Ein Junge blättert amüsiert in einer Zeitung.
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FIGARINO-Tipp Wie macht man eine Schülerzeitung?

Habt ihr an eurer Schule eine Schülerzeitung? Nein? Dann ist der Start ins neue Schuljahr der perfekte Zeitpunkt, um eine Schülerzeitung an eurer Schule zu gründen. Warum ihr unbedingt eine Schülerzeitung haben solltet und was da alles reingehört – FIGARINO-Reporterin Anja Rieger hat die Schülerzeitungsreporter der Freien Schule in Magdeburg besucht und mit ihnen über die Schulzeitung gesprochen.

Ein Junge blättert amüsiert in einer Zeitung.
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"Pause", so heißt die Schulzeitung der Freien Schule Magdeburg. An der Schule erscheint die Zeitung alle neun Wochen neu. Die Redakteure, Fotografen und Reporter sind Grundschüler der dritten und vierten Klasse. Dass hier eine eigene Schulzeitung gemacht wird, finden Greta und Johann Jakob super. "Das macht richtig Spaß", sagen die beiden. Das Schöne an einer Schülerzeitung ist ja, dass Schüler für Schüler schreiben. Damit kann jeder Schüler etwas über die Schule, die Mitschüler und die Lehrer erfahren.

Interviews kommen gut an

Zuerst legt ihr Rubriken fest. Also ihr überlegt euch, was alles in eure Schülerzeitung reingehört. Der 10-jährige Quint hat in der letzten Ausgabe der "Pause" mitgearbeitet und weiß, was gut ankommt: Interviews und Filmtipps. Was noch in eine Schülerzeitung reingehört? Auf jeden Fall auch Infos über das Schulleben, wie Geschichten über Klassenausflüge und Schulprojekte. Witze und Rätsel dürfen natürlich auch nicht fehlen, die machen die Zeitung lustig und können über so manche langweilige Freistunde hinweghelfen.

Wie die Profis: Themen festlegen in der Redaktionskonferenz

Wenn ihr euch auf Rubriken geeinigt habt, beginnt die redaktionelle Arbeit. Marc Brost ist Journalist in Berlin bei einer großen deutschen Wochenzeitung. Sie heißt DIE ZEIT. Er berichtet, wie die Arbeit einer Schülerzeitungsredaktion beginnt: "Was in eine Zeitung gehört, entscheidet die Redaktion selbst". Und das heißt, dass in einer Redaktionskonferenz erstmal die Themen gemeinsam festgelegt werden.

Persönliche Geschichten sind wichtig

Persönliche Geschichten über Hobbys der Mitschüler und Aktivitäten im Sport- oder Musikverein, Kunstausstellungen und Theatervorführungen sind wichtig und geben der Schülerzeitung die individuelle Note. Doch was passiert, wenn mir nichts mehr einfällt, worüber ich schreiben kann? Auch für diesen Fall hat der Profi Marc einen Tipp: "Dann frage ich meine Mitschüler! Rausgehen und beobachten, aufschreiben." Herausragend ist eine Schülerzeitung außerdem, wenn sie illustriert wird: Das können Schnappschüsse vom Schulgelände, selbstgemalte Bilder und Fotos sein.

Damit ist eine Schülerzeitung auf dem besten Weg, richtig gut zu werden. Und richtig gut finden die Schüler der Freien Magdeburger Schule ihre eigene Schulzeitung allemal: Seit acht Jahren schreiben, fotografieren und malen die Kinder, um am Ende ihre eigene Zeitung in den Händen zu halten, die "Pause".

Zuletzt aktualisiert: 03. August 2017, 11:25 Uhr