Exakt vom 01.02.2012 : Erdrutsch im Tagebau
12. Oktober 2010, nördlich von Hoyerswerda, kurz nach 14:00 Uhr: Auf einer Fläche von mehr als einem Quadratkilometer sackt plötzlich der Boden ab. Wie bei einem gewaltigen Beben rumort die Erde, riesige Erdmengen rutschen in einen Tagebausee und lösen eine Flutwelle aus, eine Baumgruppe wird 400 Meter versetzt.
Mehrere Arbeiter, die auf dem Gelände Sanierungsarbeiten ausführen, können sich noch im letzten Augenblick in Sicherheit bringen. Einer von ihnen ist der Lkw-Fahrer Frank Holtzsch, ein Hubschrauber rettet ihn von seinem Laster. Beim Auftraggeber der Arbeiten, der Mitteldeutschen Bergbau- und Verwaltungsgesellschaft (LMBV), ist man heilfroh, dass damals niemand ums Leben kam. Doch die Arbeiter, die den Erdrutsch miterlebten, beschäftigt das Unglück bis heute:
Die LMBV hat nach dem Unglück 17.000 Hektar Fläche vorsorglich gesperrt. Im April soll sich entscheiden, wie es mit der Fläche weitergeht. Unterdessen sind weitere Erdrutsche in der Lausitz nicht ausgeschlossen. Die ehemalige Braunkohleregion wird mit den Folgen des bisherigen Bergbaus noch Jahrzehnte zu kämpfen haben.

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