Ukraine Ultranationalisten trainieren Kinder an Waffen

Ukrainische Ultranationalisten trainieren Kinder für den bewaffneten Kampf gegen russische Separatisten. Das haben Recherchen des ARD-Magazins FAKT ergeben. So wirbt die Organisation "Rechter Sektor" im Internet für Kurse, die sich an Kinder und Jugendliche im Alter von 11 bis 16 Jahren richten und in denen eine militärische Grundausbildung angeboten wird. Dazu gehört auch der Umgang mit dem Sturmgewehr AK47. Fotos vom Training von Kindern an Kriegswaffen bei der Organisation liegen der Redaktion vor.

Kämpfer der Organisation "Rechter Sektor" bei einem Aufmarsch in Kiew
Kämpfer der Organisation "Rechter Sektor" bei einer Parade in der ukrainischen Hauptstadt Kiew Bildrechte: dpa

Ein Trainingslager des "Rechten Sektors" befindet sich nach FAKT-Recherchen in der ukrainischen Stadt Uschgorod in der Nähe der Grenze zur Slowakei. Vertreter der Organisation verharmlosten im Gespräch mit FAKT jedoch diese Ausbildung. So sagte der regionale Führer des "Rechten Sektors" im Karpaten-Gebiet, Alexander Sachko, es handele sich hierbei nicht um eine echte militärische Ausbildung. Er bestritt auch, dass den Teilnehmern der Kurse Waffen in die Hände gegeben werden. Der Vertreter des "Rechten Sektors" in Deutschland, Jurij Duschko, sagte FAKT, er finde es angesichts der aktuellen Situation in der Ukraine "nicht schlecht", dass auch Kinder und Jugendliche eine militärische Ausbildung erhielten.

Barbara Küppers von der internationalen Kinderrechtsorganisation Terre des Hommes sagte FAKT, die Ausbildung von Kindern an Waffen sei im Hinblick auf die Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen verboten. Offenbar planten die Ultranationalisten, Kinder auch als Soldaten einzusetzen - wenn auch nicht unbedingt direkt im Kampf, aber beispielsweise als Spione oder Träger. Die Veröffentlichung von Bildern, die Kindern an Waffen zeigten, könne auch einen Propagandazweck haben: Der Gegenseite solle damit möglicherweise signalisiert werden: "Diese Truppe schreckt vor nichts zurück, die setzen sogar Kinder ein."

Zuletzt aktualisiert: 21. August 2015, 10:21 Uhr

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7 Kommentare

21.08.2015 19:27 bereg 7

Noch ein Beitrag mit Kreml-Propaganda Methode, der ein komplett verzehrtes Bild zeigt. Wenn auf dem Video weinende Kinder bei Begräbnis ihres Vaters, der in Krieg gefallen ist, zu sehen sind, heißt das für Frau Küppers und Fakt-Redaktion das sind die Kinder-Soldaten. Die Interview werden missbraucht und auf dem Kopf gestellt. Obwohl in jedem Interview das Word KRIEG vorkommt, hat die Redaktion die Lage nicht verstanden. Ein verlogener Bericht-

20.08.2015 21:54 marcv 6

Der Bericht war recht einseitig, in Russland gibt es kirchliche Militär Schulen für Kinder schon seit dem 2 Weltkrieg .als wäre das was neues oder schockierendes, in meinen Augen war das Effekt hascherei und richtig billiger jornalismus

20.08.2015 21:17 Andre 5

@Tatjana - he he, wie naiv. Sie sind Bandera Verehrer, richtig? Hätten Sie dieses tolle Sturm-Kommando nicht, dann hätten Sie gar keinen Krieg. Gut, die alte Regierung war nicht perfekt, keine Frage, aber schlimmer als die jetzige kann wohl nichts sein ... @Tanja - wenn ich Punkt 1 bei Ihnen lese ist Putin Schuld? ;) Seien Sie stolz, die UA ist das einzige Land mit Kindersoldaten, ausgebildet nach westlichen Werten :-)

19.08.2015 21:11 Stefanius 4

Schau mal Mama, da drüben der Mann mit der Glatze,den Springerstiefeln und dem Hakenkreuz Tattoo, ja genau der welcher den Arm nach oben streckt. Ja mein Sohn, dass ist einfach nur ein Ultranationalist, der macht nichts.

19.08.2015 12:08 Tanja 3

1. Solche Ausbildung war schon immer in sowjetischen und postsowjetischen Schulen. 2. Die Freiwillige gehen gegen Terroristen zu kämpfen damit andere Menschen Krieg nicht erleben müssten. Also Vermutung, dass diese Kinder nach Osten geschickt werden, ist grundlos und beleidigend. 3. Es besteht Möglichkeit, dass doch große Krieg wird und dann es ist deutlich besser, wenn man sich von Horde aus Osten verteidigen kann. P.S. ich hoffe Autoren haben ähnliches Bericht über solcher Ausbildung und schon geübtes Einsatz von Jugendlichen durch (pro)russische Terroristen in Donetsk und Lugansk gemacht. Sonst sieht es als Propaganda aus, die mit blutgeschmiertem Geld bezahlt ist.

19.08.2015 06:00 Bernd Nohse 2

Wie hat die fakt-Redaktion diesen Beitrag an Kai Gniffke vorbei bekommen? Hat dieser glänzende Held ausgewogener Berichterstattung Urlaub? Jetzt fehlt nur noch der Mut, Ultranationalisten mit dem bösen F-Wort zu bezeichnen.

18.08.2015 22:24 Tatjana 1

solche Nachricht bezeichne ich nur als dumm und blöd, reine Lüge, noch eine lügnerische russische Propaganda, wurde bestimmt von rus.heimdienst bezahlt, eine echt Schande für Deutschland. Hätte Ukraine keine recht Sektor, wäre das Land schon lange von russen erobern, Gott sei dank, das wir diese Partei haben.