Der Osten - Entdecke wo du lebst | MDR FERNSEHEN | 10.10.2017 | 20:45 Uhr Das Gewandhaus zu Leipzig

Ein Film von Jutta-Valeska Hinz

Wie ein Edelstein funkelt das Gewandhaus im Herzen der Stadt. Es war Erich Honeckers Kleinod und Kurt Masurs Lebenswerk. Eng mit dem Gewandhaus verbunden: die Suskes - eine Leipziger Musikerfamilie. Im Film von Jutta-Valeska Hinz wird sowohl die Geschichte dieser Familie, als auch die wechselvolle Historie des Konzerthauses am Augustusplatz beleuchtet.

Das Gewandhaus zu Leipzig: Ein Konzerthaus der Superlative! Schon in den 1950er Jahren gibt das Gewandhaus-Orchester internationale Gastspiele. Paris, London, München, Rom.  Ab 1961 kommen Tourneen nach Übersee hinzu.

Das war eigentlich wie in einem Märchen und zwar die gesamte Reise mit dem Flugzeug von Kopenhagen über den Nordpol bis nach Tokyo war etwas so Außergewöhnliches und Unvorstellbares für uns eigentlich, dass man es gar nicht fassen konnte.

Karl Suske

Das Gewandhaus und die Suskes


Gewandhaus Leipzig abends mit Beleuchtung
Allabendlich erstrahlt das Leipziger Gewandhaus am Augustusplatz. Bildrechte: MDR/Marco Prosch
Gewandhaus Leipzig abends mit Beleuchtung
Allabendlich erstrahlt das Leipziger Gewandhaus am Augustusplatz. Bildrechte: MDR/Marco Prosch
Menschen vor dem Gewandhaus
Seit den 1950er-Jahren ist die Musikerfamilie Suske mit dem Konzerthaus verbunden. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
ein Mann im Porträt
Professor Karl Suske war als Violinist fast 50 Jahre lang der Star des Gewandhaus-Orchesters. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Historische Zeichnung zeigt Innenansicht des Gewandhauses in Leipzig
Doch die Geschichte des Hauses reicht viel länger zurück: 1743 fanden sich in Leipzig Kaufleute zusammen, um den Konzertverein Großes Concert zu gründen. Er bestand zunächst aus 16 Musikern. Das erste Konzert fand am 11. März 1743 statt. Mit dem Umzug in das Messehaus der Tuchwarenhändler (Gewandhaus) im Jahre 1781 erhielt das Haus seinen Namen. Hier eine Aufnahme des Konzertsaals des Alten Gewandhauses. Bildrechte: IMAGO
Der Chefdirigent des London Philharmonic Orchestra, Kurt Masur, nimmt am 10.10.2001 mit seinem Musikern nach einem Konzert im Leipziger Gewandhaus den Beifall des Publikums entgegen.
Als Kurt Masur 1970 zum Gewandhaus-Kapellmeister berufen wird, bessert sich das Klima im Haus. Bildrechte: dpa
Zu Zehntausenden drängen sich am 8. Oktober 1981 Zuschauer zur offiziellen Eröffnung des Neuen Gewandhauses auf dem Karl-Marx-Platz (heute Augustusplatz).
Der Dirigent konnte die DDR-Regierung in den 1970er-Jahren überzeugen, ein reines Konzerthaus für sich und sein Orchester zu bauen. Bildrechte: dpa
Der Osten: Entdecke, wo du lebst: Das Gewandhaus
Auch andere Familienmitglieder der Suskes sind eng mit dem Haus verbunden. Mutter Sibylle war als Sophranistin tätig... Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
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...und ihr Sohn Conrad Suske ist Violinist - wie sein Vater - und erster stellvertretender Konzertmeister. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
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Auch die beiden Töchter Annegret Suske (li.) und Cornelia Smaczny sind beim Gewandhaus in Lohn und Brot. Annegret arbeit im Konzertbüro.... Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
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...während Cornelia die Solo-Harfenistin im Orchester ist. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
ein Dirigent vor einem Orchester
Und wie sieht die musikalische Zukunft des Gewandhauses aus? Die ruht in den kommenden Jahren auf dem neuen Kapellmeister Andris Nelson, dem Stardirigenten einer neuen, jungen Generation. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
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Das Leben des Leipziger Geigenvirtuosen Karl Suske ist eng mit dem Gewandhaus verknüpft. Er kam 1954 zum Orchester und prägte als erster Konzertmeister viele Jahre das Ensemble. Zwei Mal erhält er für seine künstlerischen Verdienste den Nationalpreis der DDR. Doch auf einer Konzertreise nach Japan wartet eine ganz besondere Überraschung auf ihn.

