Exakt vom 15.02.2012 : Drama auf der Koppel – Warum notleidenden Tieren nicht geholfen wird
Eine Koppel bei Frauenhagen in der Uckermark, unglaubliche Szenen spielen sich hier ab: Entlaufene hungrige Kühe auf Bahngleisen, verirrte Rinder auf Futtersuche im Dorf, verwesende Pferdekadaver auf der Weide. 50 Pferde und ca. 200 Rinder werden hier unter katastrophalen Umständen gehalten. Die Tiere haben zu wenig Futter, kein Heu, kein Stroh, keine Möglichkeiten sich hinzulegen, keinen Unterstand. Einzige Tränke - ein Bach. Aber der ist zurzeit vereist, für durstige Tiere eine Todesfalle.
Verantwortlich für diese Zustände ist Peter Sahlmann, Dorfbewohner halten ihn für einen krankhaften Tiersammler. Eigentlich darf der Bauer die Tiere gar nicht mehr betreuen. Das Veterinäramt hat im Mai letzten Jahres ein Tierhaltungsverbot ausgesprochen. Geändert hat sich dadurch wenig. Kurz vor der Behördenentscheidung hat Sahlmann die Tiere an eine andere Landwirtin übertragen.
Tierschützer wie Heinz Zimmermann sind fassungslos über diese Zustände.
Neben den Tierschützern machen nun auch besorgte Bürger der Region Druck auf die Behörden, wollen der Tierquälerei und dem Sterben auf der Koppel nicht weiter zusehen. Doch die Amtsveterinäre zögern.
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