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Die Zerstörung der Regenwälder

Vor rund 1000 Jahren waren rund 13 Prozent der Erdoberfläche mit Regenwäldern bedeckt. Von dieser Fläche ist heute nur noch die Hälfte übrig – der Rest zerstört durch Menschenhand. Abgeholzt und als wertvolles Tropenholz vermarktet oder gerodet sowie verbrannt – für landwirtschaftliche Nutzflächen oder für neue Straßen. Neu ist, dass große Regenwaldflächen inzwischen niedergebrannt werden, um auf großflächig Ölpalmen anzubauen. Mit dem daraus gewonnenen Palmöl lassen sich gewinnträchtige Geschäfte machen. Aber auch für die Förderung von Bodenschätzen werden große Flächen von Regenwäldern geopfert.

Die "grüne Lunge" unseres Planeten

Regenwald
Regenwald auf der Ilha do Cardoso im Bundesstaat Sao Paulo (Brasilien)

Wer glaubt, dass die Zerstörung des Regenwaldes nur lokal zu spüren ist, der irrt. Die Artenvielfalt der immerfeuchten Regionen macht rund 20 Prozent aller auf der Erde bekannten Tier- und Pflanzenarten aus. Es gibt allein in den Tropenwäldern hunderte verschiedene Baumarten: Es ist die "grüne Lunge" unseres Planeten und verwandelt das Treibhausgas Kohlendioxid in Sauerstoff. Je mehr Regenwald verschwindet, umso mehr wird der Klimawandel beschleunigt. Zudem kommt es in den Regionen zu mehr Trockenheit und Dürreperioden.

14 Millionen Fußballfelder

Auch wenn die Bedeutung der Regenwälder weithin bekannt ist, ist ein Ende der Vernichtung nicht in Sicht. Schätzungsweise 100.000 Quadratkilometer dieser artenreichen Wälder gehen jedes Jahr durch Abholzung oder Rodung unwiderruflich verloren - eine Fläche, die rund 14 Millionen Fußballfeldern entspricht. Einspruch dagegen wird längst eingelegt. Die Rettung der tropischen Regenwälder haben sich Umweltorganisationen, wie der WWF, auf ihre Fahnen geschrieben.

Zuletzt aktualisiert: 29. Juni 2011, 21:22 Uhr

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