Was ich selbst erlebt habe, erscheint mir ganz und gar unwirklich. Es gab ein kleines Café in Tokio mit meinem Namen und wo nur Schallplatten von mir verkauft wurden.

Karl Suske

Nicht nur die Muse regiert

Wenig bekannt ist bisher ein dunkles Kapitel der Orchester-Geschichte: die Stasi und das Gewandhausorchester. Es gab unter den Musikern nur wenige Parteimitglieder – fünf von 185 Musikern waren in der SED. Aber die DDR brauchte das Orchester – als Devisenlieferant.

1968, nach dem "Prager Frühling", sollte das "ideologische Zurückbleiben" der Musiker bekämpft werden. Mehrere IMs wurden rekrutiert, auch im Orchester. Unter den Decknamen: "Rudi Fischer", "Friedrich", "Paganini" oder "Gunther" bespitzelten sie Kollegen, vor allem im Hinblick auf deren Zuverlässigkeit als Reisekader.

Auch die Suskes werden von der Stasi überwacht. Ihre Akten berichten nur Positives. Und doch bekommt irgendwann Sibylle Suske – die Frau des Konzertmeisters - kaum noch Engagements als Sängerin. Bis heute weiß sie nicht, warum.

Ich wurde nicht mehr bei der Schallplatte für irgendetwas genommen. Die haben mich vollkommen geschnitten. Erst als ich dann Westgeld einbrachte, man musste ja die Hälfte abgeben und in Ostgeld umtauschen, da hat sich das dann so eingespielt, dass ich wenigstens zu den Sachen hinfahren durfte, wo mich gute Bekannte im Westen eingeladen hatten.

Sibylle Suske

Auch für ihre Kinder ist es nicht einfach. Zwar sind heute zwei von ihnen Ensemble-Mitglieder. Doch als Kinder werden sie als abgehobene Außenseiter gemobbt.

Wenn meine Kinder mit dem Geigenkasten auf der Straße lang gingen zum Unterricht, da wurden die halt ausgelacht von den anderen Kindern. Ich habe meine Kinder bewundert, dass sie sich überhaupt noch auf die Straße getraut haben.

Sibylle Suske

Die Ära Kurt Masur

Der Chefdirigent des London Philharmonic Orchestra, Kurt Masur, nimmt am 10.10.2001 mit seinem Musikern nach einem Konzert im Leipziger Gewandhaus den Beifall des Publikums entgegen.
Leitete ab 1970 das Leipziger Gewandhaus: Kurt Masur Bildrechte: dpa

Als Kurt Masur zum Gewandhaus-Kapellmeister berufen wurde (1970), bessert sich das Klima im Haus. Der Dirigent konnte die DDR-Regierung in den 1970er-Jahren überzeugen, ein reines Konzerthaus für sich und sein Orchester zu bauen.  Viele andere Neubauten in der DDR wurden als Multifunktionsbauten konzipiert, wie z.B. der Berliner Palast der Republik. Am 8. Oktober 1981 wurde das Gewandhaus am Augustusplatz feierlich eröffnet. Seit der Gründung des Gewandhaus-Orchesters im März 1743 ist es die dritte Spielstätte für den weltberühmten Leipziger Klangkörper.

Kurt Masur - sein Leben in Bildern

1960 wurde Kurt Masur zum Ersten Kapellmeister an der Komischen Oper Berlin berufen. An dem traditionsreichen Haus avancierte er zu einem der wichtigsten Dirigenten - zunächst in der DDR, später weltweit.

