Hintergrund : Tapir-Nachwuchs im Leipziger Zoo
Der Zoo Leipzig vermeldet seltenen Nachwuchs: Das Tapirweibchen Laila habe am Sonnabend einen etwa acht Kilo schweren Jungen zur Welt gebracht. Laut Zoodirektor Jörg Junhold kümmert sich die Mutter bisher vorbildlich um das Jungtier. Dieser Zuchterfolg zeige, dass sich die Tiere in Gondwanaland wohlfühlen. 400 Tage mussten die Tierpfleger seit Eröffnung der Tropenhalle auf die erste Tapirgeburt warten.
Laila und ihr Junges gehören zu den in Südostasien beheimateten Schabrackentapiren. Sie sind die größte der noch vier lebenden Tapirarten. Die scheuen Tiere gelten als lebende Fossilien, kommen heute aber nur noch sehr selten und in wenigen Regenwaldgebieten vor.
Kleiner Tapir heißt Baru
4.500 Namensvorschläge gab es. 3.370 Menschen hatten sie eingesandt - auch aus Österreich, Frankreich und Slowenien. Acht "Kandidaten" wurden vorausgewählt - allesamt asiatische Begriffe, die "die Verbindung zum Lebensraum der vom Aussterben bedrohten Schabrackentapire herstellen", wie der Zoo Leipzig seine Entscheidung begründete. Die vier Namen Baru, Fajar, Harapan und Jarang gingen schließlich in die Finalrunde - in Form von Äpfeln, die die Anfangsbuchstaben der Namensvorschläge trugen und im Gehege verteilt waren. Und der mit dem "B" gekennzeichneten süßen Frucht konnte der kleine Tapir nicht widerstehen ...
Der Schabrackentapir
Schabrackentapire leben in tropischen Wäldern in Gewässernähe. Sie sind Einzelgänger und ernähren sich vor allem durch Blätter, Gräser, Wildfrüchte und Wasserpflanzen. Tapire werden etwa 36 Jahre alt. Sie sind zwischen 1,80 und 2,40 Meter groß, ihre Schulterhöhe kann bis zu 1,30 Meter betragen.
Zoo Leipzig
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