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Exakt vom 30.11.2011 : Außerordentliche Kündigung für Roland Schimek

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Im Fall Roland Schimek ist eine Entscheidung gefallen. Der Kreistag des Saalekreises beschloss in einer Sitzung am Mittwoch die außerordentliche Kündigung des Jobcenterchefs von Merseburg. Mit der einstimmigen Entscheidung wollten die Kreistagsabgeordneten finanziellen Schaden vom Landkreis abwenden, andernfalls hätte Schimek bis weit ins nächste Jahr sein Gehalt weiter bezogen – ohne Arbeit. Grundlage für diese Kündigung ist der Rechnungsprüfbericht des Landkreises. Bei der Untersuchung durch die Behörde wurde festgestellt, dass 260.000 Euro vom Eigenbetrieb für Arbeit des Landkreises in Firmen geflossen sind, die Roland Schimek gehören bzw. an denen er beteiligt ist.

Bereits im Oktober berichtete Exakt darüber, wie Roland Schimek seine Funktion als Chef des Jobcenters in Merseburg ausnutzte, um einem ganzen Geflecht aus Firmen, die ihm gehörten, finanzielle Vorteile zu verschaffen. Infolge der Exakt-Recherchen wurde das Landratsamt des Saalekreises auf den Fall aufmerksam und suspendierte Schimek.

Aber auch der Landrat des Saalekreises Frank Bannert (CDU) gerät in Erklärungsnot. Bannert behauptet, in den sieben Jahren Dienstzeit Schimeks als Behördenleiter von dessen Machenschaften nichts bemerkt zu haben. Jedoch gab es bereits Anfang 2010 eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Schimek, die einen Fall finanzieller Verflechtung zwischen Schimek als Behördenchef und einer seiner Firmen deutlich benannte. Dennoch sah das Landratsamt damals keinen Handlungsbedarf. Außerdem informierte der Landrat Frank Bannert weder die Kreisräte noch die für den Eigenbetrieb zuständigen Ausschussmitglieder.

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Zuletzt aktualisiert: 01. Dezember 2011, 01:11 Uhr

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