Ein Mädchen und ein Jungen neben einem geschmückten Weihnachtsbaum
Bildrechte: Colourbox.de

Ein Blick in die Zukunft Wie wird Weihnachten in 100 Jahren?

Weihnachten verändert sich mit der Zeit. Den Weihnachtsmann, wie wir ihn heute kennen, gab es bei unseren Urururgroßeltern noch nicht. Auch der geschmückte Baum ist eine recht junge Erfindung. Wie aber wird Weihnachten in 100 Jahren aussehen? FIGARINO-Reporterin Katharina Handy hat mit ein paar Kindern und einer Expertin ein Weihnachtsfest der Zukunft zusammengesponnen.

Ein Mädchen und ein Jungen neben einem geschmückten Weihnachtsbaum
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In 100 Jahren ist der Weihnachtsmann nicht mehr im Rentier-Schlitten unterwegs. Er fliegt in einem Ufo, das meint die zehnjährige Hanna. Sophia stellt sich eine Leinwand vor, auf der ein Weihnachtsbaum mit vielen Kugeln zu sehen ist. Wenn man auf die Kugeln klickt, fallen Geschenke heraus. Und Arthur befürchtet, dass es in der Zukunft nicht mehr genug Bäume gibt, um sie extra für Weihnachten abzuholzen. Daher wird mit einem Projektor ein Weihnachtsbaum an die Wand geworfen und per Computer geschmückt.

Wie die Menschen in der Zukunft Weihnachten feiern werden, das kann keiner genau wissen. Doch wer sich heutzutage genau umschaut, ahnt vielleicht schon, wie es sein könnte. Sabine Wienker-Piepho ist Volkskundlerin an der Universität in Jena. Sie kennt sich mit alten Bräuchen aus und weiß auch, wie sich Weihnachten in den vergangenen Jahrhunderten verändert hat. Die Expertin ist überzeugt: Auch in 100 Jahren wird Weihnachten in uns Menschen noch ähnliche Gefühle wecken wie heute. Und äußerlich wird ebenfalls einiges bleiben.

Ich könnte mir vorstellen, dass das Äußere des Weihnachtsmannes, der rote Mantel mit Hermelinbesatz und die rote Mütze, bleiben wird. Ich könnte mir auch vorstellen, dass der Weihnachtsmann seine Rolle als Geschenkebringer behalten wird. Einfach weil Kinder gerne Geschenke bekommen und weil es den Eltern Spaß macht.

Sabine Wienker-Piepho

Was hat sich schon geändert?

Früher trat der Weihnachtsmann als strafender Mann auf, manchmal hatte er sogar eine Rute bei sich. Er beschenkte nur brave Kinder, die ein Gedicht aufsagen konnten. Wer frech war, hatte wenig zu lachen, viele haben sich richtig gefürchtet, wenn er kam. Das ist heute zum Glück vorbei.

Auch die Tradition, sich an Weihnachten Märchen zu erzählen oder vorzulesen, wird heute kaum noch gepflegt, aber eine Geschichte hat die Jahrhunderte überdauert und wird auch in der Zukunft erzählt werden: die biblische Geschichte von der Geburt des Jesuskindes. Christen in aller Welt feiern diese Geburt zu Weihnachten - seit vielen hunderten von Jahren.

Ähnlich sieht es mit der Weihnachtsmusik aus: Vor vielen Jahren sangen die Menschen zum Fest noch selbst Weihnachtslieder, denn es gab noch kein Radio und keinen CD-Player. Heute gibt es immer noch Familien, die gemeinsam musizieren, aber viele hören Musik aus dem Radio. Die Traditionen, wie man etwas feiert, verändern sich, aber das Weihnachtsfest selbst wird es auch in hundert Jahren noch geben.

Zuletzt aktualisiert: 05. Dezember 2016, 12:39 Uhr