Kurt Masur bei einer Orchesterprobe. (1961)
1960 wurde Kurt Masur zum Ersten Kapellmeister an der Komischen Oper Berlin berufen. An dem traditionsreichen Haus avancierte er zu einem der wichtigsten Dirigenten der DDR. Die Aufnahme zeigt den damals 34-jährigen Masur bei einer Orchesterprobe 1961. Bildrechte: dpa
Kurt Masur bei einer Orchesterprobe. (1961)
1960 wurde Kurt Masur zum Ersten Kapellmeister an der Komischen Oper Berlin berufen. An dem traditionsreichen Haus avancierte er zu einem der wichtigsten Dirigenten der DDR. Die Aufnahme zeigt den damals 34-jährigen Masur bei einer Orchesterprobe 1961. Bildrechte: dpa
Porträt Kurt Masur (ca. 1978)
1970 übernahm Masur als Gewandhauskapellmeister in Leipzig einen der ältesten und renommiertesten Klangkörper Deutschlands. Bildrechte: dpa
In Anwesenheit des Staatsratsvorsitzenden Erich Honecker (r) übergibt Obermeister Manfred Friedrich (M) am 8. Oktober 1981 unter dem Beifall von zehntausenden von Bürgern der Messestadt symbolisch den Schlüssel an Gewandhauskapellmeister Professor Kurt Masur (l).
Am 8. Oktober 1981 wird das neu errichtete Leipziger Gewandhaus in Anwesenheit von Erich Honecker (2. von rechts), Kurt Hager (2. von links) und Willi Stoph (4. von links) eröffnet. Symbolisch übergibt ein Baubrigadier den Schlüssel an Gewandhauskapellmeister Kurt Masur (1. von links), der viele Jahre für eine Heimstatt seins Orchesters, das bis dahin in der "Kongresshalle am Zoo" konzertieren musste, gekämpft hatte. Bildrechte: dpa
Der Leipziger Gewandhauskapellmeister Kurt Masur (l) begrüßt freudig den österreichischen Dirigenten Herbert von Karajan (r) vor dem Neuen Gewandhaus in Leipzig, aufgenommen im November 1981.
Kurt Masur begrüßt 1981 den Dirigenten Herbert von Karajan vor dem Leipziger Gewandhaus. Bildrechte: dpa
Im Neuen Gewandhaus in Leipzig erläutert 1982 Gewandhauskapellmeister Kurt Masur (M) dem SPD-Vize Hans Jürgen Wischnewski (r)) den Konzertsaal. Dahinter links neben Kurt Masur steht Hans-Otto Bräutigam, Leiter der Ständigen BRD-Vertretung.
1982 führt Kurt Masur eine SPD-Delegation durch sein Haus. (Am unteren Bildrand Hans-Jürgen Wischnewski, über Kurt Masur stehend der Leiter der Ständigen Vertretung der BRD in der DDR, Hans-Otto Bräutigam.) Bildrechte: dpa
Der griechische Komponist Mikis Theodorakis (l) im Gespräch mit dem Leipziger Gewandhauskapellmeister Kurt Masur (r) während der Vorbereitung der Erstaufführung seines Werkes "Axion Esti" in deutscher Sprache, aufgenommen 1982.
Der griechische Komponist Mikis Theodorakis und Gewandhauskapellmeister Kurt Masur 1982 im Gewandhaus, kurz vor der deutschen Uraufführung von Theodorakis' Oratorium "Axion Esti". Bildrechte: dpa
Kultur und small-talk am Rande der Leipziger Herbstmesse 1985. Franz Josef Strauß mit Tochter Monika (3.v.l.) im Gewandhaus bei Kapellmeister Kurt Masur. Mit dabei: Alexander Schalck-Golodkowski. (r. hinter Strauß)
Während der Leipziger Herbstmesse 1985 besucht der Bayerische Ministerpräsident Franz Josef Strauss das Leipziger Gewandhaus. (Hinter Strauss, mit Sonnenbrille, der DDR-Devisenbeschaffer, Staatssekretär Alexander Schalck-Golodkowski.) Bildrechte: dpa
Der Dirigent des Leipziger Gewandhausorchesters Kurt Masur gibt der Geigerin Anne-Sophie Mutter während einer Orchesterprobe einen Handkuß, aufgenommen 1988.
Die Violinistin Anne-Sophie Mutter und Kurt Masur während einer Orchesterprobe 1988 im Gewandhaus zu Leipzig. Bildrechte: dpa
Der Dirigent des Leipziger Gewandhausorchesters Kurt Masur in Familie beim Gesellschaftsspiel - Sohn Ken-David wirft begeistert die Mikadostäbchen auf den Tisch, Mutter Tomoko, Vater Kurt und Halbschwester Carolin schauen zu.
Kurt Masur beim Mikadospielen mit seiner Frau, der Sopranistin Tomoko Sakurai, dem gemeinsamen Sohn Ken-David und Masurs Tochter Carolin. Bildrechte: dpa
Der Dirigent des Leipziger Gewandhausorchesters Kurt Masur in Familie bei der Hausmusik - Masur begleitet den Gesang seiner Ehefrau Tomoko mit dem Spiel auf dem Cembalo, ihr gemeinsamer Sohn Ken-David hört interessiert zu.
