Cover zum Buch
Bildrechte: Jaron Verlag

Stadtführer zum Mitmachen, Raten, Selbstentdecken Kinder entdecken Leipzig

Leipzig ist bekannt für sein Gewandhaus, das Völkerschlachtdenkmal, das große Stadion und seine Oper. Doch in der Stadt gibt es noch viel mehr zu entdecken. Dabei helfen will nun ein neues Buch: "Leipzig mit Kindern - Der Stadtführer zum Mitmachen, Raten, Selbstentdecken". Vier Kinder haben das Buch getestet.

Cover zum Buch
Bildrechte: Jaron Verlag

Auf dieser Seite:

Mira und Arthur leben in Leipzig und sie wissen, dass es in ihrer Stadt für Kinder viel zu entdecken gibt. Ihre Eltern haben nämlich ein Buch geschrieben: "Leipzig mit Kindern - Der Stadtführer zum Mitmachen, Raten, Selbstentdecken". Gemeinsam mit ihren Freunden Hannah und Leo haben die beiden den neuen Stadtführer getestet und einen kleinen Stadtrundgang gemacht.

Die neue Probsteikirche

Propsteikirche in Leipzig
Mächtig gewaltig präsentiert sich die neue Probsteikirche. Bildrechte: dpa

Die vier starten an der neuen Propsteikirche. Sie wurde erst im Mai 2015 eingeweiht und fällt durch ihren rötlichen Stein auf. Der Kinder-Stadtführer erklärt, dass es sich um Porphyrstein handelt, der in der Nähe von Leipzig abgebaut wird. Und dann stellt er ein Rätsel: Was hat der Leipziger Künstler Falk Haberkorn in das Fensterglas der Kirche geschrieben?: Die sieben Todsünden? Die Zehn Gebote? Oder den gesamten Text des Alten und Neuen Testaments? Um das zu beantworten, muss man die milchig weißen Fenster suchen. Und tatsächlich: Auf ihnen steht etwas!

Die Moritzbastei - Von der Festung zum Jugendklub

Leipzig Moritzbastei
Oben chillen, unten Musik hören: die Moritzbastei. Bildrechte: MDR/Nadine Jejkal

Weiter geht es zur Moritzbastei. Das alte Gemäuer war früher mal eine richtige Festung zur Verteidigung der Stadt mit vielen unterirdischen Gängen. Heute findet man da unten ein Café und verschiedene Veranstaltungsräume. Der Kinderstadtführer erklärt, dass die Moritzbastei im Krieg verschüttet war und in den 1970er-Jahren von Studenten der Universität Leipzig ausgegraben wurde. Unter ihnen war Angela Merkel, unsere heutige Bundeskanzlerin. 

Wenn die Stunde schlägt - das Krochhochhaus

Krochhaus Leipzig
Das erste Hochhaus der Stadt. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Wenn man am Gewandhaus und dem "Uni-Riesen", der mit 142 Metern in den Himmel ragt, vorbeiläuft, kommt man zu einem Hochhaus, das bereits 1928 gebaut wurde: dem Krochhochhaus. Auch wenn es mit seinen 43 Metern Höhe vergleichsweise niedrig ist, so war es doch einst das erste Hochhaus der Stadt. Im Kinder-Stadtführer erfährt man, dass die Stadtverwaltung wollte, dass das Haus auf keinen Fall höher sein dürfe als die Paulinerkirche, die damals noch auf dem Platz stand. Also baute man zunächst nur zehn Etagen und setzte vier weitere Etagen als Pappmachee-Attrappen oben drauf, damit der Stadtrat sehen könne, wie das gesamt Bauwerk auf dem Platz wirken würde. Der Rat fand das Krochhaus dann doch ganz schön und die vier Etagen durften aus Stein fertig gebaut werden. Oben auf dem Krochhochhaus stehen zwei riesige Glockenmänner. Der linke schlägt jede Viertelstunde, der rechte zu jeder vollen Stunde auf die Glocke. Die Paulinerkirche wurde übrigens zu DDR-Zeiten abgerissen. Heute erinnert das neue Paulinum an sie.

Nikolaikirche - Erinnerung an die freidliche Revolution

Nikolaikirche in Leipzig
Die Nikolaikirche ist dir größte Kirche Leipzigs. Bildrechte: MDR/Julia Rubner

Weltbekannt ist eine andere Leipziger Kirche, die Nikolaikirche. Hier trafen sich die Leipziger 1989/90 zu Friedensgebeten und Montagsdemonstrationen. Sie protestierten gegen die politischen Verhältnisse in der DDR. Aufmerksame Beobachter entdecken an der Ostseite der Kirche ein Hufeisen in der Wand. Eine Sage erzählt, dass es verlorenging, als der Ritter Georg mit einem Drachen kämpfte.

Und dann stehen die vier Kinder auf einer berühmten Kreuzung. Auf einem Straßenschild steht "Reichsstraße". Auf Latein heißt das "Via Imperii". Der Name verrät, dass die Straße nach Rom führt. Dort, wo sie sich mit einer anderen alten Handelsstraße, der Via Regia, kreuzt, entstand vor 1.000 Jahren der "Ort bei den Linden", das heutige Leipzig.

Kinder beim Stadtrundgang durch Leipzig
In der Mädlerpassage bewundern die vier Faust und Mephisto. Bildrechte: MDR/Regine Förster

Hier trafen sich einst viele Händler. Bald wurde aus dem Lindenort ein großer Handelsplatz und später eine Messestadt. Für die Messe wurden auch die vielen Passagen gebaut, die für Leipzig typisch sind. Es sind überdachte Durchgänge zwischen den Häusern mit großen Höfen. Viele Geschäfte finden sich hier und laden zum Bummeln. Zahlreiche Geschichten ranken sich um die Passagen, und vieles gibt es in Leipzig noch zu entdecken. Der Kinder-Stadtführer hilft dabei und macht Lust, einmal genauer hinzusehen.

Mitmachen & gewinnen

Zuletzt aktualisiert: 10. Mai 2016, 13:40 Uhr

Informationen zum Buch

Informationen zum Buch

Ine Dippmann und Uwe Schimunek:
Leipzig mit Kindern
Der Stadtführer zum Mitmachen, Raten, Selbst-Entdecken
Jaron Verlag
96 Seiten, 90 farbige Fotos
ISBN: 978-3-89773-940-6
9,95 Euro