Exakt vom 25.01.2012 : Teufelskreis Alkohol
Andreas Schink war Leistungssportler, Boxer in der DDR. Schülermeister, Juniorenmeister und dann sogar im Olympiakader 1980 für Moskau. Das ist lange her. Als Exakt ihn das erste Mal besucht, im Mai 2011, ist er alles andere als fit, er kann kaum noch feste Nahrung zu sich nehmen. Schuld daran ist sein Alkoholkonsum, den er schon lange nicht mehr unter Kontrolle hat. Doch Andreas Schink will sich und sein Leben nicht aufgeben. Er hat sich deshalb zu einer Langzeit-Entwöhnung angemeldet, um dem Teufelskreis Alkohol zu entkommen.
Wir treffen ihn im August 2011 wieder – zwei Tage vor seiner Entlassung aus der Fachklinik Klosterwald. Die stationäre Entwöhnung hat er ohne einen Tropfen Alkohol geschafft. Ein Teilsieg gegen die Sucht, den man ihm schon deutlich ansieht. Ganze zwölf Kilo hat er in den vorangegangenen drei Monaten zugenommen. Seine Gesundheit hat sich insgesamt verbessert, sogar die Leberwerte sind normal. Doch Andreas Schink ist sich durchaus bewusst, das ihm das Schwerste noch bevorsteht: Abstinent bleiben, während er auf sich allein gestellt ist.
Im Januar 2012 besuchen wir Andreas Schink zum dritten Mal. Er ist direkt nach der Therapie beim Projekt Neustart untergekommen, arbeitet hier täglich von 9 bis 14 Uhr. Doch die guten Vorsätze sind dahin. Nach der Langzeittherapie hat er gerade mal vier Wochen ohne Alkohol durchgehalten. Er selbst bedauert, dass ihm die Kraft und der Wille zum Trocken bleiben gefehlt haben.
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