Einfach genial | 23.05.2017 | 19:50 Uhr Bessere Hygiene in Krankenhäusern

In Deutschland sterben jährlich bis zu 40.000 Menschen durch Krankenhauskeime. Übertragungsweg Nummer eins ist der Mensch. Deshalb muss sich vor allem das Personal ständig die Hände desinfizieren.

Ein runder Sensor hängt an einem weißen Kittel.
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Im Klinikum Lüneburg ist es Aufgabe des Hygienebeauftragten Frank Oppenheimer das Krankenhaus bestmöglich vor den gefährlichen Keimen zu schützen. Allein 1.300 Desinfektions-Spender hängen hier in der Nähe der gut 500 Patientenbetten. Doch das alleine reicht nicht.

Maik Gronau und Marcel Walz wollen mit ihrer Erfindung Krankenhäusern wie dem in Lüneburg helfen, das Desinfizierungsverhalten des Personals zu optimieren. Dafür statten sie jeden Spender und alle Mitarbeiter mit einem Sensor aus. Desinfiziert sich ein Mitarbeiter an einem Spender die Hände, kommuniziert sein Sensor mit dem des Spenders. So wird gemessen, wann und wie oft die Spender benutzt werden, und zwar völlig anonym. Dafür erfasst das System, welche Berufsgruppen sich wie oft desinfizieren und ob einzelne Spender extrem häufig oder eventuell gar nicht benutzt werden. Seit neun Monaten hat das Klinikum Lüneburg drei Stationen mit der Erfindung ausgestattet. Der Leitenden Hygieneoberarzt hat in der bisherigen Testphase bereits erste Erkenntnisse gewonnen und das Verhalten seiner Mitarbeit optimieren können. Mehr als zehn weitere Krankenhäuser haben bereits bei den jungen Erfindern angefragt.

Ansprechpartner Maik Gronau
Tel.: 03831 2035547
E-Mail: info@gwa-hygiene.de

Ein farbiger Grundriss auf einem Monitor zeigt in verschiedenen Bereichen eines Krankenhauses an, wie stark das Personal Desinfektionsmittelspender nutzt.
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Zuletzt aktualisiert: 24. Mai 2017, 10:47 Uhr