Moderator Sven Voss
Bildrechte: MDR/Martin Jehnichen

Vier Fragen an Sven Voss "Unglaublich lehrreich und erschreckend zugleich"

In "Elefant Tiger &Co. - Spezial" entdeckt Sven Voss die Artenvielfalt im Leipziger Zoo und erfährt zugleich, wieviele Arten vom Aussterben bedroht sind. Wir haben ihm vier Fragen rund um die Sendung und die Dreharbeiten gestellt.

Moderator Sven Voss
Bildrechte: MDR/Martin Jehnichen

Was hast du durch die Sendung zum Thema Artenschutz gelernt?

Jede Minute im Zoo ist unglaublich lehrreich und diesmal auch erschreckend zugleich. Dass so viele Tierarten bedroht sind, war mir nicht bewusst. Für manche Arten ist der Zoo die letzte Chance, zu überleben. Für dieses "Elefant Tiger &Co. - Spezial" durfte ich den Tieren und Pflegern besonders nah sein. Das machte die Drehtage so intensiv.

Gab es einen speziellen Moment beim Dreh, an den du dich gern erinnerst? 

Ach, seit ich mit meinen Kindern den Film "Zoomania" gesehen habe, finde ich Faultiere großartig. Diese lässige Langsamkeit gefällt mir persönlich sehr gut. "Bloß nichts überstürzen" wollte mir Faulinchen wohl sagen, als ich ihr einen Apfel hinhielt und sie sich so langsam drauf zu bewegte, dass mir fast der Arm einschlief. Von dieser Art, durchs Leben zu "zeitlupen", bin ich nachhaltig beeindruckt. 

Gibt es eine bedrohte Tierart im Leipziger Zoo, die es dir angetan hat? 

Die Schuppentiere tun mir schon extrem leid. Wegen der vermeintlich heilenden Wirkung ihrer Schuppen, werden sie vom Menschen gnadenlos gejagt. Auch ihr Fleisch ist als "Delikatesse" für viel Geld zu verkaufen. Ein Kilo Fleisch vom Schuppentier kostet etwa 400 Dollar. Der Mensch kann so grausam und egoistisch sein! 

In der Sendung werden wir auch Zuschauervideos sehen - von ihren Reisen nach Afrika, Asien oder Australien. Hattest Du schon einmal ein besonderes Tiererlebnis auf Reisen?

Zuletzt waren wir an der Ostküste der USA auf Wohnmobilreise. Im Huntington State Park machten wir tagsüber eine Alligator-Führung mit durch die Sümpfe. Wir haben viel gelernt, leider sahen wir alles, außer Krokodile. Abends dachte ich, es sei eine tolle Idee, nochmal loszuziehen, um vom Steg aus ein paar Alligatoren zu beobachten. Und tatsächlich: Wir entdeckten welche. Sie lagen majestätisch im Wasser, und wir konnten aus sicherer Entfernung Fotos knipsen. Vergessen hatte ich, dass wir noch durch die Dunkelheit zu unserem Campingplatz zurück mussten. Quer durch den Sumpf, 20 Minuten. Vorbei an Alligatoren??! Ich habe mir vor Angst fast in die Hose gemacht. Zum Glück trafen wir hier kein Krokodil und kamen sicher an. Was für eine Schnapsidee!

Vielen Dank!

Zuletzt aktualisiert: 07. April 2017, 18:02 Uhr