AW: Ist Sachsen weltoffen genug?
Guten Abend zusammen,
ich kann die Kritik des türkischen Unternehmers sehr gut nachvollziehen, aber sie auf ganz Sachsen zu beziehen, halte ich für zu pauschal. Als Nichtsachse habe ich 12 Jahre in Sachsen gelebt und gearbeitet. Dabei sind mir immer wieder viele freundliche und hilfsbereite Menschen begegnet. Dies muss ich vor allem für das Erzgebirge und das Vogtland sagen. Allerdings habe ich auch nicht bei jeder Gelegenheit den Landesfremden heraushängen lassen. Es kommt, wie überall, stark darauf an, wie viel man selbst dafür tut sich zu integrieren.
Ich habe allerdings auch acht Jahre in der Oberlausitz gearbeitet und wurde dort schon mit meinem Dresdener Kennzeichen wie ein Fremder behandelt. In dieser Region sind die Menschen alles andere als weltoffen, sondern denken zum größten Teil in dörflichen Kategorien. Allein die gepflegte Feindschaft zwischen Oberland und Sorbengebiet ist mehr als albern, von der geradezu fremdenfeindlichen Haltung der Sorben gegenüber allem Nichtsorbischen ganz zu schweigen. Dresden wird - unberechtigter Weise - immer als das "Tal der Ahnungslosen" gebranntmarkt. Die Oberlausitz ist die Schlucht, die noch dahinter liegt!
Geändert von Rödi67 (27.10.2011 um 20:03 Uhr).
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