Kinder wandern durch den Wald.
Bildrechte: MDR/Daniela Dufft

FIGARINOS Ferientipp Wandern - Entdeckungsreise durch den Wald

Für die Herbstferien sind coole Ideen gefragt. Doch manchmal sind es ganz einfache, kleine Dinge, die Spaß machen. Wandern zum Beispiel. Jetzt stöhnt nicht gleich. Wandern ist nämlich ein richtiges Abenteuer, findet FIGARINO-Reporterin Daniela Dufft.

Kinder wandern durch den Wald.
Bildrechte: MDR/Daniela Dufft

Wenn es ums Thema Wandern geht, scheiden sich in manchen Familien die Geister. Aber weil es so eine schöne Möglichkeit ist, Freunde zu treffen, durch die Natur zu laufen und miteinander zu reden, wird nicht lange diskutiert. Laufmuffel werden überstimmt und die schlechte Laune ist überraschend schnell verflogen, wenn man erst mal unterwegs ist.

Richtige Vorbereitung ist alles

Wer sich auf den Weg durch den Wald macht, braucht eine gute Ausrüstung. Festes Schuhwerk ist Pflicht, damit beim Laufen über Stock und Stein keiner ins Straucheln kommt. In einen Rucksack kommen die Verpflegung, Regensachen und natürlich ein Taschenmesser.

Kinder wandern durch den Wald.
Das Schöne am Wald: Es geht über Stock und Stein. Bildrechte: MDR/Daniela Dufft

Wer mag, kann auch noch eine Lupe und ein Fernglas einpacken, um die kleinen und großen Bewohner des Waldes besser beobachten zu können.

Als es noch keine Autos gab, hatten die Menschen keine andere Möglichkeit, als lange Strecken zu Fuß zurückzulegen. Vieh und schweres Gepäck hatten sie oft dabei. Heute ist Wandern für viele ein Hobby, eine gute Methode den Alltag mal hinter sich zu lassen.

In der Stadt riecht‘s nach Auspuffgasen, nach Zigarettenqualm, nach Müll. Es ist auch ziemlich laut. Im Wald ist es leise, es riecht gut, man hört Wasser plätschern und Vögel singen.
Wenzel

Der Wald – das Richtige für Entdecker

Wer sich aufmerksam umschaut, kann im Wald jede Menge entdecken: unzählige Pflanzenarten leben hier, viele Insekten, die es in der Stadt nicht gibt, Vögel, Mäuse, Maulwürfe und Eichhörnchen. Mit etwas Glück könnt ihr sogar Rehe sehen. Jetzt im Herbst finden sich unzählige Eicheln, Kastanien und Bucheckern auf dem Boden. Und außerdem wachsen überall Pilze. Die schmecken gebraten prima als Abendbrot.

Die Welt der Pilze

Im Herbst gehen viele Familien gern in die Pilze. Doch wenn man sich nicht auskennt, sollte man vorsichtig sein, denn Pilze können auch giftig sein.

Pilze
Pilze besitzen kein Chlorophyll wie Pflanzen, daher bilden sie in der Natur neben Pflanzen und Tiere ein eigenes Reich. Bildrechte: Colourbox.de
Pilze
Pilze besitzen kein Chlorophyll wie Pflanzen, daher bilden sie in der Natur neben Pflanzen und Tiere ein eigenes Reich. Bildrechte: Colourbox.de
Pilzmyzel
Der eigentliche Pilz wächst in der Erde und breitet sich in Geflechten aus weißen Fäden, die man Mycelien nennt, unterirdisch aus. Bildrechte: IMAGO
Hallimasch-Pilze
Über der Erde sieht man nur die Fruchtkörper. Sie enthalten die Samen. Pilze sind wichtig für den Wald, denn sie helfen, die heruntergefallenen Blätter und toten Lebewesen zu zersetzen. Bildrechte: Colourbox.de
Ein Pilz wird mit einem Messer abgeschnitten.
Um das Mycel nicht zu zerstören, ist es wichtig, dass ihr den Pilz mit einem Messer abschneidet oder vorsichtig herausdreht. Bildrechte: colourbox.com
Vier Fliegenpilze im Waldboden
Im Herbst gehen viele Familien gern in die Pilze. Doch wenn man sich nicht auskennt, sollte man vorsichtig sein, denn Pilze können auch giftig sein. Ein bekannter Giftpilz ist der Fliegenpilz, den ihr auf dem Bild seht. Bildrechte: Colourbox
Grüner Knollenblätterpilz . Amanita phalloides
Harmloser sieht der Grüne Knollenblätterpilz aus. Doch Hände weg, sein Verzehr ist tödlich!
Nur wenn Wildschweine Grüne Knollenblätterpilze fressen, macht ihnen das nichts aus. Sie haben einen etwas anderen Stoffwechsel als der Mensch.
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Pfifferlinge
Auf der sicheren Seite seid ihr mit dem Pfifferling. Bildrechte: Colourbox.de
Marone im Wald
Auch Maronen sind an ihrem gelben Futter gut zu erkennen und schmecken gut. Bildrechte: IMAGO
Steinpilz
Lecker ist auch der Steinpilz. Er wächst gern im Schatten von Bäumen. Bildrechte: Colourbox.de
Gemeiner Gallenröhrling
Wenn ihr den Steinpilz mit einem Gallenröhrling verwechselt, ist eure Pilzpfanne verdorben. Giftig ist der zwar nicht, dafür aber sehr bitter! Bildrechte: IMAGO
Essbare Stockschwämmchen
Wer nicht sicher ist, der kann sich an einen Pilzberater wenden. Der schaut sich die Pilze an und sortiert aus, was nicht essbar ist.

Er weiß auch, wo man Pilze finden kann: "Manche wachsen vor allem im Zusammenhang mit Baumwurzeln. Andere wachsen in zersetzter organischer Substanz, zwischen Blättern, und wenn das Wetter stimmt, es feucht ist und warm, dann kann man auch mit entsprechenden Pilzarten rechnen", erzählt Pilzberater Martin Groß.
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Pilze
Pilze besitzen kein Chlorophyll wie Pflanzen, daher bilden sie in der Natur neben Pflanzen und Tiere ein eigenes Reich. Bildrechte: Colourbox.de

Zuletzt aktualisiert: 29. September 2017, 18:03 Uhr

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