Einfach genial | Wiederholung vom 25.05.2010 : Schutz vor Ungeziefer
Infos zur Moderation
Dass Schädlinge nicht zwingend mit der chemischen Keule bekämpft werden müssen, beweist die Biologin Eva Scholl. Mit ihr ist Ulrike Nitzschke auf der Jagd nach Bettwanzen. Leider sind diese Tierchen als ungeliebte Urlaubsmitbringsel auf dem Vormarsch.
Ansprechpartnerin:
Eva Scholl
Tel.: 0911 4331374
E-Mail: ephas@t-online.de
Zeckenschutztextilien
Eine neuartige Arbeitshose schützt alle, die viel im Freien arbeiten, vor Zecken. Die Idee für die neue Berufsbekleidung hatten Ulrich Schellhammer und sein Team. Sie nutzen das Insektizid Permethrin, das sich bereits gegen Kopfläuse bewährt hat. Für den Menschen ist es vergleichsweise harmlos. Doch Zecken mit ihren Tastorganen an den Füßen reagieren empfindlich darauf und lassen sich fallen, wenn sie es berühren. Deshalb wird der Wirkstoff direkt in den Stoff eingebracht.
Ansprechpartner:
Ulrich Schellhammer
Tel.: 05971 8 64 0
E-Mail: info@kettelhack.de
Mückenfalle
Juan Bathen aus Norderstedt hat eine Mückenfalle erfunden, die sich die speziellen Vorlieben der Plagegeister zunutze macht. Legefreudige Mückenweibchen brauchen frisches Blut von Warmblütern, und die erkennen sie am Schweiß und am Kohlendioxid der ausgeatmeten Luft. Deshalb ist unter dem Deckel der Mückenfalle eine UV-Lampe installiert, die die Mücken mit ihrer Wärme und ihrem Licht anlockt. Außerdem sorgen UV-Licht und eine spezielle Gehäusebeschichtung dafür, dass die Kohlendioxid-Konzentration leicht ansteigt, was Mücken im Umkreis von mehr als 30 Metern wahrnehmen können. Die Nachahmung des Schweißgeruchs gelingt mit Hilfe eines Gemischs aus Milschsäure und Oktanol. Die Flüssigkeiten werden in kleinen, nachfüllbaren Näpfen am Boden der Falle platziert. Die angelockten Mückenweibchen werden dann über einen Ventilator in die Falle hineingezogen und in einem Fangnetz festgehalten. Der Inhalt der Näpfchen reicht für zwei bis drei Monate.
Ansprechpartner:
Juan Bathen
Tel.: 040 / 52550849
E-Mail: juanbathen@mosq-trap.com
Insekten-Barriere
Ameisen tragen wesentlich zum ökologischen Gleichgewicht bei, aber in Häusern oder Wohnungen will sie niemand haben, denn sie sind nicht nur ein hygienisches Problem, sondern können auch die Bausubstanz gefährden. Meistens helfen handelsübliche Fraßköder oder ein spezielles Gel, das von Profis im Haus verteilt wird. Die Ameisen tragen dann das Gift in die Nester und töten damit ihre eigene Kolonie. Doch es geht auch ohne chemische Keule, wie Erfinder Walter Pollmann beweist. Er hat eine Stromleitschiene gegen Insekten entwickelt. Sie besteht aus Montageschienen mit stromführenden Leiterbahnen, die abwechselnd gepolt sind. Berühren die Insekten Plus- und Minuspol gleichzeitig, bekommen sie einen leichten Stromschlag, der für Menschen absolut ungefährlich ist, Ameisen und andere unliebsame Insekten aber davon abhält, die Barriere zu überwinden. Tests zeigten zudem, dass die Ameisen schon nach 20 Minuten nicht einmal mehr den Versuch wagten, über die Schienen zu gelangen.
Ansprechpartner:
Walter Pollmann
Tel.: 02772 570 412
E-Mail: info@insect-barrier-system.com
Holzwurm-Radar
Holzwurm-Larven lassen sich am besten bekämpfen, wenn man weiß, wo genau sie sich im Holz befinden. Das war bislang nicht möglich. Jetzt kommen Forscher aus Thüringen den Schädlingen mit Hilfe eines speziellen Radars auf die Spur.
Ansprechpartner:
Dr. Jürgen Sachs
Tel.: 03677 692623
E-Mail: juergen.sachs@tu-ilmenau.de
Idee: Dosensieb
Wer aus Dosen trinkt, sollte besonders im Freien darauf achten, dass keine Insekten unbemerkt in die Dose gelangen. Wenn diese verschluckt werden, droht unter Umständen Lebensgefahr, z.B. wenn eine verschluckte Wespe in den Rachen sticht. Sebastian Müller aus Hamburg hat deshalb gemeinsam mit einem Freund aus einem Aluminiumblech ein winziges Sieb gestanzt. Das Sieb passt genau in die Trinköffnung einer Dose.
Ansprechpartner:
Rainer Jonscher
Tel.: 0172 / 380 12 12
E-Mail: jonscher-rainer@t-online.de
