Tierpfleger Dieter Jäger nimmt Gemüse aus einem Eimer.
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Elefant, Tiger & Co. | MDR FERNSEHEN | 04.11.2016 | 19:50 Uhr Man lernt nie aus!

Tierpfleger Dieter Jäger nimmt Gemüse aus einem Eimer.
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Alte Schule

Seit über 46 Jahren arbeitet Dieter Jäger im Zoo. Hat blutjung als Lehrling im Terrarium begonnen, später Dallschafe, Rehe und Wildpferde versorgt, zuletzt viele Jahre die Elefanten betreut. Dass der Tierpflegerberuf über so lange Zeit auch richtig anstrengend werden kann, das unterschätzen viele Berufsanfänger. Dieter Jäger weiß es besser, kennt die Tage, an denen es in den Gelenken zwickt. Und hat inzwischen einfach nicht mehr die Ausdauer, den Anforderungen im Elefantenhaus gerecht zu werden. Und so wechselt er – kurz vor seinem 63. Geburtstag – erneut das Revier. Begibt sich in die rückwärtige Tierhaltung zum "Schondienst" - und trifft dort auf seinen "Lehrmeister" Hubertus Schmuck. Auch einer der alten Schule.

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Alte Damen

Die älteren Damen vom Pongoland - Jeudi, Frederike und Daza - erleben auf ihre alten Tage ein ziemliches Theater. Der junge Alex spielt sich mächtig auf. Kommt nicht klar damit, dass seit Kurzem zwei neue Schimpansen aus Tschechien in der Gruppe sind. Eigentlich waren sogar vier Weibchen vorgesehen, aber das hat Alex völlig umgehauen. Nun also sind es nur zwei, die geblieben sind. Mutter und Tochter im besten Alter. An ihre Nähe wird sich Alex wohl gewöhnen müssen. Und auch daran, dass er sein Futter zu teilen hat. Denn spätestens zu Tisch verliert Alex regelmäßig seine Manieren. Und das ganz ungeniert vor den Augen der alten Damen!

Alte Wunden

Es ist nun fünf Wochen her, dass Majo bei einem tragischen Zwischenfall seinen Bruder verlor. Seitdem lebt der junge Etosha-Löwe allein. Gut versorgt hinter den Kulissen. Jörg Gräser arbeitet täglich mit ihm, um das Vertrauen wiederherzustellen. Ein langwieriger und sehr mühevoller Prozess: Majo ist noch sehr jung und unsicher – und als Löwe eher ein Rudeltier. Deshalb wird in den Chef-Etagen des Leipziger Zoos eifrig nach einem Ersatzpartner gesucht und parallel das Außengelände der Löwenanlage neu konzipiert, jedes mögliche Schlupfloch doppelt gesichert. Die Ereignisse von Ende September dürfen sich auf keinen Fall wiederholen.

Zuletzt aktualisiert: 03. November 2016, 12:12 Uhr