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FAKT | Das Erste | 06.12.2011 | 21:45 Uhr : Rückkehr der Wölfe spaltet die Gemüter

Gut 150 Jahre lang galt der Wolf in Deutschland als ausgerottet. In den letzten Jahren kamen allerdings immer wieder Wölfe aus Polen, Tschechien oder Italien nach Deutschland und siedelten sich hier an. Was die Naturschützer freut, ist für viele Landwirte ein Ärgernis. Denn immer wieder reißen die Wölfe ihr Vieh.

Wölfe gibt es heute vor allem in Sachsen, Brandenburg und Sachsen-Anhalt. Aber auch in Niedersachsen, Hessen und Bayern wurde bereits Tiere gesichtet. Insgesamt soll es sich um etwa 50 Wölfe handeln. In der Lausitz in Sachsen sind die Wölfe seit etwa 14 Jahren wieder heimisch. Sechs Rudel gibt es dort inzwischen und ein Kontaktbüro für die Wolfsregion Lausitz, wo alle Informationen rund um die Wölfe gesammelt werden. Die Wölfe sind mittlerweile auch Anziehungsmagnet für Touristen. So bietet Naturführer Stephan Kaasche etwa Termine an, an denen sich die Teilnehmer auf die Spur der Wölfe begeben können. Außerdem gibt es in der Lausitz einen Wolfs-Radweg, ein Wolfsmuseum und ein Souvenirgeschäft rund um den Wolf. Die Faszination ist ungebrochen, auch wenn in der Region im letzten Jahr 16 Schafe von den Wölfen gerissen worden sind.

Die Rückkehr der Wölfe

Wölfe im Grünen Schäfer mit Herde Wanderer gehen durch einen Wald

Sechs Wolfsrudel leben inzwischen wieder in der Lausitz. Naturbegeisterte folgen ihren Spuren und kämpfen um den Schutz der Raubtiere. Doch manch einer würde die Wölfe lieber auf der Abschussliste sehen. [Bilder]


Zehn tote Wölfe in Sachsen

Allerdings gibt es in der Lausitz offenbar auch Menschen, die nicht so viel von den Wölfen halten. Im Mai wurde eine Wölfin bei Niesky erschossen aufgefunden. Insgesamt wurden 2011 in der Lausitz zehn tote Wölfe gezählt. Sieben von ihnen wurden überfahren, der letzte erst Anfang Dezember. Bei zwei Wölfen ist die Todesursache unklar.

Almbauern in Bayern machen gegen Wölfe mobil

In Bayern ist die Stimmung nach mehreren Vorfällen mit Wölfen angespannt. Im Mangfallgebirge in den bayerischen Voralpen haben die Bauern inzwischen Vorkehrungen getroffen, obwohl dort seit dem Frühjahr kein Wolf mehr gesichtet wurde. So werden unter anderem die Schafe mit dem Traktor auf die Alm gebracht. Brigitta Regauer ist eine Bäuerin, die die Rückkehr der Wölfe sehr kritisch sieht. Ihre Befürchtung: Wenn die Wölfe in der Region bleiben, können die Bauern ihre Tiere irgendwann nicht mehr auf die Weide bringen. Das wiederum heiße, dass die Flächen besonders an den Steillagen nicht mehr abgeweidet würden, was im schlimmsten Fall zu vermehrten Lawinenabgängen im Winter führen könnte. Auch der Tourismus könnte dann leiden. Abwanderung wäre die Folge. Und das ihrer Meinungen nach nur wegen des Wolfes. Die Situation bleibt also angespannt.

Karte mit der Verbreitung der Wölfe in Deutschland
Touristen suchen nach Spuren des Wolfes
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"Der Wolf ist keine böse Bestie"

Der Wolf ist wieder da. Natürlich muss man gut finden, wenn eine ausgerottete Tierart zurückkommt. Aber wer möchte schon gern einem Wolf begegnen? Eine Spurensuche.