Kurt Masur beim Musizieren mit Frau und Sohn. Bildrechte: dpa
Das Archivfoto vom 09.10.1989 zeigt die "Leipziger Sechs" um den damaligen Gewandhauskapellmeister Prof. Kurt Masur (3.v.r.), die am 09. Oktober vor der großen Demonstration in Leipzig einen Aufruf gegen Gewalt über den Leipziger Rundfunk und im Stadtfunk über Straßenlautsprecher verlesen ließen. Auf Initiative von Kurt Masur waren daran die damaligen drei Sekretäre der SED-Bezirksleitung Leipzig Dr. Kurt Meyer (r), Dr.Roland Wötzel (4.v.r.), Jochen Pommert (5.v.r.), Pfarrer Peter F. Zimmermann (2.v.r.) und der Kabarettist Bernd-Lutz Lange beteiligt. An der darauffolgenden Demonstration in der Leipziger Innenstadt nahmen rund 70.000 Menschen teil. (o.N)
Die "Leipziger Sechs", die am 9. Oktober 1989 im Leipziger Stadtfunk in einer Erklärung vor der Montagsdemo zur Besonnenheit aufgerufen hatten, auf einer internationalen Pressekonferenz im November 1989 im Gewandhaus. (Von links nach rechts: Bernd-Lutz Lange, Jochen Pommert, Roland Wötzel, Kurt Masur, Peter Zimmermann, Kurt Meyer. Bildrechte: dpa
Der sächsische Ministerpräsident Kurt Biedenkopf (l, CDU) im Gespräch mit dem Gewandhauskapellmeister Kurt Masur am 2. Dezember 1990. Masur erlang nicht nur Popularität durch seine künstlerischen Leistungen als Dirigent, sondern tat sich auch während des Zusammenbruchs der DDR als Oppositionssprecher hervor.
Kurt Masur und der Ministerpräsident des Freistaats Sachsen, Kurt Biedenkopf, auf einer Podiumsdiskussion im Dezember 1990. Durch sein vermittelndes Wirken im Herbst 1989 war der Gewandhauskapellmeister zu einer Art moralischer Instanz geworden. Bildrechte: dpa
Der deutsche Dirigent und Kapellmeister des Leipziger Gewandhausorchesters, Kurt Masur (Mitte links), gibt am 12.9.1991 in New York sein Debüt als Chefdirigent und neuer Musikdirektor der New Yorker Philharmoniker.
1991 übernahm Gewandhauskapellmeister Kurt Masur als Chefdirigent und Musikdirektor auch die New Yorker Philharmoniker, denen er als Gastdirigent bereits seit 1981 verbunden gewesen war. Am 12. September 1991 gab er sein Debüt-Konzert in New York. Bildrechte: dpa
Kurt Masur dirigiert auf dem Augustusplatz das Rundfunkblasorchester Leipzig. Mit diesem Konzert demonstrierte der Gewandhauskapellmeister und Chefdirigent der New Yorker Philharmonie seine Unterstützung für das von Abwicklung bedrohte Orchester.
Trotz seiner Verpflichtungen mit dem Leipziger Gewandhaus und den New Yorker Philharmonikern trat Kurt Masur als Zeichen seiner Solidarität 1992 mit dem von der Abwicklung bedrohten "Rundfunk Blasorchester Leipzig" auf dem Leipziger Augustusplatz auf. Bildrechte: dpa
Sein 25-jähriges Jubiläum als Gewandhauskapellmeister feierte Kurt Masur, hier mit seiner Frau Tomoko Sakurai, am 02.09.1995 in Leipzig. Der Chef des berühmten Leipziger Klangkörpers, der gegenwärtig auch der New Yorker Philharmonie vorsteht, erhielt an diesem Tag das Bundesverdienstkreuz.
Am 2. September 1995 feierte Kurt Masur sein 25-jähriges Jubiläum als Gewandhauskapellmeister. Bildrechte: dpa
Mit der Ernennungsurkunde als Ehrendirigent des Gewandhausorchesters unter dem Arm verläßt Kurt Masur nach dem Silvesterkonzert 1996 den Konzertsaal in Leipzig. Mit der Aufführung von Beethovens Neunter Sinfonie beendete Masur nach 26 Jahren seine Amtszeit als Gewandhauskapellmeister. Aus diesem Anlaß hatte ihn das Orchester als ersten Kapellmeister in der 250jährigen Geschichte des Hauses zum Ehrendirigenten ernannt.
1996 erklärte Kurt Masur, dass er sein Amt als Gewandhauskapellmeister am Jahresende niederlegen werde. Das Silvesterkonzert am 31. Dezember 1996 mit Beethovens "Neunter Sinfonie" war sein letztes Dirigat als Gewandhauskapellmeister. Kurt Masur wurde zum "Ehrendirigenten des Gewandhaus-Orchesters" ernannt. Bildrechte: dpa
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Frischer Wind

