Das Team

Statements der ETC-Autoren : Was gefällt mir an meiner Arbeit?

Jede Woche von Montag bis Freitag sind sie im Leipziger Zoo - die Filmemacher von Elefant, Tiger & Co. Wir haben sie einmal befragt - über Besonderheiten und Erinnerungen an schöne Momente bei ihrer Arbeit hinter den Kulissen. Hier sind ihre Antworten.

Jan Tenhaven

Jan Tenhaven
Jan Tenhaven

Klar, spektakuläre Giraffengeburten oder putzige Löwenbabys sind klassische Höhepunkte. Aber für mich als Autor ist es mindestens genauso spannend, dem ganz normalen Alltag im Zoo immer wieder neue, kuriose, faszinierende oder skurrile Aspekte abzugewinnen. Die schönsten Momente dabei? Immer ganz früh morgens, lange bevor die ersten Besucher kommen, wenn die Tiere wach werden und ein ganz besonderer Zauber über dem Zoo liegt. Wunderbar! Ich bin seit der ersten Sendung dabei, die am 1. April 2003 ausgestrahlt wurde. Ursprünglich hatten wir die Serie nur für elf Folgen konzipiert und wenn damals jemand etwas von 250 Folgen und mehr erzählt hätte - wir hätten es für einen verrückten Aprilscherz gehalten.

Beate Gerber

Beate Gerber
Beate Gerber

Als ich bei "Elefant, Tiger & Co." angefangen habe, habe ich mir zuerst eine Regenjacke und ein paar Outdoor-Schuhe gekauft. Damit war ich zumindest für alle Überraschungen, die das Wetter so parat hält, gewappnet. Doch auf fast alle anderen Dinge im Zoo kann man sich nicht vorbereiten. Sie passieren einfach. Das ist eben so toll an der Arbeit bei "Elefant, Tiger & Co.". Wenn man morgens in den Zoo kommt, weiß man nicht, welche Geschichten im Laufe des Tages passieren werden. Es sind wahre Begebenheiten, auf die man sich vor allem als Autor in Sekundenschnelle einstellen muss, die einen berühren, zum Lachen bringen oder traurig machen. Und schließlich will man diese echten Gefühle transportieren und mit den Zuschauern teilen. Und genau wegen dieser Herausforderung liebe ich die Arbeit bei "Elefant, Tiger & Co.".

Melanie Henze

Melanie Henze
Melanie Henze

Für mich ist der Zoo oft wie eine Wundertüte: Hier stecken so viele Überraschungen drin, man weiß eigentlich nie, was als nächstes kommt und genau das macht die Arbeit so spannend. Es gibt keine Drehbücher, keine gestellten Szenen. Im Zoo ist alles so wie es ist - authentisch. Seit ich für "Elefant, Tiger & Co." unterwegs bin, begeistert es mich jedes Mal aufs Neue, wie vielfältig, bunt und skurril Zooleben sein kann. Vor allem die Zusammenarbeit mit den tollen Menschen des Leipziger Zoos und dem Team von ETC hat mich von der ersten Minute gepackt. Und ich bin mir sicher, die Leidenschaft der Zoomitarbeiter für ihre Tiere macht die Sendung zu dem, was sie ist.

Kerstin Holl

Kerstin Holl
Kerstin Holl

Ich liebe Elefant, Tiger & Co. weil man – im Gegensatz zu anderen Sendungen – den Spaß, die lustigen, bewegenden, skurrilen und wahrhaftigen Momente nicht künstlich erzeugen muss. Sie liegen dort – überall im Leipziger Zoo. Man muss sie lediglich entdecken, mit Bedacht aufheben und in Seidenpapier verpacken. Ein Geschenk für jeden Autoren. Ich durchstreife den Zoo seit März 2004. Viele Tierkinder habe ich groß werden sehen und auch verabschiedet. Ich hoffe, dass die Inflation der Zoo-Sendungen im Deutschen Fernsehen meinem Wunsch nicht im Wege steht: Die Entstehung des Gondwanalands miterleben und begleiten zu dürfen.

Jens Strohschnieder

Jens Strohschnieder
Jens Strohschnieder

"Dass uns der Anblick der Tiere so ergötzt, beruht hauptsächlich darauf, dass es uns freut, unser eigenes Wesen so vereinfacht vor uns zu sehn", sagte Arthur Schopenhauer. Schopenhauer hat es ziemlich gut getroffen, warum ich gerne in den Zoo gehe. Es ist, als ob man immer wieder in den riesengroßen Spiegel der Evolution blickt. Ach ... und eins noch vom alten Leo: "Solange es Schlachthöfe gibt, wird es auch Schlachtfelder geben!", Nikolajewitsch Leo Tolstoi. Als ich 2003 im Leipziger Zoo anfing zu drehen, war ich, so muss ich gestehen, in meinem Innern der Zootierhaltung sehr kritisch gegenüber eingestellt. Die Jahre, die ich mittlerweile mit Elefant, Tiger & Co. verbracht habe, veränderten diese Einstellung. Wenn unsere Urenkel noch Wildtiere erleben sollen, dann ist der Zoo, der naturnahe, in dem Tiere als Mitgeschöpfe betrachtet werden, ein Bestandteil der Arterhaltung geworden, und er wird es bedauerlicherweise noch mehr werden.

