Vera Lengsfeld erstattet Strafanzeige gegen Gysi
Der Fraktionschef der Linken im Deutsche Bundestag, Gregor Gysi, sieht sich mit einer weiteren Strafanzeige wegen eidesstattlicher Falschaussage konfrontiert. Gestellt hat sie die Publizistin und frühere DDR-Bürgerrechtlerin Vera Lengsfeld.
Hintergrund ist ein Bericht des ARD-Magazins FAKT aus dem Jahr 2008. Darin ging es um Stasi-Dokumente, denen zufolge Gregor Gysi der Staatssicherheit über ein Gespräch mit dem Dissidenten Robert Havemann berichtet haben soll. Gestützt auf eine eidesstattliche Versicherung erwirkte der Linken-Politiker damals gerichtlich eine Unterlassung gegen das ARD-Magazin. In dem von Gysi unterzeichneten Dokument heißt es wörtlich: "Ich habe weder über dieses Gespräch noch über sonst ein Gespräch mit Robert Havemann mit der Staatssicherheit gesprochen."
Diesen Widerspruch möchte Vera Lengsfeld jetzt mit der Strafanzeige durch die Staatsanwaltschaft Hamburg aufklären lassen. In der Strafanzeige schreibt Lengsfeld auch über ihre persönlichen Erfahrungen mit Gregor Gysi, der sie zu DDR-Zeiten als Rechtsanwalt vertreten hatte:
Auch diesen Punkt muss die Staatsanwaltschaft nun klären.

