Einfach genial | 20.09.2011 | 19:50 Uhr : LineVelo
Karl König aus Ostfildern hat ein Tretfahrzeug entwickelt, das mit Muskelkraft und Elektroantrieb funktioniert. Acht Jahre hat der Programmierer an dem Prototypen namens "LineVelo" getüftelt. Das Antriebs-Prinzip funktioniert mit zwei Fußhebeln. Wie bei einem Stepper läuft man quasi auf der Stelle und kommt dank einer ausgeklügelten Mechanik trotzdem vorwärts. Fußhebel und Hinterachse sind durch Gurte verbunden, die beim Fahren auf- und wieder abgewickelt werden. Ein Linear-Antrieb also, der auch als Namensgeber diente. Vorteil der Konstruktion ist, dass man dabei keinen Totpunkt, wie beim Fahrradfahren, überwinden muss.
Beim Losfahren und am Berg steigt man, bedingt durch den Widerstand, mit den Pedalen unwillkürlich nach oben. Dabei wirkt die Gurtwicklung wie eine automatische Fahrradschaltung: großer Durchmesser - kleiner Kraftaufwand. Sobald der Widerstand nachlässt, sinkt der Körper auf den Pedalen von ganz allein bis nach unten. Dabei wird der Gurt auf der Achse fast vollständig abgewickelt. Kleine Durchmesser bedeuten mehr Umdrehungen, man fährt automatisch im "höheren Gang".
Intuitive Steuerung
Man muss übrigens keineswegs jung oder besonders sportlich sein, um mit dem "LineVelo" fahren zu können, denn es setzt nicht nur auf Muskelkraft. Der Fußantrieb ist mit einem Elektroantrieb gekoppelt, der sich automatisch dazu schaltet, abhängig von der Belastung und von der Tritthöhe. Rund 30 Kilometer weit soll man mit einer Akku-Ladung plus Muskelkraft später einmal kommen, ohne Führerschein und Zulassung.
Übrigens: So wie das Fahren und Beschleunigen erfolgt auch das Bremsen intuitiv und körpergesteuert: einfach durch Zurücklehnen des Körpers. Dabei wird der Druck auf zwei hydraulische Scheibenbremsen übertragen. Weitere Informationen erhalten Sie vom Erfinder.
Ansprechpartner:
Karl König
Tel.: 0171-9801814
E-Mail: info@linevelo.de



