Grafik: Auge und Einsen und Nullen
Inwiefern wird Menschenkraft durch Roboter und Maschinen ersetzt in Zukunft? Bildrechte: Colourbox.de

FAKT IST! | 13.11.2017 | 22:05 Uhr Die smarte Revolution – wo bleibt der Mensch in der digitalen Welt?

Die Digitalisierung ist omnipräsent in unserem Alltag. Sie bringt viele Erleichterungen in unser Leben und erweitert unsere Welt. Die digitale Revolution hat aber nicht nur Sonnen-, sondern auch Schattenseiten.

Grafik: Auge und Einsen und Nullen
Inwiefern wird Menschenkraft durch Roboter und Maschinen ersetzt in Zukunft? Bildrechte: Colourbox.de

Schnelle Informationen aus dem Internet, der Einkauf per Mausklick, Heimtechnik, die sich per Smartphone steuern lässt - die angenehmen Seiten der Digitalisierung kennt und schätzt wohl jeder. Den meisten Menschen ist noch gar nicht bewusst, dass diese modernen Annehmlichkeiten nur die Begleiterscheinungen einer digitalen Revolution sind, die längst im Gange ist. Sie wird unser gesamtes Leben verändern - und das mit kaum vorstellbarer Geschwindigkeit.

Herausforderungen für Politik und Wirtschaft

Auch die Arbeitswelt wird zunehmend digital: selbstfahrende Autos, Roboter, die bei der Pflege helfen, menschenleere Fabrikhallen, in denen die Produktion automatisch läuft. Der Digitalverband "Bitcom" schätzt, dass etwa die Hälfte aller Arbeitsaufgaben in den nächsten zwanzig Jahren von Maschinen oder Computern erledigt werden kann. Zehntausende Jobs werden nach Prognosen der Bundes-Arbeitsagentur auch in Mitteldeutschland verlorengehen. Darauf sind nach Einschätzung von Experten weder die Politik noch die Wirtschaft ausreichend vorbereitet.

Senioren an einem Tisch schauen konzentriert auf Tablets.
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Fr 10.11.2017 14:08Uhr 03:13 min

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Es droht ein Auseinanderdriften der Gesellschaft, das enorme Anforderungen an unsere Sozialsysteme stellen wird. Zugleich werden in allen Lebensbereichen - häufig unbemerkt - immer mehr Daten erhoben, die uns zunehmend zum „gläsernen Menschen" machen. Dieser Entwicklung kann sich kaum noch jemand entziehen und es ist unsicher, wozu und durch wen diese Masse an persönlichen Daten genutzt wird.

Wo bietet die Digitalisierung Chancen und wo wird sie zur Bedrohung? Kann sich der Mensch mit seiner Persönlichkeit den Entwicklungen im beruflichen und persönlichen Umfeld überhaupt noch anpassen? Und wie schaffen wir es, dass wir die Digitalisierung beherrschen - und nicht sie uns?

Darüber diskutiert FAKT IST!-Moderatorin Anja Heyde mit folgenden Gästen

Andreas Brohm
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Andreas Brohm

Andreas Brohm


Bürgermeister Tangerhütte

"Mit Digitalisierung lässt sich Geographie überwinden. Glasfaser sichert die Zukunft des ländlichen Raumes."

Susanne Wiedemeyer
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Susanne Wiedemeyer

Susanne Wiedemeyer

DGB-Landesbeauftragte Sachsen-Anhalt

"Erfolgreiche Digitalisierung funktioniert nur bei Mitbestimmung von Arbeitnehmern. Klare Grenzen müssen durch Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen rechtlich garantiert sein."

Martin Krzywdzinski
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Dr. Martin Krzywdzinski

Dr. Martin Krzywdzinski

Wissenschaftszentrum für Sozialforschung, Berlin

"Die digitale Revolution überrollt uns nicht. Politik und Gewerkschaften haben Gestaltungsmöglichkeiten und müssen gemeinsam mit Unternehmen Rahmenbedingungen setzen."

Sebastian Friedrich
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Sebastian Friedrich

Sebastian Friedrich


Unternehmensgründer im Bereich 3 D-Druck

"Meine Firma würde es ohne Digitalisierung nicht geben."

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Bürgerreporter Stefan Bernschein hat den Pflegeforscher Dr. Patrick Jahn von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg zu Gast - in Begleitung des Diagnose-Roboters Pepper. Außerdem wirft er einen Blick auf die Meinungen von Zuschauern und Usern, die sich an der Diskussion beteiligen. Wenn auch Sie sich beteiligen wollen, sollen Sie das untenstehende Formular nutzen oder auf facebook.com/MDRSachsenAnhalt, Twitter (@faktist) oder per Mail an faktist@mdr.de mitdiskutieren.

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Zuletzt aktualisiert: 31. März 2017, 15:25 Uhr