Einfach genial | 12.06.2012 | 19:50 Uhr : Mobiler Strandkorb
Vor 130 Jahren erfand Hof-Korbmachermeister Wilhelm Bartelmann aus Rostock den Strandkorb. Ganze Generationen von Badegästen verbrachten ihre Ferien vor Wind geschützt hinter Korb und Segeltuch. In Heringsdorf baut man seit 1925 Strandkörbe in Handarbeit: die geschwungene Ostseeform und die kantige Nordseeform. Beide sind ziemlich sperrig und bis zu 70 Kilo schwer. Sie einfach einzupacken und woanders aufzubauen, ist nicht vorgesehen. Das wird, dank Klaus Feldmann, nun anders. Der Hamburger macht das klassische Freiluftmöbel mobil!
Zehn Einzelteile und zwei Minuten Zeit
Der mobile Strandkorb besteht aus zehn Teilen: Frontplatte, Seitenunterwände, Streben, Rückwände, Sitzfläche, Fußablagen und Dach. Klaus Feldmann braucht weniger als zwei Minuten, um seinen Strandkorb aufzustellen. Werkzeug benötigt er dafür nicht. Alle Verbindungen werden gesteckt.
Muster aus alten Schrankteilen
Die Idee für den Korb kam Klaus Feldmann an einem kalten Februartag bei einem Ausflug an die Elbe. Die Sonne schien, doch es wehte ein frischer Wind. In diesem Augeblick vermissten er und seine Frau einen Strandkorb – und so beschloss Klaus Feldmann, einen mobilen Korb zu konstruieren. Die ersten Muster baute er aus alten Schrankteilen. Als er sicher war, dass die Sache trug, suchte er einen Produzenten. Fündig wurde er bei den Strandkorbbauern in Heringsdorf. Die haben die Erfindung nun zusätzlich ins Programm genommen. Noch nicht als Serienprodukt - gefertigt wird auf Bestellung. Der Erfinder ließ sich seinen mobilen Strandkorb als Gebrauchsmuster schützen.
Der mobile Strandkorb lässt sich übrigens problemlos im Schuppen oder Keller lagern und ebenso unproblematisch im Kofferraum eines Autos transportieren. Er benötigt nur ein Fünftel der Lagerfläche, wie sie ein klassischer Strandkorb braucht.
Ansprechpartner
Klaus Feldmann
Tel.: 0151 50183939
E-Mail: mob_s@web.de