06.12.2011, 21:45 Uhr | 07:47 min

Zuletzt aktualisiert: 06. Dezember 2011, 19:24 Uhr

5. Valeska Bergmann:
Ich war über den von Ihnen gesendeten Bericht freundlich formuliert sehr überrascht. Die dort zu Wort gekommene Dame aus Bayern hat ein Szenario über die Rückkehr des Wolfes geschildert, dem nicht folgen kann. Auch wie sie zu dieser Einschätzung kommt, ist mir ein Rätsel. Ich würde der Dame jedoch raten, sich mit einschläger Litetatur über Wolfsforschung auseinanderzusetzen, um sich ein möglichst objektives Bild machen zu können, um dann vielleicht die Möglichkeit zu haben einer Rückkehr des Wolfes positiver gegenüberzustehen. Ich persönlich würde mich über eine Rückkehr des Wolfes in seinen früheren Lebensraum sehr freuen, hoffentlich erhält er eine Chance.
08.12.2011
13:17 Uhr
4. Wolfsgefährtin:
Bin auch der Meinung,der Tourismus wird in keinster Weise unter der Anwesenheit des Wolfes leiden, viele Urlauber bleiben in der heutigen Zeit zu Hause,weil sie mittlerweile kein Geld mehr übrig haben u. Bayern ist auch sehr teuer.Ich bin auch dafür,dass man dem Wolf endlich eine Überlebenschance schenken sollte.Natürlich wieder die Bayern,dieses engstirnige,verbissene Volk,dass zwar angeblich christlich ist,aber davon kann man bei diesem Volk wenn es um das Thema Wolf geht nichts mehr erkennen.Der Wolf ist von der Natur extra erschaffen worden und ist eigentlich ein Mitgeschöpf der Natur u. hat genauso ein Recht leben zu dürfen auf dieser Welt,wie wir Menschen.Viele Bayern sind Jäger und Geldleute u. sie wollen ihr Wild nicht teilen,so wie Jesus sein Brot geteilt hat.Die reichen Jägersleute strahlen meist etwas merkwürdiges in ihren Verhalten aus.Sie quälen nicht nur Wildtiere,Haustiere sondern auch Menschen müssen unter diesen Jägern u. Reichen Volk leiden.
07.12.2011
20:29 Uhr
3. Marvin:
Die einzige Bedrohung auf dieser Erde ist der MENSCH und bestimmt kein Wolf! Angesichts der systematischern Vernichtung der Natur (arten) durch den Menschen von "Bedrohung" zu reden, in diesem Fall durch den Wolf, ist unlogisch. Würde der Wolf geschützt und gelassen, könnt er auch den Bestand an Wild, Wildschweinen usw. unter Kontrolle halten und damit den Wald schützen. Aber das ist wohl zuviel verlangt für die verlogene "Krone der Schöpfung".
07.12.2011
17:17 Uhr
2. Aennelore Raab:
Wer hat denn diese [...] zu Wort kommen lassen? Was die [...] rauslässt, ist ja kaum zu ertragen. Sie müssten hohe Tierschutzauflagen erfüllen, aber bei vom Wolf gerissenen Tieren würde der Tierschutz auf einmal nicht mehr zählen? Und was passiert mit ihren Tieren, die der Wolf nicht reißt? Sie werden abgemurkst, mehr oder weniger grausam, und zwar von ihresgleichen, um dann von genau ihrer Spezies aufgefressen zu werden. Ich fasse es ja wohl nicht! Diesem Weib sprüht doch die Geldgier nur so aus den Augen! Im Übrigen kann man anhand ihrer Kleidung ja sehr gut erkennen, dass sie den Hobbymördern angehört, und da ist es ja wohl logisch, auf welcher Seite sie steht. Wenigstens hat man auch andere Menschen zu Wort kommen lassen, die nichts gegen die Wölfe haben. Diese Tiere waren lange vor dem Menschen dort, bis sie von Bauern und Jägern ausgerottet wurden. Kommentar überflüssig. [Beleidigende Formulierungen wurden entfernt. - MDR_Redaktion]
06.12.2011
22:03 Uhr
1. Tanja Muss:
Wir haben dieses wunderbare Tier schon einmal fast ausgerottet. Das darf nicht nochmal passieren. Nicht der Wolf muss sich uns anpassen, sondern wir müssen wieder lernen mit diesen Tieren zu leben und deren Anwesenheit zu respektieren. Dann muss der Bauer eben einen Zaun um seine Weide ziehen, um das Weidetier zu schützen. Der Tourismus wird in keinster Weise unter der Anwesenheit des Wolfes leiden - in Schweden gibt es Wölfe und Bären und es ist ein vielbesuchtes Reiseland. Das man jetzt sogar schon plant den Wolf oder besser besagt die ca. 50 Stück ins Jagdrecht wieder aufzunehmen kann nur der Gier eines Jägers nach der Trophäe entstammen. Alleine nur darüber nachzudenken ein fast ausgerottetes Tier wieder von der Erdoberfläche verschwinden zu lassen, lässt mich an der Intelligenz des Menschen zweifeln - wir sollten uns über diese 2. Chance freuen.
06.12.2011
20:27 Uhr

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