr