MDR FERNSEHEN | FAKT IST! | 29.05.2017 | 22:05 Uhr Grundeinkommen für alle: Utopie oder Zukunftsmodell?

Wer soll ein Grundeinkommen beziehen können und in welcher Höhe? Wer würde das finanzieren und vor allem wie? Und welche Auswirkungen hätte so ein Grundeinkommen auf unsere Arbeitswelt und damit auf die Gesellschaft als Ganzes? Darüber diskutiert Moderatorin Anja Heyde mit den Gästen bei "FAKT IST!" aus Magdeburg, am Montagabend ab 22:05 Uhr.

Eine Grafik mit Zahlen zum Thema Grundeinkommen.
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Die Idee klingt verführerisch: Ein festes monatliches Einkommen, das ausreichen soll, die materiellen Grundbedürfnisse zu finanzieren. Das Grundeinkommen soll man bekommen, ohne etwas dafür zu tun. Bedingungslos.

Die Idee ist nicht neu, sie hat prominente Unterstützer, wie Telekom-Chef Tim Höttges oder den "dm"-Gründer Götz Werner. Richard Schmid aus Halle hat mit dem "Bündnis Grundeinkommen" sogar eine Partei mitbegründet, die sich für die Einführung eines solchen Einkommens einsetzt und zur Bundestagswahl antritt.

Pro: Sicherheit – Contra: nicht finanzierbar

Befürworter argumentieren, ein Grundeinkommen gebe Sicherheit in einer zunehmend unsicheren, globalisierten Welt. Es könne der Mittelschicht Abstiegsängste nehmen und vor allem jedem Einzelnen mehr Freiheit einräumen, Dinge zu tun, die ihm am Herzen liegen.

Andere verteidigen die Idee mit dem Argument, uns bliebe gar keine andere Wahl in einer sich rasant verändernden Arbeitswelt, in der die Digitalisierung immer mehr Tätigkeiten übernimmt und damit Arbeitsplätze obsolet macht – und mithin Möglichkeiten, einen Lebensunterhalt zu verdienen.

Gegner wiederum halten das Grundeinkommen für eine absurde Tagträumerei, die weder organisatorisch geschweige denn finanziell umsetzbar sei.

Wer soll das Grundeinkommen beziehen und in welcher Höhe?

In der Tat stellen sich wichtige Fragen: Wer soll ein Grundeinkommen beziehen können – und in welcher Höhe? Wer würde das finanzieren – und wie? Und welche Auswirkungen hätte so ein Grundeinkommen auf unsere Arbeitswelt – und damit auf die Gesellschaft als Ganzes?

Über die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens zwischen Utopie und reeller Chance diskutiert Anja Heyde mit folgenden Gästen:

Valerie Rupp
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Valerie Rupp

Valerie Rupp

Bezieherin eines Grundeinkommens auf Zeit

"Das Grundeinkommen hat uns gerettet – sowohl emotional als auch finanziell."

Richard Schmid
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Richard Schmid

Richard Schmid

Mitbegründer der Partei "Bündnis Grundeinkommen"

"Das bedingungslose Grundeinkommen ist nicht aufs Faulenzen angelegt."

Susanne Wiedemeyer
Bildrechte: Susanne Wiedemeyer

Susanne Wiedemeyer

Susanne Wiedemeyer

stellv. Bezirksvorsitzende DGB Sachsen-Anhalt

"Wir möchten den Sozialstaat weiterentwickeln. Ein Grundeinkommen entspricht aber einem Fürsorgestaat nach Kassenlage, Arbeitgeber wären ihrer Verantwortung entledigt."

Andreas Hoffmann, Wirtschaftsjournalist beim Magazin Stern
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Andreas Hoffmann

Andreas Hoffmann

Wirtschaftsjournalist beim Magazin "Stern"

"Das Grundeinkommen ist Koks fürs Kleinhirn aber taugt nicht für die Realität."

Michael Bohmeyer, 2015
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Michael Bohmeyer

Michael Bohmeyer

Verein "Mein Grundeinkommen"

"Grundeinkommen gibt uns die Freiheit 'Nein' zu sagen und ist damit die friedliche Revolution, die wir dringend brauchen."

Teilen Sie Ihre Ansichten und Erfahrungen mit uns!

Bürgerreporter Stefan Bernschein hat den Parteimitbegründer Richard Schmid zu Gast und hat Passanten befragt, ob und in welcher Höhe sie ein Grundeinkommen befürworten würden. Wie immer wirft er auch einen Blick auf die Meinung der Zuschauer, die sich an der Diskussion unter facebook.com/MDRSachsenAnhalt oder per Mail an faktist@mdr.de beteiligen können.

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Diese Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | 29.05.2017 | 22:05 Uhr

Quelle: MDR/jr

Zuletzt aktualisiert: 26. Mai 2017, 15:15 Uhr

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