Zitat:
Zitat von MDR_Antje
Der türkischstämmige Unternehmer Senol Yegin betreibt seit 1994 im sächsischen Seifhennersdorf eine Fallschirmproduktion. Seine Geschäfte laufen gut, doch heimisch geworden ist Senol Yegin in Sachsen nicht. Nun hat er große Anzeigen in mehreren Zeitungen geschaltet, in denen er fehlende Gastfreundschaft in Sachsen anmahnt. Fehlt es Sachsen an Weltoffenheit?
http://www.mdr.de/sachsenspiegel/gastfreundschaft100.html
MDR FERNSEHEN | SACHSENSPIEGEL | 26.10.2011 | 19:00 Uhr
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Herr Yegin hat mehr als Recht: Es fehlt an Weltoffenheit und der Blick geht selten über den Gartenzaun hinaus. Dazu kommt die selbstgefällige Bemerkung: "Bei uns in Deutschland/Sachsen ... blablablaaaa."
Befremdend wirkt auf Ausländer zudem der deutsche Geiz: Das heißt, der Sachse zeigt sich, wenn Gäste kommen, selten von seiner besten Seite. Schließlich hat er mit sich selbst zu tun. Soll er andere gar durchfüttern?! -
Anderswo bemisst man alles besonders reichlich, aufdass ja nicht der Eindruck entstehen könnte, der Gast esse die Butter vom Brot. In Sachsen dagegen gewinnt man auch bei ausdrücklicher Einladung oftmals den Eindruck, als Gast geduldet zu sein ...
Der Sachse hat im Hinterkopf stets den Gedanken, um Himmels Willen ja kein Minus zu machen. Das zeigt sich auch bei den Gastgeschenken. Anderswo auf der Welt geht man davon aus, dass der Gastgeber gefeiert wird.
Sachsen, geht in euch!
M.