Einfach genial | 30.05.2017 | 19:50 Uhr Neue Technologie für Longboards

Longboard zu fahren ist nichts für schwache Nerven, denn bei dem rasanten Sport können Geschwindigkeiten von bis zu 100 Kilometern pro Stunde erreicht werden. Doch die starke Belastung hinterlässt Spuren, vor allem am Board selbst.

Ein Mann fährt nach vorn geneigt mit seinem Longboard eine Kurve.
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Das Brett oder auch die Achsen können brechen. Das erhöht die Sturz- und Verletzungsgefahr. Im erzgebirgischen Gornau hat Mike Gelbricht lange an der Lösung genau dieses Problems getüftelt. Er wollte eine Alternative zu den handelsüblichen Boards finden und entwickelte ein Longboard, das aus verschiedenen recycelbaren Materialien besteht. Für den Kern wird Eschen- oder Pappelholz verwendet, denn diese Hölzer haben eine besonders hohe Dichte. Ummantelt ist das Holz mit einer Glasfaserschicht. Die Besonderheit der Erfindung aus dem Erzgebirge liegt aber vor allem in einer speziellen Sticktechnik. Dabei werden die beiden Außenschichten durch 170 Löcher miteinander vernäht. Mit 35 Stichen pro Loch entsteht eine besondere Verankerung. Das macht das Brett außerordentlich stabil, aber auch flexibel. Das Dresdner Institut für Holztechnologie ist maßgeblich an der Entwicklung dieses Verfahrens beteiligt. Der stabile Materialmix kann auch für andere Anwendungen zum Einsatz kommen.

Ansprechpartner: Mike Gelbricht
Tel.: 0172 244 44 52
E-Mail: office@buddybuddy.eu

Ein Mann zeigt die Unterseite eines Longboards, dessen Schichten miteinander vernäht sind.
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Zuletzt aktualisiert: 31. Mai 2017, 08:36 Uhr