Eltern-Info : Surfen ohne Stress
Sicherheit im Internet
Folgende Grundregeln sollten Sie für die Internet-Ausflüge ihrer Kinder unbedingt beachten und mit ihnen im Vorfeld ausführlich besprechen.
1. Vertrauen und Offenheit
Der beste Schutz für ihr Kind ist Vertrauen und Offenheit zwischen Ihnen und Ihrem Kind. Niemand - auch nicht Ihr Kind - kann im Internet daran gehindert werden, besonders "geschützte" Räume wie z. B. FIGARINO zu verlassen. Darum ist es äußerst wichtig, dass Sie sich selbst Kompetenz im Umgang mit dem Internet verschaffen. Denn nur so können Sie mit ihrem Kind auch ernsthaft über das Medium Internet und die möglichen Gefahren sprechen.
2. Gemeinsam surfen
Surfen Sie regelmäßig gemeinsam mit Ihrem Kind. Besprechen Sie dabei die Inhalte der Seiten, die Sie besucht haben. Wie schätzt ihr Kind bestimmte Inhalte und Angebote ein? Kann es unseriöse Seiten erkennen? Schärfen Sie seine Sensibilität für Online-Angebote, die bedrohliche oder sogar gefährliche Inhalte verbreiten.
3. Keine persönliche Daten weitergeben
Persönliche Daten wie Namen, Anschrift, Bankverbindung, Kreditkartennummern oder ähnliches dürfen im Internet niemals verraten werden. Formulare, in denen solche Daten abgefragt werden, sollte Ihr Kind nie ausfüllen, ohne vorher mit Ihnen darüber gesprochen zu haben. Dasselbe gilt natürlich für Einkäufe im Internet. Auch hier müssen Sie sich darauf verlassen können, dass ihr Sohn oder ihre Tochter vorher mit Ihnen darüber redet.
4. Keine Tabus - über alles reden
Sprechen Sie mit Ihren Kindern über Besonderheiten im Umgang miteinander im Internet. Machen Sie Ihnen klar, dass jemand, den man im Netz kennen lernt, möglicherweise in Wahrheit ein ganz anderer sein kann, als er zum Beispiel in einem Chat oder einer E-Mail vorgegeben hat. Die Beantwortung von Kettenbriefe oder Werbemails sollte ein absolutes Tabu sein!
5. Vorsicht bei Verabredungen
Größte Vorsicht gilt bei Geschenken, die ihrem Kind möglicherweise angeboten werden. Das gleiche gilt für Personen, die sich mit Ihrem Sohn oder Ihrer Tochter verabreden wollen, nachdem Sie sich im Internet kennen gelernt haben. Manch einer, der sich als Gleichaltriger ausgibt, ist es in Wirklichkeit gar nicht!
6. Über Gefahren reden
Reden Sie mit ihrem Kind über mögliche Gefahren, die im Internet lauern können (Gewaltvideos, Neonazi-Seiten, Pornografie). Machen Sie ihrem Kind klar, das es Ihnen von derartigen Inhalten und von Inhalten, die bei ihm ein unangenehmes Gefühl hervorrufen, sofort erzählen muss.
7. E-Mails und Foren im Web
Ihr Sohn oder ihre Tochter sollte niemals E-Mails beantworten oder an Foren teilnehmen, deren Inhalte zweideutig oder unanständig sind. Das gleiche gilt für hetzerische, rechtsradikale oder bedrohlich wirkende Inhalte.
8. Klare Grenzen setzen
Setzen Sie von Anfang an klare zeitliche Grenzen für das Surfen im Internet, damit die Kosten überschaubar bleiben und Sie selber das Internetverhalten ihres Kindes besser kontrollieren können. Reden Sie mit ihrem Kind auch über die anfallenden Kosten, die eine Surftour durch Internet verursachen kann. Dabei sollte auch über die Gefahr von so genannten Dialern und anderen unerwünschten Programmen aufgeklärt werden. Achten Sie auf einen guten Virenschutz.
Ein Netz für Kinder - Surfen ohne Risiko
Das Bundesfamilienminsterium hat ein Heft zur Sicherheit im Internet herausgegeben. Es enthält Tipps für Eltern, aber auch ein Extraheft mit tollen Ideen und Linktipps für Kids.
Der MDR ist nicht für den Inhalt externer Internetseiten verantwortlich!
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