Einfach genial

Einfach genial | 29.05.2012 | 19:50 Uhr : Flexibler Hybridkollektor

Fast 200 Solaranlagen hat der Heizungsbauer Steffen Gillmann aus der Nähe von Heilbronn schon installiert. Dabei hat er sowohl Thermokollektoren für Warmwasser und Heizung montiert, als auch Solarzellen für die Stromerzeugung. Für sein eigenes Haus hat er sich für sogenannte Hybrid-Kollektoren entschieden, die beides können. Und er hat sie weiterentwickelt.

Wohin mit der Wärme?

Bei den ursprünglichen Hybrid-Kollektoren nehmen die stromerzeugenden Siliziumelemente ungefähr die Hälfte der Kollektorfläche ein. Auf der anderen Hälfte dringen die Sonnenstrahlen bis zum Boden des Kollektors. Dort erhitzt sich in Kupferrohren Solarflüssigkeit, die für Heizung und Warmwasser genutzt wird. Im Sommer hätte Steffen Gillmann allerdings statt der Wärme lieber die gesamte Kollektorfläche zur Stromproduktion genutzt. Aber das ließ die Aufteilung im Kollektor nicht zu. Obendrein musste die Wärme ständig abgeführt werden, weil sonst die Siliziumzellen überhitzen und weniger Leistung bringen. Besonders ärgerlich: Für diese Wärme, die keiner brauchte, musste sich Steffen Gillmann gleich drei platzfressende Pufferspeicher in den Keller stellen.

Stromproduktion verdoppelt

Das weckte seinen Erfindergeist. Ihm schwebte ein völlig neuer Kollektor vor, der sich an den Bedarf anpassen lässt. Ein ganzes Jahr lang tüftelte und baute Steffen Gillmann, bis der Prototyp eines flexiblen Hybridkollektors fertig war. Werden Strom und Wärme gebraucht, ist er aufgeteilt wie ein herkömmlicher Hybridkollektor, also mit Solarstromelementen und Flächen zum Heizen. Wird jedoch keine Wärme gebraucht, fährt unter den Solarzellen ein weiterer Satz Solarzellen hervor, sodass nun auf der gesamten Fläche Strom produziert wird. So wird innerhalb von zwei Minuten die Stromproduktion verdoppelt, und durch den Schatten der Strommodule entsteht im Kollektor kaum noch unnütze Wärme.

Zurückgeschoben werden die Solarzellen, sobald der Speicher im Keller den nächsten Wärmebedarf meldet. Als Antrieb dient ein kleiner Motor, der seinen Strom direkt aus den Solarzellen bezieht.  

"Die ganze Mechanik befindet sich im Kollektor und ist deswegen wartungsfrei und vor Wettereinflüssen geschützt. Das hat es bis jetzt noch nicht gegeben, und deswegen hab ich mir das patentieren lassen."

Steffen Gillmann

Partner gesucht

Noch ist das Ganze ein Prototyp. Doch inzwischen ist Steffen Gillmann auf der Suche nach Partnern, damit seine Erfindung auch bald auf Dächer kommt.

Weitere Informationen erhalten Sie vom Erfinder.

Ansprechpartner

Steffen Gillmann
Tel.: 07135 961196
E-Mail: info@klotzbuecher24.de

Zuletzt aktualisiert: 29. Mai 2012, 09:48 Uhr

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