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FIGARINO ganz sportlich : Die verrücktesten Olympia-Geschichten!

Jetzt läuft es wieder, das größte Sportfest der Welt. Die Olympischen Spiele in London laufen noch bis zum 12. August, und Sportler aus aller Welt kämpfen um Gold, Silber und Bronze. Oder genießen einfach, dabeizu sein. Denn gewinnen ist nicht alles! Olympische Spiele, das sind Wettbewerbe voller Emotionen, Erinnerungen, Anekdoten. Die Lustigsten wollen wir Euch hier erzählen.

Die Tower Bridge in London.

Alle vier Jahre findet das größte Sportfest der Welt statt: Die Olympischen Spiele.In diesem Jahr finden sie erneut statt, nämlich vom 27. Juli bis 12. August in London. Die letzten Winterspiele fanden 2010 im kanadischen Vancouver statt.

Der berühmtesete Marathon-Lauf der Olympischen Geschichte

Ja, es ranken sich Heldensagen um diesen Lauf. Die offizielle Marathonstrecke ist übrigens auf den Punkt 42,195 km lang. Aber als der Grieche Spyridon Louis 1896 bei den I. Olympischen Spielen in Athen als Sieger ins Ziel kam, war die Strecke kürzer, nämlich nur 25 Meilen (40,23 km)! Erst 1908 in London, also genau dort, wo auch jetzt wieder Olympische Spiele stattfinden, einigte man sich auf diese Distanz. Nicht ganz freiwillig: Die Strecke wurde für den Lauf in London Stück für Stück immer mehr verlängert, denn die königliche Familie hatte Sonderwünsche: Der Start sollte einem Wunsche Königin Alexandras entsprechend am Schloss Windsor erfolgen. Nachdem man 25 Meilen (40,23 km), die bislang übliche Distanz eines Marathonlaufs, ausgemessen hatte, fehlte bis zur Ostterrasse des Schlosses immer noch eine Meile. Also betrug die Distanz jetzt 26 Meilen. Blöd nur: Nach exakt diese 26 Meilen hätte sich die Ziellinie auf der Gegengerade der königlichen Loge befinden. Folglich mussten noch einmal 385 Yards der Distanz hinzugefügt werden. Und plötzlich war man bei der offiziellen Distanz! Aus diesem Grund sollen noch heute angelsächsische Marathonläufer auf dem letzten Kilometer ein "God Save the Queen" ausstoßen.

Waldemar Cierpinski
Waldemar Cierpinski am 01.08.1980 in Moskau bei seinem historischen Sieg.

Der Lauf 1908 endete übrigens skandalös: Ein Italiener namens Dorando Pietri kam als erster ins Stadion, fiel dort fast vor Erschöpfung fast in Ohnmacht und wurde von Helfern über den Zielstrich geführt. Was folgte? Klar, die Disqualifikation. Besser machte es da in Rom 1960 der Äthiopier Abebe Bikila, doch das Publikum an der Strecke staunte nicht schlecht: Bikila hatte die drückenden Schuhe ausgezogen und lief barfuß zum Sieg. Vier Jahre später in Tokio gewann er erneut, diesmal aber mit Schuhen. Das Kunststück, zwei Mal den legendären Olympiamarathon für sich zu entscheiden schaffte noch einer: Waldemar Cierpinski aus Halle an der Saale. 1976 siegte er in Montreal und vier Jahre später in Moskau. Was Fernsehreporter Heinz-Florian Oertel zu einer ganz besonderen Lobeshymne inspirierte.

"Liebe junge Väter oder angehende, haben Sie Mut! Nennen Sie Ihre Neuankömmlinge des heutigen Tages ruhig Waldemar! Waldemar ist da!"

Heinz Florian Oertel 1980 zum Marathon-Olympiasieg des DDR-Läufers Waldemar Cierpinski

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