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FIGARINO-Thema : Traumberuf Bademeister

Den ganzen Tag in der Sonne sitzen, bei Bedarf ins Wasser springen, hier und da ein bisschen schimpfen - Bademeister ist ein ziemlich entspannter Beruf, oder? FIGARINO-Reporterin Antje zieht sich den Badeanzug an und fragt einen, der es wissen muss.

Bademeister

Es gibt viele Berufe, die Antje richtig toll findet. Zum Beispiel den des Bademeisters. Die FIGARINO-Reporterin will wissen, ob dieser Job wirklich so entspannt ist, wie es den Anschein hat. Also macht sich Antje auf den Weg ins "Ökobad Lindenthal" in Leipzig und trifft sich dort mit Herrn Lademann.

Morgens wird alles geprüft

Herr Lademann ist ein echter Profi: Früher war er Rettungsschwimmer, und seit über 35 Jahren ist er nun "Schwimmeister", wie der Beruf des Bademeisters auch heißt. Er hat richtig Spaß an seinem Job, nimmt sich viel Zeit für Antjes Fragen und nimmt sie sogar mit bei seinem Früh-Rundgang. Morgens, wenn noch keine Schwimmer im Bad sind, macht Herr Lademann erstmal seinen "Check": Er prüft die Wassertemperatur, verteilt die Rettungsringe, schaut, ob die Liegewiese sauber ist und prüft die Sicherheit der Stege.

Schubsen strengstens verboten

Dann füllt sich das Bad langsam und Herr Lademann und seine Kollegen müssen die Schwimmer immer aufmerksam beobachten: Braucht jemand Hilfe? Oder muss vielleicht mal wieder ein bisschen geschimpft werden? Schubsen und andere untertauchen ist nämlich strengstens verboten, erzählt Herr Lademann. Da kann es schon vorkommen, dass er mal seine Trillerpfeife benutzt. An einem ganz normalen Tag, sagt er, muss er rund sechs bis achtmal eingreifen oder helfen. Aber auch, wenn gerade niemand Hilfe braucht, muss ein Schwimmmeister natürlich ständig hochkonzentriert sein und das gesamte Schwimmbad im Blick haben.

Herr Lademann bleibt fit

Schwimmer
Auch ein Bademeister muss sich fit halten.

Ab und zu muss Herr Lademann auch mal eine Durchsage machen (wenn Kinder ihre Eltern nicht mehr finden, ein Auto abgeschleppt wird oder ein Unwetter droht), am Telefon Auskünfte geben oder Verletzte verarzten. Heute zum Beispiel sitzt ein junger Mann im Zimmer des Bademeisters und muss sich den verletzten Zeh verarzten lassen. Damit Herr Lademann auch ganz bestimmt in Bestform ist, macht er jährlich einen richtigen Schwimmmeister-Leistungstest. Schwimmen, tauchen, retten, turmspringen - für den Vollpofi auch nach 35 Jahren kein Problem! Und was macht Herr Lademann im Winter? Na, dasselbe wie immer Sommer - nur eben in der Schwimmhalle!

Zuletzt aktualisiert: 07. August 2012, 11:58 Uhr

Beruf: Bademeister / Schwimmmeister

Die offizielle Berufsbezeichnung lautet "Geprüfte/r Meister/in für Bäderbetriebe". Der Bademeister ist für den gesamten Badebetrieb verantwortlich, also für die Sicherheit der Schwimmer, für die Sauberkeit, die Wasserqualität, die Schwimmkurse und vieles mehr. Natürlich braucht er alle Schwimmabzeichen und den Rettungsschwimmer-Nachweis. Die Ausbildung dauert drei Jahre.

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