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Hintergrund : Informationen zum Hantavirus

Virus

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Der Name Hantavirus leitet sich von dem koreanischen Fluss Hantan ab. Hier erkrankten während des Korea-Krieges mehr als 3.000 Soldaten. Hantaviren kommen auf der ganzen Welt vor, allerdings unterscheidet man je nach Region verschiedene Typen. In Mitteleuropa ist das so genannte "Puumalavirus" vorherrschend, andere Formen treten selten auf.

In Deutschland besteht in Teilen von Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Thüringen ein erhöhtes Infektionsrisiko. Seit Einführung der Meldepflicht werden pro Jahr im Mittel 185 Fälle erfasst. Allerdings steigen die Zahlen in regelmäßigen Abständen an. Die meisten Erkrankungen gab es 2010 mit 2.016 Fällen.

Übertragung

Das Hantavirus wird von infizierten Nagetieren, zum Beispiel Mäusen oder Ratten, übertragen. Die infizierten Tiere scheiden das Virus über Speichel, Kot und Urin aus. Menschen infizieren sich hauptsächlich, wenn sie den erregerhaltigen Staub einatmen. Seltener findet eine Ansteckung über Bissverletzungen statt. Die Krankheit bricht meist nach einer Inkubationszeit von zwei bis vier Wochen aus. In Ausnahmefällen können erste Anzeichen auch schon nach fünf Tagen festzustellen sein.

Symptome

Beim in Mitteleuropa vorkommenden Typ des Hantavirus tritt meist zu Beginn der Erkrankung hohes Fieber (über 38 Grad) auf, das dann drei bis vier Tage anhält. Begleitet wird es von grippeähnlichen Symptomen, wie Kopf, Bauch- oder Rückenschmerzen. Im weiteren Krankheitsverlauf können Blutdruckabfall und Nierenfunktionsstörungen bis hin zum Nierenversagen auftreten.

Bei Verdacht auf eine Hantavirus-Infektion sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden. Die Krankheit ist in Deutschland seit Inkrafttreten des Infektionsschutzgesetzes am 01. Januar 2001 meldepflichtig.

Schutz

Aktuell gibt es keinen zugelassenen Impfstoff. Das Risiko einer Infektion kann verringert werden, indem der Kontakt zu Nagetieren vermieden wird. Zwar ist das in der Natur nur schlecht möglich, aber Haus und Wohnung sollten weitgehend von Ratten und Mäusen frei gehalten werden. Wichtig dabei sind vor allem die sichere Aufbewahrung von Nahrungsmitteln und die Einhaltung allgemeiner Hygienemaßnahmen. Nager sollten gegebenenfalls gezielt bekämpft werden.

Wenn man sich in potentiell kontaminierten Bereichen, wie etwa Schuppen oder Dachböden aufhalten muss, sollte vor Beginn der Arbeit gelüftet werden. Lässt sich eine Staubentwicklung nicht vermeiden, sollte eine Atemschutzmaske verwendet werden.

Wer tote Mäuse und Ratten beseitigen muss, sollte dabei Handschuhe tragen. Die betreffenden Areale müssen anschließend gereinigt und die verwendeten Putzlappen im Müll entsorgt werden. Wer beruflich in Tätigkeitsbereichen arbeitet, in denen ein Infektionsrisiko nicht vermeidbar ist, sollte sich noch gezielt über Hantavirus-Infektionen informieren.

Zuletzt aktualisiert: 06. Juli 2012, 11:20 Uhr

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