Kauschs Countdown

Kolumne : Kauschs Countdown | 27.05.2011

In drei Wochen beginnt die Fußballweltmeisterschaft der Frauen in Deutschland. Wir hoffen natürlich alle, dass dies ein neues Sommermärchen wird. Vielleicht haben Sie ja auch mal den einen oder anderen Werbespot mit den Spielerinnen gesehen. Prominent dabei - nicht zuletzt, weil sehr fotogen - ist immer auch Fatmire Bajramaj, schon jetzt Welt- und Europameisterin. Sie ist aber auch deshalb ein Aushängeschild der Nationalmannschaft, weil sie ein Beispiel für gelungene Integration ist.

Thomas Kausch
Thomas Kausch

Fatmire wurde am 1. April 1988 im Kosovo geboren und kam mit ihren Eltern als Fünfjährige nach Deutschland, über Duisburg und Mönchengladbach nach Potsdam, wo sie heute bei Turbine Potsdam spielt. Sie sieht Nationalspieler mit Migrationshintergrund als Vorbilder in der Pflicht: "Wir können zeigen, dass sich Integration lohnt und für alle Beteiligten der richtige Weg ist. Gemeinsam Spaß und Erfolg haben, das sollte jeden von uns anspornen", sagte die Offensivspielerin. Steffi Jones, die ehemalige Nationalspielerin und jetzige Präsidentin des Organisationskomitees für die FIFA-Frauen-WM 2011, oder Célia Okoyino da Mbabi, die Trikot-Nummer 13 des deutschen WM-Teams, sehen das genauso. Also alles gut.

Nicht wirklich, wie wir Ihnen am Montag in einem weiteren Beitrag aus unserer Reihe zum Thema Integration zeigen werden. Im Alltag, abseits des WM-Glamours, machen Mädchen mit Migrationshintergrund in Fußballvereinen ganz andere Erfahrungen. Sie müssen schon froh sein, wenn es bei ihren Spielen nur bei Beleidigungen bleibt. Sie werden überrascht sein.

Am 19. Juni läuft übrigens auch ein spannender Tatort mit Ulrike Folkerts zu dem Thema, in dem auch einige unsere Nationalspielerinnen einen Auftritt haben."Im Abseits" heißt der Film.

Beste Grüße,
Thomas Kausch

Zuletzt aktualisiert: 27. Mai 2011, 18:18 Uhr


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