Braunschweig Polizei registriert Straftaten durch Asylbewerber

Die Polizei in Braunschweig registriert im Umfeld der örtlichen Flüchtlingsaufnahmestelle in Kralenriede eine deutliche Zunahme der Kriminalität. Der Leiter einer dafür gebildeten Sonderkommission (SoKo) der Polizei, Torsten Heuer, sagte dem ARD-Magazin FAKT, seit Anfang August seien insgesamt rund 1.000 Straftaten von Asylbewerbern registriert worden. Dabei handele es sich etwa zur Hälfte um Ladendiesbstähle sowie um eine hohe Anzahl von Körperverletzungen.

Torsten Heuer
SoKo-Chef Torsten Heuer Bildrechte: dpa

Für die bisher registrierten Straftaten sei aber nur eine vergleichsweise kleine Zahl von Bewohnern der Erstaufnahmestelle verantwortlich. Bilanz der SoKo: von den insgesamt 30.000 hier vorübergehend untergebrachten Asylbewerbern sind 1.050 straffällig geworden, das entspricht drei Prozent. Die Mehrzahl der Bewohner der Einrichtung sei "unauffällig".

Unter den Tatverdächtigen sind laut Polizei vor allem Asylbewerbern aus Nordafrika und dem Westbalkan - also Regionen, die von Deutschland als sichere Herkunftsländer eingestuft werden. Viele der bekannt gewordenen Straftaten sind in dem Flüchtlingsheim selbst verübt worden. Dabei handele es sich beispielsweise um tätliche Auseinandersetzungen, bei denen häufig Alkohol eine Rolle spiele, so die örtliche Polizei.

Allerdings registrierte die Polizei vor allem im Umfeld der Einrichtung auch eine gestiegene Zahl von Einbrüchen und Diebstählen. Ein Supermat hat darauf mittlerweile mit kürzeren Öffnungszeiten reagiert, außerdem wird Wachpersonal eingesetzt. In der Einrichtung selbst hätten sich in den vergangenen Wochen auch Versuche gehäuft, mit gefälschten Heimausweisen mehrfach Taschengeld zu erlangen, sagte Heuer. Asylbewerber haben Anspruch auf 143 Euro monatlich. Wer versucht, unberechtigt weiteres Taschengeld zu erlangen, macht sich strafrechtlich des Leistungsbetrugs schuldig.

Im Oktober hatte es in der Erstaufnahmestelle in Braunschweig eine Massenschlägerei mit etwa 200 Beteiligten gegeben. Die Polizei musste mit einem Großaufgebot von 25 Streifenwagen eingreifen.

Zuletzt aktualisiert: 09. Dezember 2015, 00:26 Uhr

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16 Kommentare

09.12.2015 19:43 Richard Nitschke 16

Was soll man denn von den unerledigten Ermittlungen halten wenn es nicht möglich ist einen Straftäter dingfest zu machen der augenscheinlich am 4.12.15 in Königsmutter um 3.45 Uhr eine weibliche Person angreift .bekannt sind mehrere exorbitante Merkmale wie u.a.dunkle Hautfarbe usw.davon gibt es ja nicht massenweise.gibt es denn wirklich so viele Personen die der Beschreibung entsprechen die am Tag nicht arbeiten und nachts nicht schlafen,sicher nicht oder doch?

09.12.2015 19:01 Carla Schütte 15


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09.12.2015 18:29 Lothar Doktor 14

Jetzt hat sich die ARD selbst widersprochen.
Umkehrschluss:
AFD und Pegida haben lt. der Sendung vom 8.12.15 doch Recht. Mit irgendwelchen fiktiven Prozenten zu agieren ist einfach nur unseriös

09.12.2015 18:22 Thomas Winkler 13

Es hat plumps gemacht als ich den Beitrag sah! Endlich ging jemand mit offenen Augen an das Thema. Ich danke allen Beteiligten für den Mut, den sie bewiesen haben und die sachliche Kompetenz.