2018 bekommt das Gewandhaus-Orchester zu seinem 275. Geburtstag ein besonders Geschenk: der erst 38 Jahre alte Lette Andris Nelsons wird als neuer Gewandhaus-Kapellmeister das Orchester im Februar übernehmen.

ein Dirigent vor einem Orchester
Andris Nelsons während einer Probe mit dem Gewandhausorchester Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Dirigenten sind manchmal wirklich nicht einfach. Aber Herr Nelsons ist wie eine neue aufgehende Sonne für uns. Er kennt die Psychologie des Orchesters und das ist das Wichtigste, was ein Dirigent kennen sollte.

Conrad Suske

Vater Karl Suske hat sich schon mal vorab eine Probe angeschaut und freut sich für seine Kinder. 

Ich finde, dass Herr Nelsons für das Gewandhaus-Orchester ein Glücksfall ist. Und ich beneide meine Kinder darum, die unter ihm spielen dürfen und ich darf es nicht mehr.

Karl Suske
Der Osten: Entdecke, wo du lebst: Das Gewandhaus
Cornelia Smaczny spielt die Solo-Harfe Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Der Film "Das Gewandhaus zu Leipzig" aus der Reihe "Der Osten – Entdecke wo du lebst" zeigt das Konzerthaus im Wandel der Geschichte aber auch zugleich die Familiengeschichte der Suskes, die eng mit dem Orchester verbunden sind.  Nicht nur Karl Suske spielte einst im Orchester, sondern auch seine Kinder sind dem Konzerthaus treu. Sohn Conrad Suske ist Violinist - wie sein Vater und erster stellvertretender Konzertmeister. Tochter Cornelia Smaczny spielt Solo-Harfe.      

Zuletzt aktualisiert: 11. Oktober 2017, 15:16 Uhr