Antje Schneider

Antje Schneider
Antje Schneider

Eine Heizung für Graumulle, damit sie sich nicht den Hintern abfrieren, dreiste Rhesusaffen, die sich einen Dreck um Tierpflegerregeln scheren, ein aufgeblasener Kugelfisch, und, und, und. Seit vier Jahren genieße ich mein Dauerbesuchsrecht im Leipziger Zoo und die Arbeit mit mir liebgewonnenen Menschen - vor und hinter der Kamera. Kurz: Ich komme von Elefant, Tiger & Co. einfach nicht mehr los. Das nenne ich Glück!

Christiane Probst

Christiane Probst
Christiane Probst

Eine Arbeit, die Spaß macht, herausfordert und bereichert. Der Reiz liegt im Unerwarteten, Unvorhersehbaren. Dass mich die Tiere vor der Kamera so begeistern, ist ein Verdienst der Menschen, die sie pflegen. Ihre Leidenschaft ist ansteckend. Das schönste Kompliment für unsere Arbeit kam neulich von einem langjährigen Tierpfleger: wenn es die Teams von Elefant, Tiger & Co. nicht mehr gäbe, die den Zoo auf der Suche nach Geschichten durchstreifen, würde wirklich etwas fehlen. Als Leipzigerin kenne ich den Zoo seit meiner Kindheit. Als Autorin von ETC darf ich seit August 2006 auch hinter die Kulissen blicken.

Stefanie Wagemann

Stefanie Wagemann
Stefanie Wagemann

Elefant, Tiger & Co. – ein wundervolles Format, weil es ein Stück echtes Leben zeigt mit all seinen Höhen, Tiefen, Stolpersteinen, Skurrilitäten ... eben so, wie Fernsehen sein sollte ... Ich arbeite seit 2006 als Autorin für Elefant, Tiger & Co. Klar ist es toll, einmal ein Tigerbaby auf dem Arm zu halten und auch der Stromschlag vom Lippenbärenzaun ... irgendwie unvergesslich. Doch das was ETC besonders macht, sind die Pfleger, die ihre Arbeit mit viel Herz und Engagement tun und uns immer wieder daran teilhaben lassen. Außerdem gehört zu uns neun Autoren ein wunderbares Team von Cuttern, Tonassistenten, und Kameraleuten, die alle weitaus mehr als einfach nur ihren Job machen. Das macht ETC aus ... und die Arbeit zum Vergnügen.

Lutz Tauscher

Lutz Tauscher
Lutz Tauscher

Es ist immer wieder erstaunlich, wenn man am Montag mit dem Kamerateam die Arbeit im Zoo beginnt und das fertige Produkt elf Tage später über den Bildschirm flimmert. Ein zum Teil stressiger Zeitraum. Doch die alltäglichen Erlebnisse mit den Tieren und deren Pfleger motivieren immer wieder aufs Neue. Da macht es auch nichts, wenn man nach einem Drehtag mal streng nach Zebra-Mist "duftet". Ich habe das Glück seit Ende 2006 als Autor im Leipziger Zoo für Elefant, Tiger & Co. unterwegs sein zu dürfen. Es ist mein Wunsch, dass das Original - trotz aller Kopien - der deutschen Fernsehlandschaft noch lange erhalten bleibt.

Axel Friedrich

Axel Friedrich
Axel Friedrich

Als Fernsehautor ist man immer auf der Suche nach authentischen Protagonisten, die dem Zuschauer offen und wahrhaftig etwas von ihrem Leben und ihren Gefühlen zeigen. Die beste Geschichte taugt nichts, wenn diese Menschen fehlen. Schon mit der ersten Folge von Elefant, Tiger & Co. im April 2003 war klar: Die ETC-Protagonisten sind ein echtes Erlebnis! Dass ich selbst in den vergangenen fünf Jahren viele Erlebnisse - glückliche und traurige, aber immer intensive - mit diesen Protagonisten teilen durfte, empfinde ich als persönlichen Glücksfall. Manchmal habe ich das Gefühl, die bisherigen 250 Folgen von Elefant, Tiger & Co. sind eine Dokumentation der Freundschaft - zwischen Mensch und Tier, aber auch zwischen den Zoo-Mitarbeitern und uns ETC-Autoren.

Eva Demmler

Eva Demmler
Eva Demmler

Die Arbeit bei Elefant, Tiger & Co? Ein Traumjob! Nichts Gestelltes, ehrliche Gefühle – wie im wahren Leben. Dass es so etwas noch gibt, ist ein Wunder. Und an diesem Wunder von Leipzig mitarbeiten zu dürfen, ein wahres Geschenk. Es sind die kleinen Dinge, die mich immer wieder staunen lassen: die Geduld und Liebe, mit der sich die Pfleger um ihre Zoo-Bewohner kümmern. Wie um das Leben jedes einzelnen Tieres gerungen wird. Dass man selbst mit einem Mittelmeer-Kraken Tierbeschäftigung machen kann - und dass in allen Fellen ganz besondere Charaktere stecken. Das alles macht das Leben im Zoo und bei Elefant, Tiger & Co groß. Seit Sommer 2005 bewege ich mich hinter den Kulissen des Leipziger Zoos - und habe viele bewegende Momente miterleben dürfen. Geburten und Todesfälle, Abschiede und Ankünfte, Freud und Leid - das wahre Leben eben. Und es könnte immer so weiter gehen.

Zuletzt aktualisiert: 30. Juli 2010, 19:08 Uhr

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