Fakt ist...!

Fakt ist …! | 04.02.2013 | 22:05 Uhr | TV, Livestream & danach Mediathek : Abwandern statt arbeitslos

Deutschlandweit gibt es rund 850.000 freie Stellen für hochqualifizierte Arbeitskräfte. Doch viele der jungen und gut ausgebildeten Menschen gehen lieber ins Ausland, um dort ihr Geld zu verdienen. In der aktuellen Sendung haben wir nach den Gründen gefragt und mit Experten diskutiert. Auch Sie als Zuschauer konnten mitmachen und an unserem Online-Voting teilnehmen.

Ein Gletscherpanorama aus dem Stubaital in Tirol
Gibt es sonnigere Arbeitsaussichten im Ausland?

In der Ferienzeit sind sie gefragt: Saisonarbeiter in den Skigebieten in Österreich oder der Schweiz. Ganz oft hört man dort auch mitteldeutsche Dialekte. "Lieber weg als in Deutschland zu versauern", denken viele dieser Wanderarbeiter. Oft wird für die Helfer aus dem zeitlich befristeten Job eine feste Arbeit im Ausland. Besonders junge Leute schauen sich verstärkt um, weil sie in Deutschland nichts Passendes finden.

Deutschlandweit 850.000 Stellen aus Fachkräftemangel nicht besetzt

Gleichzeitig bemühen sich Handwerkskammern, Auszubildende, Fachkräfte und pädagogisches Personal eben durch geförderte Auslandsaufenthalte fit für die Wirtschaft in Deutschland zu machen. In der Hoffnung, dass diese Menschen wieder zurückkehren in ihr Land, denn deutschlandweit sind 850.000 Stellen nicht besetzt, weil Fachkräfte fehlen. Im letzten Jahr gab es bei den Handwerkskammern in Halle und Magdeburg 658 Beratungen zu möglichen Auslandsaufenthalten. Der Bedarf an solchen Beratungen steigt.

Reichen Maßnahmen, um Fachkräfte zu halten?

Aber tun die Unternehmen in Deutschland genug, um Arbeitskräfte auch hier zu halten? Warum denkt gut die Hälfte der Studenten darüber nach, lieber im Ausland arbeiten zu wollen? Ist wirklich alles nur eine Frage der Bezahlung?

Diese und weitere Fragen diskutierte Moderatorin Ines Krüger mit ihren Gästen:

  • Prof. Dr. Birgitta Wolff, CDU, Wirtschaftsministerin Sachsen-Anhalt
  • Prof. Dr. Stefan Sell, Direktor des Instituts für Bildungs- und Sozialpolitik der Hochschule Koblenz
  • Steffen Plaschka, ehemaliger Ausbilder und sozialpädagogischer Betreuer aus Sachsen-Anhalt, derzeit Bereichsleiter für Personalhäuser im österreichischen Gletscher-Skigebiet

MDR FERNSEHEN | Fakt ist…! | 04.02.2013 | 22:05 Uhr : Die Gäste der Sendung

Die Ministerin für Wissenschaft und Wirtschaft des Landes Sachsen Anhalt, Birgitta Wolff. Stefan Sell Steffen Plaschka, Bereichsleiter für Personalhäuser und Mitglied im gastronomischen Führungskader im größten österreichischen Gletscher-Skigebiet.

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Ihre Mail zu uns ins Studio

Bürgerreporter Alexander Huth fragte im Publikum nach, ob Arbeiten im Ausland wirklich neue Möglichkeiten eröffnet. Dazu befragte er auch Mobilitätsberaterin Leona Grulich von der Handwerkskammer Magdeburg. Natürlich waren auch die Meinungen der Zuschauer gefragt.

Darüber hinaus konnten die Zuschauer beim Online-Voting über folgende Frage abstimmen:

Bessere Chancen am Arbeitsmarkt : Interesse an Auslandsaufenthalten steigt

Die Handwerkskammern in Magdeburg und Halle beraten immer häufiger Interessenten, die einen Auslandsaufenthalt absolvieren wollen. Seit 2009 steigt die Nachfrage. Zu den Auslandsfavoriten zählt dabei nicht nur England. [mehr]


Zuletzt aktualisiert: 05. Februar 2013, 10:55 Uhr

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