09.12.2015 16:28 Carla Schütte 12

@ Kommissar Rex:
die Zahl 30.000 ist bezogen auf die ges. Zahl der Menschen , die in der LAB aufgenommen wurden , mit 3 - 5.ooo Menschen ist die LAB belegt , mal mehr und mal weniger...
hinzufügen möchte ich noch , dass wir 19 Jahre Kriegsflüchtlinge hatten , ca 500 , die haben mit uns gelebt und die Kriminalität ist nicht angestiegen...keine mußte Angst haben und Kinder konnten auf der Strasse spielen

09.12.2015 15:45 Spacerboy 11

Frau Merkel verschließt die Augen bzw. lässt sich ihre Statistiken schön rechnen.Den würden die Menschen hier im Lande einmal die richtigen Zahlen erfahren würde dieses die Unfähigkeit von Frau Merkel und Herrn Gabriel dies Land zu führen einmal mehr bestätig.
Behauptung: "Asylbewerber sorgen für keinen Anstieg der Kriminalität"
Richtig ist, dass Straftaten von Flüchtlingen nicht gesondert erfasst werden. Dort wird zwischen deutschen und nicht-deutschen Tatverdächtigen nicht unterschieden.
Der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) warnt, auf diese Weise würden „hier geborene Deutsche in einem viel höheren Maße kriminalisiert, als sie kriminell sind". Was zu folge hat das Asylsuchende entkriminalisiert werden da ihre Straftaten den Deutschen zugeordnet werden
Das so genannte Dunkelfeld der begangenen Straftaten ist ebenfalls hierbei nicht berücksichtigt worden

09.12.2015 12:37 Kommissar Rex 10

30.000 vorübergehend untergebrachte Asylbewerber???
Wo? In Braunschweig allein?! Der Text bezieht sich ja nur auf diese eine Einrichtung. Dort leben doch keine 30.000! Oder doch? Hat man hier evt. eine 0 zuviel verwendet? Dann wären die 1050 Straffälligen auch schon wieder eine ganz andere Dimension.
Aber die 30.000 sollten nochmal erklärt werden.

09.12.2015 11:27 Wolfgang 9

Nach diesem Bericht ist ein Einkauf mit dem Besuch des Braunschweiger Weihnachtsmarkt für mich abgesagt. Diese Leute sind brutaler in ihrem handeln und somit sind wir nicht mehr im eigenen Land sicher. Syrer die auf Weihnachtsmärkten Musik machen, besser als im Heimatland zum Wehrdienst zu müssen, das machen stattdessen unsere Soldaten. Integration selten machbar und von ihnen auch nicht gewünscht. Was in diesem Bericht fehlt sind die Vergewaltigungen der eigenen Frauen sowie unserer jungen Frauen. Ist das Ihre Dankbarkeit für Asyl, Essen, freie Unterkunft Kleidung, ärztliche Versorgung und Taschengeld. Warum reinigen die Asylbewerber Ihre Unterkünfte nicht selbst? Was ist mit den Schläfern? Weiß man nicht, da ohne Kontrollen nur reingelassen wurde. Fragen auf Fragen

09.12.2015 10:24 Frank 8

Bravo ARD , wurde auch mal Zeit........ !!! Wenn ich den "Fritz" richtig verstehe, bin ich also berechtigt ,mich bei einem finanziellen Engpass im Supermarkt oder im Einzelhandel, selbst zu bedienen ??? ;)

08.12.2015 00:11 Uwe 7

3% der Asylbewerber sind lt. Bericht straffällig geworden. Es kann sich hier aber wohl nur um bekannte, d. h. ermittelte Straftäter handeln. Lt. Internetseite www.polizei-Beratung.de beträgt die durchschnittliche Aufklärungsquote für z. B. Wohnungseinbruchdiebstahl aktuell 15.9%. Damit dürfte die tatsächliche Anzahl der verübten Straftaten und die Anzahl der Straftäter bei den 30.000 vorübergehend untergebrachten Asylbewerbern leider wohl deutlich darüber liegen.